Medikamente in der DDR - Tranquilizer, Stimulanzien und Opioide

Eine alte weiß-grüne DDR-Packung des Anorexikums Sedafamem.
Der Appetitzügler "Sedafamem" gehörte zur Stoffgruppe der Amphetamine. Es wurde auf vielfältige Weise missbraucht: Als Dopingmittel, Aufputschmittel, Ersatzdroge und von Menschen mit Essstörungen. Bildrechte: Brandenburgisches Apothekenmuseum Cottbus
Eine alte blaue DDR-Packung des Tranquilizers Faustan, eine Tablettendose mit Faustan-Pillen und eine Blisterpackung, bei der vier Tabletten fehlen.
"Faustan" war ein Imitat von "Valium". Der Tranquilizer war ein Mittel zur Behandlung von akuten und chronischen Angst- und Spannungszuständen. In Kombination mit Alkohol oder anderen Arzneien wurde "Faustan" aber auch als Ersatzdroge oder als "Downer" verwendet. Bildrechte: Brandenburgisches Apothekenmuseum Cottbus
Zwei alte Packungen des DDR-Medikaments Rudotel und eine Tablettendose.
"Rudotel" war wie "Faustan" ein Tranquilizer, der in der DDR vielfältige Verwendung fand. Bildrechte: Brandenburgisches Apothekenmuseum Cottbus
Zwei alte Packungen des DDR-Medikaments Radedorm, die hintereinander stehen. Auf einer Vepackung steht in Handschrift "Zum Schlafen Inge" Eine unagebrochene Blisterpackung des Sedativums.
Das Sedativum "Radedorm" wurde bei starken Schlafstörungen und Epilepsie verschrieben. Gemischt mit Schnaps hielt es Feiernde aber eher vom Schlaf ab. Bildrechte: Brandenburgisches Apothekenmuseum Cottbus
Eine alte Packung des DDR-Medikaments Radepur, eine liegende Tablettendose mit grünen Pillen und eine unangebrochene Blisterpackung.
Das Medikament "Radepur" war eine Nachahmung von "Libirium". Wie "Faustan" und "Radedorm" gehörte es zur Gruppe der Benzodiazepine und wurde ähnlich verwendet. Bildrechte: Brandenburgisches Apothekenmuseum Cottbus
Die Rückseite einer alten Packung des DDR-Medikaments Radepur. Darauf Hinweise zur Einnahme des Tranquilizers.
Nicht alle DDR-Medikamente enthielten Beipackzettel. Auf der Rückseite der Verpakung von "Radepur" waren deswegen kurze Hinweise und Warnungen zur Gebrauchsanwendung gedruckt. Bildrechte: Brandenburgisches Apothekenmuseum Cottbus
Eine alte rot-weiße Packung des DDR-Medikaments Aponeuron, eine schmale Tablettendose mit Pillen und acht rote Tabletten des Psychotonikums.
"Aponeuron" war das Nachfolgepräparat der Kriegsdroge "Pervitin". Das Medikament wurde als Stimmungsaufheller und gegen Depressionen verschrieben. Es wurde jedoch auch als "Upper" zum Lernen oder Feiern verwendet. Bildrechte: Brandenburgisches Apothekenmuseum Cottbus
Eine alte Packung des DDR-Medikaments Centedrin und eine Tablettendose, die auf einem Beipackzettel steht.
Wie "Aponeuron" war "Centedrin" ein starkes Aufputschmittel mit hohem Missbrauch- und Suchtpotential. Bildrechte: Brandenburgisches Apothekenmuseum Cottbus
Eine alte weiß-grüne DDR-Packung des Anorexikums Sedafamem.
Der Appetitzügler "Sedafamem" gehörte zur Stoffgruppe der Amphetamine. Es wurde auf vielfältige Weise missbraucht: Als Dopingmittel, Aufputschmittel, Ersatzdroge und von Menschen mit Essstörungen. Bildrechte: Brandenburgisches Apothekenmuseum Cottbus
Unter- und Vorderansicht einer alten Verpackung des DDR-Medikaments Eucopon. Darauf stehen die Inhaltsstofe und Mindesthaltbarkeit.
Das Hustenmittel "Eucopon" half nicht nur bei Reizhusten. Es besserte auch erheblich die Stimmung. Bildrechte: Brandenburgisches Apothekenmuseum Cottbus
Eine alte gelbe Packung des Analgetikums Dolocontral als Zäpfchen. Auf dem DDR-Medikament sind Gebrauchsanweisungen und eine Warnung bedruckt.
Um das Schmerzmittel "Dolocontral" verkauft zu bekommen, bedurfte es einem Suchtmittelrezept. Es war deswegen nur schwer erhältlich und vor allem in medizinischen Kreisen verbreitet. Bildrechte: Brandenburgisches Apothekenmuseum Cottbus
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Eine Sammlung alter DDR-Medikamente: Dolocontral, Radepur, Eucopan, Faustan, Radepur, Sedafamem, Radedorm, Centedrin, und Aponeuron.
DDR-Medikamente wie "Faustan", "Aponeuron" und "Eucopon" wurden nicht nur konsumiert, um medizinische Leiden zu lindern. Die Tranquilizer, Stimulanzien und Opioide wurden genutzt, um die Stimmung zu heben, aufrechtzuerhalten oder sich runterzubringen. Bildrechte: Brandenburgisches Apothekenmuseum Cottbus