Ein deutscher General Heinz Keßler

Am 11.12.1987 treffen führende Vertreter  der Warschauer-Pakt-Staaten in Ostberlin zusammen um im Zusammenhang mit dem INF-Vertrag ein Abkommen über gegenseitige Inspektionen zwischen der DDR, der UdSSR und der CSSR zu unterzeichnen. Hier die Repräsentanten der DDR (l-r) Ministerratsvorsitzender Willi Stoph, Staatsratsvorsitzender Erich Honecker, Außenminister Oskar Fischer und Verteidigungsminister Heinz Keßler. |
Am 3. Dezember 1985 wurde Heinz Keßler zum Verteidigungsminister ernannt, ein Jahr später wurde er Mitglied des Politbüros der SED. Keßler galt stets als treuer Gefolgsmann Erich Honeckers. Als Honecker im Herbst 1989 von einer Gruppe um Egon Krenz gestürzt werden sollte, galt Keßler als größter "Risikofaktor". (Bild: Heinz Keßler 1987 auf einer Tagung der Staaten des Warschauer Vertrages in Berlin.) Bildrechte: dpa
Am 11.12.1987 treffen führende Vertreter  der Warschauer-Pakt-Staaten in Ostberlin zusammen um im Zusammenhang mit dem INF-Vertrag ein Abkommen über gegenseitige Inspektionen zwischen der DDR, der UdSSR und der CSSR zu unterzeichnen. Hier die Repräsentanten der DDR (l-r) Ministerratsvorsitzender Willi Stoph, Staatsratsvorsitzender Erich Honecker, Außenminister Oskar Fischer und Verteidigungsminister Heinz Keßler. |
Am 3. Dezember 1985 wurde Heinz Keßler zum Verteidigungsminister ernannt, ein Jahr später wurde er Mitglied des Politbüros der SED. Keßler galt stets als treuer Gefolgsmann Erich Honeckers. Als Honecker im Herbst 1989 von einer Gruppe um Egon Krenz gestürzt werden sollte, galt Keßler als größter "Risikofaktor". (Bild: Heinz Keßler 1987 auf einer Tagung der Staaten des Warschauer Vertrages in Berlin.) Bildrechte: dpa
Feier des 40jährigen Bestehens der Deutschen Demokratischen Republik in Berlin/Ost: Staatsratsvorsitzender Erich Honecker (Mitte li., GDR/SED), Michail Gorbatschow (4.v.li., UDSSR), Heinz Kessler (Mitte re., GDR/Minister für Nationale Verteidigung)
Am 17. November 1989 trat Heinz Keßler von seinem Posten als Verteidigungsminister zurück und er wurde aus der NVA entlassen. Im Januar 1990 wurde Keßler auch aus der Nachfolgepartei der SED, der PDS, ausgeschlossen. (Bild: Militärparade in Berlin 1987. Heinz Keßler in Uniform neben Erich Honecker, dritter von rechts.) Bildrechte: IMAGO
Heinz Keßler
Ab 1992 musste sich Heinz Keßler gemeinsam mit anderen einstigen Spitzenpolitikern der DDR wegen des Schießbefehls an der innerdeutschen Grenze und der Berliner Mauer vor Gericht verantworten. Keßler betonte, dass es nie einen Schießbefehl gegeben habe. Am 16. September 1993 wurde Keßler wegen Anstiftung zum Totschlag verurteilt. Die Strafe: siebeneinhalb Jahre Haft. Keßler ging in Berufung. (Bild: Heinz Keßler 1993 in einer Verhandlungspause in Berlin-Moabit) Bildrechte: dpa
Heinz Keßler
Der Bundesgerichtshof bestätigte 1994 das Urteil gegen Keßler. Er musste seine Haftstrafe antreten. Aber bereits nach vier Jahren, im Frühjahr 1998, wurde Keßler aus gesundheitlichen Gründen auf Bewährung entlassen. (Bild: Heinz Keßler 1997 in der Haftanstalt Hakenfelde.) Bildrechte: dpa
Heinz Keßler mit roter Nelke anlässlich der Liebknecht-Luxemburg-Demonstration zur Gedenkstätte der Sozialisten in Berlin-Friedrichsfelde (2003)
2009 trat Heinz Keßler, der die DDR und ihre Politik stets unverdrossen rechtfertigte, der DKP bei und kandidierte 2011 auf deren Liste bei der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus. (Bild: Heinz Keßler 2003 bei einer Gedenkveranstaltung in Berlin-Lichtenberg.) Bildrechte: IMAGO
Heinz Keßler
Seine letzten Lebensjahre verbrachte Heinz Keßler in einem Berliner Pflegeheim. Er starb, 97-jährig, am 2. Mai 2017. (Bild: Heinz Keßler, 2011)

Über dieses Thema berichtet der MDR auch im Radio: MDR Aktuell | 04.05.2017 | 10:00 Uhr.
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