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24. Juni 1948 Die Berlin-Blockade

Am 24. Juni 1948 riegelte die UdSSR die Transitwege nach West-Berlin ab. Es war der Beginn der mehr als zehn Monate dauernden Berlin-Blockade. Weil keine Güter mehr auf dem Landweg in die Stadt kamen, mussten die etwa zwei Millionen Einwohner bis Mai 1949 über eine Luftbrücke der US- und Royal Air Force sowie der französischen Luftwaffe versorgt werden. Es handelte sich um eine der größten logistischen Unternehmungen der Weltgeschichte. Bildrechte: imago/United Archives International
Als Ursache für die Berlin-Blockade gilt die Währungsreform im Westen Deutschlands. Am 20. Juni 1948 war dort die Deutsche Mark eingeführt worden. Im Westteil Berlins gab es daraufhin zwei Währungen, die West-Mark und die am 22. Juni 1948 im Osten eingeführte Ost-Mark. Die Sowjetunion wollte unter allen Umständen verhindern, dass die verhasste DM von West-Berlin aus in den Osten "überschwappt". (Im Bild: Ausgabe der neuen DM-Scheine am 20. Juni 1948.) Bildrechte: IMAGO
Stalin aber hatte nicht mit der Beharrlichkeit des US-Oberbefehlshabers in West-Berlin, Lucius D. Clay (rechts im Bild), gerechnet. Clay hatte keineswegs die Absicht, West-Berlin aufzugeben. Vielmehr besprach er mit alliierten Offizieren noch am 24. Juni 1948 die Möglichkeit, eine Luftbrücke zu installieren, um West-Berlin mit allem Lebensnotwendigen zu beliefern. Bildrechte: IMAGO
Die Herausforderung war enorm: Eine Großstadt mit mehr als zwei Millionen Menschen musste für eine unbestimmte Dauer über eine Luftbrücke versorgt werden. (Im Bild: West-Berliner stehen Schlange vor einem Geschäft im Juni 1948.) Bildrechte: imago/Leemage
Immerhin waren von der sowjetischen Blockade nur Gütertransporte betroffen. Die S-Bahn verkehrte hingegen planmäßig. Auch konnten West-Berliner ungehindert in den Ostteil der Stadt spazieren und dort das Nötigste einkaufen. (Im Bild: Der Potsdamer Platz 1948.) Bildrechte: IMAGO
Am 26. Juni 1948, zwei Tage nach Beginn der Blockade, erfolgte bereits der Startschuss für die Luftbrücke - die erste US-Maschine flog, beladen mit Lebensmitteln, den Flughafen Tempelhof an. Briten und Franzosen stießen mit ihren Maschinen zwei Tage später hinzu. Sie nutzten die Flughäfen Gatow und Tegel sowie, mit Wasserflugzeugen, die Havel als Landeplätze. (Im Bild: Maschinen der US-Luftwaffe auf dem Flughafen Tempelhof.) Bildrechte: IMAGO
Mehr als zwei Millionen Tonnen Fracht brachten die Piloten der Alliierten im Verlauf der Blockade in die abgeriegelte Stadt. Die Flugzeuge wurden von den West-Berlinern liebevoll "Rosinenbomber" genannt. Bildrechte: IMAGO
Am 12. Mai 1949 brach die Sowjetunion die Blockade West-Berlins tatsächlich ab - sie hatte erkennen müssen, dass sie die Westalliierten nicht würde in die Knie zwingen können. Die Alliierten blieben und die DM auch. Die Luftbrücke verschlang Hunderte Millionen Dollar und kostete 76 Menschen bei Flugzeugabstürzen das Leben. Doch letztlich rettete sie den West-Berlinern die Freiheit.
(Über dieses Thema berichtete MDR im TV in "Umschau" | 10.01.2012 | 20:15 Uhr.)
Bildrechte: IMAGO