Historische Jahrestage, Jubiläen, Ereignisse #blickzurück: 24. Mai


Verheerender Tornado wütet in Sachsen

1979 fegte einer der schwersten Tornados über Sachsen hinweg. Er zerstörte Häuser, entwurzelte Bäume, wirbelte Mähdrescher und Stahlträger durch die Luft. Wie durch ein Wunder gab es an diesem Himmelfahrtstag 1979 keine Toten, sondern "nur" Verletzte.

Anders war es Jahre zuvor, als am 13. November 1972 ein ähnlich heftiger Sturm in der DDR wütete. Orkan Quimburga hinterließ eine Schneise der Verwüstung in Ostdeutschland und tötete 16 Menschen.

bedrohlich schwarze Wolken und Sturmböen am Flugplatz Rhinow, Brandenburg, Deutschland
Unwetter Bildrechte: IMAGO

Todesstrafe in der Bundesrepublik wird abgeschafft

Mit Inkrafttreten des Grundgesetzes 1949 wurde in Westdeutschland die Todesstrafe abgeschafft. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges sind bis zu diesem Zeitpunkt mehr als 30 Todesurteile von deutschen Gerichten in den drei Westzonen verhängt worden.

Die letzte Hinrichtung in der DDR war die des Stasi-Hauptmannes Werner Teske am 26. Juni 1981. Erst 1987, kurz bevor der damalige DDR-Staatschef Erich Honecker die Bundesrepublik besuchte, verkündete der Staatsrat das Ende der Todesstrafe. Hingerichtet wurde in der DDR zunächst per Fallbeil, später mit einem Schuss in den Hinterkopf. Ein großer Teil der Urteile entfiel dabei auf die Schnellprozesse in den 1950er-Jahren gegen NS-Täter sowie gegen SED-Gegner.

Ein Kreuz hängt in dem Raum der früheren zentralen Hinrichtungsstätte der DDR in Leipzig, der bis 1981 zur Vollstreckung der Todesurteile genutzt wurde.
Die frühere zentrale Hinrichtungsstätte der DDR in Leipzig Bildrechte: dpa

Festnahme im Fall Yangjie Li

2016 wurde im Fall einer in Dessau vermissten chinesischen Architektur-Studentin ein junges Paar (beide 20) festgenommen, das unmittelbar neben dem Fundort der Leiche zusammen mit zwei kleinen Kindern wohnte. Das Urteil: Sebastian F. bekommt lebenslang wegen Mord und Vergewaltigung. Xenia I. wird zu fünfeinhalb Jahren Haft wegen sexueller Nötigung verurteilt.

Der Angeklagte im Prozess wegen Mordes an einer chinesischen Studentin, Sebastian F. sitzt am 23.01.2017 in Dessau-Roßlau (Sachsen-Anhalt) im Gerichtssaal des Landgerichts neben seinem Verteidiger Marco Bennewitz.
Bildrechte: dpa

Grand Prix d'Eurovision feiert Premiere

1956 wurde zum ersten Mal der "Grand Prix d' Eurovision de la Chanson" im schweizerischen Lugano veranstaltet. Den ersten Platz belegte die Schweizerin Lys Assia mit dem Titel "Refrain". Seit 2001 wird der Wettbewerb in Deutschland Eurovision Song Contest (ESC) genannt. Mittlerweile ist die Musikveranstaltung ein TV-Großereignis der europäischen Rundfunksender mit bis zu 180 Millionen Zuschauern in ganz Europa.

Die Gegenveranstaltung der sozialistischen Staaten fand vier Jahre lang, von 1977 bis 1980, im polnischen Badeort Sopot statt. Die Liederschau trug den Namen Intervision-Liederwettbewerb.

Lys Assia, 1962
Sängerin und Grand Prix-Gewinnerin Lys Assia, 1962 Bildrechte: IMAGO