#blickzurück: Kalenderblatt der Geschichte Das geschah am 24. Oktober

1945: Organisation UNO gründet sich

Am 24. Oktober 1945 gründete sich durch Inkrafttreten der UN-Charta die Organisation der Vereinten Nationen (UNO). Mit insgesamt 50 Gründungsstaaten nahm sie 1945 ihre Arbeit auf. Seitdem versucht die UNO, die Beziehungen zwischen den Ländern sowie die internationale Zusammenarbeit zu verbessern und die Menschenrechte zu fördern. Die Idee zu einer Weltorganisation kam während des Zweiten Weltkrieges auf. Am 18. September 1973 wurden nach jahrelangen Verhandlungen auch die DDR und die Bundesrepublik in die UNO aufgenommen. Heute hat die UNO 193 Mitgliedsstaaten.


1971: DDR-Bürger kapern Zollboot für Flucht

Einem Zöllner und einem Werftmitarbeiter gelang am 24. Oktober 1971 eine spektakuläre Flucht aus der DDR. Gemeinsam mit ihren Familien kaperten sie ein Zollboot und flüchteten über die Ostsee nach Dänemark. Später ging es für sie in die Bundesrepublik. Die Stasi schrieb der Fahnenflucht von Zöllnern besondere sicherheitspolitische Bedeutung zu. Es wurde befürchtet, dass die "Republikflüchtlinge" geheime Informationen über das DDR-Sicherheitssystem weitergeben würden.

Das Verbrechen wurde durch die beteiligten Personen gründlich vorbereitet. Die Vermögenswerte der Familien wurden fast vollständig vorher verkauft. Der Erlös und ein wesentlicher Teil persönlicher Dinge, wie Bekleidung und dergleichen wurde mitgenommen.

MfS-Bericht über die Flucht am 24. Oktober 1971

1990: Embryonenschutzgesetz verabschiedet

Am 24. Oktober 1990 wurde das Embryonenschutzgesetz verabschiedet. Es regelt die künstliche Befruchtung und den Umgang mit menschlichen Embryonen. Der Gesetzgeber wollte damit auf damals noch recht neue Fortpflanzungsmethoden reagieren und verhindern, dass entwicklungsfähige Embryonen zu Forschungszwecken erzeugt werden. Außerdem wurden einige dieser Methoden, beispielsweise die Eizellspende, verboten und unter Strafe gestellt. Inzwischen ist künstliche Befruchtung medizinische Routine geworden. Einige Ärzte kritisieren daher, dass das 30 Jahre alte Gesetz nicht mehr zeitgemäßg ist und es einer Reform bedarf.


2003: Deutschland verstärkt Einsatz in Afghanistan

Die Anschläge der islamistischen Terrorgruppe "Al-Qaida" in den USA am 11. September 2001 lösten den US-geführten Militäreinsatz in Afghanistan aus. Das Ziel: das islamistische Taliban-Regime stürzen und die politische Lage im Land stabilisieren. Im gleichen Jahr stimmte auch die Bundesregierung unter Kanzler Gerhard Schröder für eine Beteiligung der Bundeswehr zu. Zwei Jahre später, am 24. Oktober 2003, wurde eine Verstärkung des deutschen Truppenkontingents beschlossen.

2015 wurde die Sicherheitsmission der NATO beendet. Stattdessen wurde ein Einsatz gestartet, der afghanische Sicherheitskräfte ausbilden sollte, damit sie selbst Widerstand gegen die Taliban leisten können. Mit dem Ende dieser Mission zogen Bundeswehr und andere NATO-Kräfte im Juli 2021 aus Afghanistan ab.
Nur vier Wochen brauchten die Taliban anschließend, um die Kontrolle über das Land zurückzugewinnen. Am 15. August hatte die Terrorgruppe auch die Hauptstadt Kabul und den Präsidentenpalast eingenommen. Im Zuge dessen kam es zu Evakuierungsflügen der Bundeswehr. Mehr als 5.347 Menschen aus mindestens 45 Nationen wurden ausgeflogen.