#blickzurück: Kalenderblatt der Geschichte Das geschah am 12. April

1961: Erster Mensch im Weltraum

Am 12. April 1961 fliegt der sowjetische Kosmonaut Juri Gagarin als erster Mensch in den Weltraum. Seine Chancen, dass er diese Mission überlebt, lagen nur bei etwa 50 Prozent. Im Raumschiff "Wostok 1" umkreist er einmal die Erde und beschreibt sie als "Der blaue Planet". Der erste bemannte Flug in den Orbit dauert 108 Minuten. Nach seiner erfolgreichen Landung wird Juri Gagarin als internationaler Star gefeiert. Für die Sowjets ist die geglückte Mission ein weiterer Sieg im Kalten Krieg, der längst auch im Weltraum ausgetragen wird.

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Ein Zusammenschnitt aus dem DDR-Fernsehen von 1985 zeigt den Start des ersten bemannten Weltraumfluges mit Juri Gagarin.

Do 25.03.2021 17:40Uhr 02:38 min

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1961: DDR-Volkskammer verabschiedet "Gesetzbuch der Arbeit"

Am 12. April 1961 verabschiedet die DDR-Volkskammer das "Gesetzbuch der Arbeit". Alle Werktätigen erhalten nach sowjetischem Vorbild damit das Recht auf einen Arbeitsplatz. Doch das für die Arbeiter wichtige Streikrecht und die Regelung zur wöchentlichen Arbeitszeit werden nicht im Gesetzbuch verankert.

Arbeiterinnen in der -Sternradio- Fabrik in Berlin.
Vollbeschäftigung in der DDR Bildrechte: imago/Marco Bertram

1981: Erste Raumfähre der Welt startet

Am 12. April 1981 startet die amerikanische Raumfähre "Columbia" ihren Jungfernflug. Mit der Mission STS-1 (Space Transportation System, deutsch: Weltraumtransportsystem) fliegt erstmals ein wiederverwendbares Space Shuttle ins All. Die Raumfähre der NASA sollte bereits am 10. April 1981 ins All starten, doch aufgrund eines Fehlers im Bordcomputer verzögert sich der Flug um zwei Tage. Am 12. April starten die beiden Astronauten John Watts Young und Robert Crippen mit der "Columbia" ins All. Der Flug dauert zwei Tage, am 14. April landen die beiden auf der amerikanischen Luftwaffenbasis "Edwards Air Force Base" in Kalifornien. Im Juli 2011 stellen die USA ihr staatliches Space Shuttle Programm nach 135 Missionen ein.

1981: Bürgerrechtler stirbt in Stasi-Haft

Am 12. April 1981 stirbt der 24-jährige Matthias Domaschk unter ungeklärten Umständen in Stasi-Haft in Gera. Er gehörte zum oppositionellen Kreis der evangelischen "Jungen Gemeinde" in Jena. Laut Stasi begeht er Suizid. Seine Freunde und Familie, die Matthias Domaschk als lebenslustigen Menschen beschreiben, zweifelten die offizielle Todesursache an. Trotz umfangreicher Aufarbeitung in den 1990er-Jahren können die Umstände des Todes nie genau geklärt werden.

Stele für den vor 30 Jahren in Stasi-Haft gestorbenen Matthias Domaschk an seinem Ehrengrab auf dem Nordfriedhof in Jena (Thüringen) am 09.04.2011.
Stele für den in Stasi-Haft gestorbenen Matthias Domaschk an seinem Ehrengrab auf dem Nordfriedhof in Jena in Thüringen. Bildrechte: imago/epd

1990: Lothar de Maizière wird Ministerpräsident der DDR

Am 12. April 1990 wird Lothar de Maizière durch die Abgeordneten der Volkskammer zum Ministerpräsidenten der DDR gewählt. Die Parteien haben sich zuvor auf eine Große Koalition zwischen CDU, DSU, DA, SPD und den Liberalen geeinigt. Die Pressesprecherin des DA, Angela Merkel, übernimmt das Amt der stellvertretenden Regierungssprecherin. De Maizière schafft es, einen friedlichen Weg zur deutschen Einheit zu ebnen. Im Dezember 1990, kurz nach der ersten gesamtdeutschen Bundestagswahl, tritt er von seinem Amt als Bundesminister zurück, nachdem Stasi-Vorwürfe gegen ihn erhoben werden.

Lothar de Maizière, 12.04.1990 2 min
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So 10.04.2022 19:14Uhr 01:52 min

https://www.mdr.de/geschichte/ddr/politik-gesellschaft/video-613016.html

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1996: Neue Messe Leipzig öffnet

Am 12. April 1996 wird die neue Messe Leipzig eröffnet. Der Neubau gehört zu den modernsten Ausstellungsflächen der Welt. Jährlich kommen rund 1,2 Millionen Besucher zu den Frühlings- und Herbstmessen nach Leipzig. Die Geschichte der Leipziger Messe geht mehr als 850 Jahre zurück. Schon im 12. Jahrhundert gab es messeähnliche Veranstaltungen in Leipzig.

Blick über den Messesee mit Durchgang auf das Congress Center Leipzig und die Glashalle
Neues Messegelände in Leipig Bildrechte: Leipziger Messe/Grubitzsch

2021: Eine Million Corona-Tote in Europa

Am 12. April 2021 meldet die Nachrichtenagentur AFP nach eigenen Berechnungen eine Zahl von 1.000.288 Corona-Toten, die bis dahin mit/an einer Corona-Infektion in Europa gestorben sind. In Lateinamerika sind es zu diesem Zeitpunkt 833.000 Tote, in Nordamerika 585.000 Tote und in Asien starben 286.000 Menschen.

Bis zum April 2022 sind weltweit 495 Millionen Corona-Infektionen bestätigt. Die Zahl der Todesopfer beläuft sich weltweit auf mehr als 6,1 Millionen Menschen. In Deutschland sind laut dem Robert-Koch-Institut bis zum April 2022 rund 131.000 Menschen an/mit einer Corona-Infektion gestorben.