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Jugend und Bildung | Thema "DDR-Kinderfernsehen"Lehrerinformation zum Thema

Stand: 13. Dezember 2019, 10:48 Uhr

Neben den neuen Medien beeinflusst das Fernsehen die Einstellungen von Kindern und Jugendlichen sehr stark. Daher sollte es im Sinne einer kritischen Medienerziehung Gegenstand des Unterrichts sein.

Im Unterricht auf das Fernsehen der DDR einzugehen, ist motivierend und informativ. Während das "Erwachsenenfernsehen" der DDR heutigen Schülerinnen und Schülern die politische und soziale Konstruktion von Wirklichkeit deutlich macht, welche der SED-Staat seinen Bürgern nahe bringen wollte, zeigt das Kinderfernsehen auf, mit welchen Figuren und "Botschaften" Kinder in der DDR aufwuchsen.

Die Videos werfen Fragen nach der Gestaltung, der Intention sowie der Wirkung auf die jungen Zuschauer und ihre Entwicklung auf. Schülerinnen und Schüler können die Produktionen des DDR–Kinderfernsehens mit den Sendungen vergleichen, die sie selbst gesehen haben, manche Gemeinsamkeiten, aber auch viele Unterschiede erkennen, und so auch ihre eigene Fernsehsozialisation reflektieren.

Einblick in die DDR-Fernsehwelt

Außerdem erfahren sie, welche "Bilder" und Figuren (z. B. Pittiplatsch, Schnatterinchen, Herr Fuchs und Frau Elster und andere) in der DDR aufgewachsene Bürger in Erinnerung haben – ein Beitrag zur Förderung von Verständnis und Kommunikationsfähigkeit im vereinten Deutschland. Dass die Figuren den Erwachsenen in Erinnerung bleiben, davon zeugen Blogs und Foren im Internet, in welchen man sich über seine Fernseherfahrungen und Erinnerungen austauscht.

Die Beschäftigung mit der Frage, inwieweit das Kinder- und Jugend-Fernsehen im Sinne der Ideologie des SED-Regimes erzog bzw. inwieweit es Freiräume für Denken, Fühlen und Fantasie schuf, kann zu einer differenzierten Beurteilung der Alltagsrealität von Jugendlichen in der DDR beitragen. Die Videos sind motivierende Materialien zur Auseinandersetzung mit dieser Frage.