#blickzurück: Kalenderblatt der Geschichte Das geschah am 24. November

1989: "Grüne Partei" der DDR konstituiert sich

Am 24. November 1989 konstituierte sich die "Grüne Partei" der DDR. Formell ins Leben gerufen wurde sie aber erst auf ihrem Gründungsparteitag am 9. Februar 1990. Hervorgegangen waren die Grünen im Osten aus den diversen Umweltgruppen, die bereits seit Mitte der 1980er-Jahre unter dem Dach der Kirche in der DDR existiert hatten.

Das Signet der am 24. November 1989 in Berlin (DDR) gegründeten Grünen Partei.
Das Signet der am 24. November 1989 in Ost-Berlin gegründeten Grünen Partei. Am 3. Dezember 1990 fusionierten sie mit den bundesdeutschen Grünen zu "Bündnis 90 - Die Grünen". Bildrechte: dpa

Bei der ersten freien Volkskammerwahl am 18. März 1990 bekam die Grüne Partei lediglich zwei Prozent der Stimmen. Weil es damals keine Sperrklausel gab, zogen die Grünen jedoch mit immerhin acht Abgeordneten in die Volkskammer ein. Unter ihnen Vera Wollenberger (später Lengsfeld) und Matthias Platzeck, später SPD-Ministerpräsident von Brandenburg. Am 3. Dezember 1990 vereinigte sich die Grüne Partei mit den bundesdeutschen Grünen.

1972: DDR wird in die UNESCO aufgenommen

Schon 1955 hatte die DDR eine nationale "Kommission für UNESCO-Arbeit" gegründet. Der Antrag auf Unesco-Mitgliedschaft wurde aber zunächst abgelehnt und die DDR-Kommission bei der Unesco in der Folge nicht zugelassen.

Erst der Grundlagenvertrag der beiden deutschen Staaten 1972 schuf die Voraussetzung dafür, dass die DDR am 24. November 1972 mit der Stimme der Bundesrepublik in die Unesco aufgenommen wurde. Allerdings zählte sie dort zu den wenig aktiven Mitgliedstaaten, denn die DDR-Führung war weniger an Welterbeschutz als an Selbstdarstellung interessiert.

1916: Gründung der MITROPA

Mitropa-Schriftzug an einer Wand
Mitropa-Logo Bildrechte: dpa

Die Mitropa wird 1916 unter dem Namen "Mitteleuropäische Schlaf- und Speisewagen Aktiengesellschaft" (MSG) als Konkurrenz zu einer französisch-belgischen Servicefirma gegründet.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs ist die Mitropa wie das Land zweigeteilt: In der Bundesrepublik geht aus ihr die Deutsche Schlafwagen- und Speisewagengesellschaft hervor, in der DDR bleiben Name, Logo und die Geschäftsform als Aktiengesellschaft erhalten. Hier entwickelt sich die Bewirtungsgesellschaft zu einem Großunternehmen mit tausenden Beschäftigten.

Mitropa-Logo 1 min
Bildrechte: Deutsches Rundfunkarchiv

Mo 22.11.2021 11:39Uhr 01:14 min

https://www.mdr.de/geschichte/mitteldeutschland/jahrestage/video-574594.html

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Video

1949 eröffnet die Mitropa in Halle/Saale das erste Bahnhofsrestaurant, seit Mitte der 1950er-Jahre versorgt sie die Ausflugsschiffe in Berlin und Dresden sowie die Fähren der Ostsee. 1961 kommen die Autobahnraststätten hinzu. Die Leipziger Mitropa bedient nebenher auch andere Geschäftsfelder: Dauerwelle und kosmetische Beratung. Doch das Hauptgeschäft der Mitropa bleiben Speisen und Getränke. Täglich werden bis zu 30.000 Mahlzeiten serviert.