#blickzurück: Kalenderblatt der Geschichte Das geschah am 13. Oktober

1930: Jungfernflug der Tante Ju

In Berlin startete am 13. Oktober 1930 die von Hugo Junkers entworfene Transportmaschine Ju 52 zu ihrem Jungfernflug. Die von Diplomingenieur Ernst Zindel mitentwickelte Maschine wurde über 5.000 Mal hergestellt. Das Flugzeug mit dem Spitznamen "Tante Ju" war ein Alleskönner. Seit dem Jungfernflug im Jahr 1930 war es in der ganzen Welt unterwegs, transportierte Passagiere der Lufthansa und flog im Zweiten Weltkrieg als Bomber. 

Auch bei der Erkundung von Fernverkehrsstrecken spielte sie eine Rolle. Schon 1934 wurde ein Fernflug von Berlin nach Shanghai durchgeführt, 1936 und 1937 fanden mehrfach Flüge nach China über Afghanistan statt. Dabei wurde das Pamir-Gebirge in Höhen von 4.000 bis 5.000 Meter überflogen. Bis 1945 diente die Ju 52 als Standardmodell der Lufthansa. Heute sind noch fünf Maschinen flugfähig.

1949: Gründung des Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB)

Im März 1945, schon kurze Zeit nach dem Ende des Zweiten Keltkrieges, gründete sich in der sowjetischen Besatzungszone der Freie Deutsche Gewerkschaftsbund (FDGB). In den Westzonen dauerte der Prozess der Gründung von Arbeitnehmervertretungen. Am Ende setzt sich das Prinzip der Einheitsgewerkschaft durch. Am 13. Oktober 1949 wird in München von 16 Gewerkschaftsvertretern verschiedener Branchen der demokratische neue Dachverband gegründet: der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB).

FDGB-Mitgliedsbuch des Freien Deutschen Gewerkschaftbundes der Sowjetischen Besatzungszone aus dem Jahre 1949
FDGB-Mitgliedsbuch des Freien Deutschen Gewerkschaftbundes der Sowjetischen Besatzungszone aus dem Jahre 1949. Bildrechte: imago/imagebroker

Der demokratisch aufgebaute Dachverband wurde zum politischen Sprachrohr der freien Gewerkschaften in Westdeutschland und als Interessenvertretung der Arbeitnehmer als Stimme für Arbeit und soziale Gerechtigkeit kämpfen. Bis heute setzt sich der DGB für die Wahrung und Umsetzung von Arbeitnehmerrechten ein.

1961: Idee für DDR-Ampelmännchen eingereicht

In der Zeit des Wirtschaftswunders in den 20er und 30er Jahren wurde das Auto zum Statussymbol. In der Folge boomt der Verkehr, die Zahl der Fahrzeuge stieg rasant und Unfälle, sowie Verkehrsverstöße nahmen deutlich zu. Es musste ein Ordnungssystem auf den Straßen her: die Ampel. 1933 wurde die erste Fußgängerampel in Kopenhagen in Betrieb genommen, 1937 in Berlin. Durch die Lichtsignale "rot" und "grün" wurde der Verkehr zwischen Fußgängern und Autos geregelt.

Dem Verkehrspsycholgen Karl Peglau war das zu "unemotional" und so entwickelte er die Ampelmännchen. Am 13. Oktober 1961 stellte er sein Männchen mit Knollennase, Hut und Bauchansatz in Berlin vor. Peglau ging es um die psychologische Wirkung des Männchens. Zum einen sollte es sympathisch rüberkommen. Zum anderen ließ Peglaus korpulenterer Entwurf der Figuren mehr Licht durchscheinen: Mehr Fläche, mehr Licht - mehr Aufmerksamkeit.

Der Erfinder des Ampelmännchens, Karl Peglau, hält in Berlin ein rotes und ein grünes Ampelmännchen in seinen Händen.
Der Erfinder des Ampelmännchens: Karl Peglau. Bildrechte: dpa

Heute ist das "Ost-Ampelmännchen" bereits regelrecht zum Kultobjekt avanciert und ziert T-Shirts, Tassen und vieles mehr.