01.10.1959 - Übergang von der 5- zur 7-Jahresplanung

Die Volkskammer verabschiedet die gesetzlichen Bestimmungen zu einem neuen Plan, der die wirtschaftlichen Ziele für sieben Jahre (1959–1965), statt bisher für fünf Jahre festlegt. Ziel ist es, innerhalb weniger Jahre die Bundesrepublik beim Verbrauch wichtiger Lebensmittel zu überbieten und damit die Überlegenheit der sozialistischen Ordnung zu demonstrieren. "Überholen ohne einzuholen", lautet das Motto. Die Planvorgaben werden – wie auch vorher bereits - von der "Staatlichen Plankommission" erarbeitet. Sie stellt den Plan auf, in dem die Zuwendungen von Arbeitskräften und Fonds und die Vorgaben für die zu erbringenden Leistungen festgeschrieben sind. Im neuen 7-Jahresplan, der dem sowjetischen Modell folgt, sind vor allem Projekte wie der Berliner Flughafen Schönefeld und der Ausbau des Überseehafens Rostock aufgenommen, die nur längerfristig umsetzbar sind. Volkswirtschaftlicher Wachstumsmotor soll die chemische Industrie sein.