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#blickzurück: Kalenderblatt der GeschichteDas geschah am 18. März

Stand: 18. März 2022, 05:00 Uhr

2016: FDP-Politiker Guido Westerwelle stirbt

Am 18. März 2016 stirbt der Politiker Guido Westerwelle an den Folgen seiner Krebserkrankung. Er war der Mitgründer der Jungen Liberalen und später FDP-Parteivorsitzender, Außenminister und Vizekanzler der schwarz-gelben Regierung. 2011 gab Westerwelle dem innerparteilichen Druck nach und trat infolge schlechter Wahlergebnisse zurück. Er übergab das Amt des Vizekanzlers und des Parteivorsitzenden an seinen Nachfolger Philipp Rösler.

2014: Annexion der Krim durch Russland

Am 18. März 2014 unterzeichnet der russische Staatschef Wladimir Putin einen Vertrag über die Eingliederung der Krim in die Russische Föderation. Dem voraus ging ein Referendum unter der mehrheitlich russisch sprechenden Bevölkerung der Krim, bei dem angeblich mehr als 95 Prozent für einen Anschluss an Russland gestimmt haben sollen. Die umstrittene Abstimmung und die völkerrechtswidrige Annexion werden bis heute nicht international anerkannt. Die USA und die EU reagieren darauf mit Sanktionen gegen Russland.

Ein prorussischer Soldat, der bei der Annektion der Krim beteiligt war. Bildrechte: dpa

1990: Erste freie Wahlen in der DDR

Am 18. März 1990 gibt es die erste und einzige freie Wahl in der DDR mit einer Wahlbeteiligung von 93,4 Prozent. Es handelt sich dabei um die höchste Wahlbeteiligung, die bei demokratischen Parlamentswahlen in Deutschland bisher gemessen wurde. Die stärkste Kraft wird die "Allianz für Deutschland" mit 48,1 Prozent. Die Volkskammerwahl ist der Endpunkt der Friedlichen Revolution und zugleich ein Meilenstein auf dem Weg zur deutschen Einheit.

1986: Concorde landet in Leipzig

Am 18. März 1986 landet erstmals eine Concorde in der DDR. Das Überschallflugzeug der Air France setzt auf dem Flughafen Schkeuditz in Leipzig auf. An Board befinden sich Geschäftsleute, die zur Leipziger Messe reisen. Die sensationelle Landung verfolgen am Zaun rund 40.000 DDR-Bürger.

Seit 1976 fliegt die Concorde Linienflüge mit mehr als 2.405 Stundenkilometern Geschwindigkeit. Die Konstruktion ist eine technische Meisterleistung. Doch wegen des enormen Kerosinverbrauchs und der begrenzten Reichweite ist die Concorde nicht rentabel. 2003 ist der letzte kommerzielle Flug des "schönsten Vogels der Welt".

1965: Erster Weltraumspaziergang

Am 18. März 1965 schreibt der sowjetische Kosmonaut Alexej Leonow Geschichte. Als erster Mensch verlässt er das Raumschiff und spaziert zwölf Minuten lang durch den Weltraum. Als der sowjetische Kosmonaut zurück ins Raumschiff will, gibt es Probleme. Sein Anzug blähte sich auf und ist zu breit für die schmale Luke. Leonow lässt Sauerstoff aus seinem Anzug, dieser spontane Einfall rettet ihm das Leben.

Da sich der Kalte Krieg auch im Weltall abspielt, ziehen die USA im Juni 1965 nach. Die NASA lässt am 3. Juni 1965 den Amerikaner Edward White durch den Orbit spazieren.

Alexej Leonow ist der erste Mensch, der frei im Weltraum herumschwebt. Bildrechte: imago images/SNA

1929: Schriftstellerin Christa Wolf geboren

Am 18. März 1929 wird die Schriftstellerin Christa Wolf geboren. Ihren ersten großen Erfolg feiert sie mit dem Roman "Der geteilte Himmel". In ihren Werken spiegelt Christa Wolf, die bis zur Wende SED-Mitglied ist, kritisch die Entwicklung der DDR wieder. Weitere Werke wie "Kassandra", "Kindheitsmuster" oder "Störfall" machen sie auch außerhalb der DDR zur geachteten Autorin. 1980 wird ihr mit dem Georg-Büchner-Preis der bedeutendste Literaturpreis der Bundesrepublik verliehen. 2011 stirbt Christa Wolf im Alter von 82 Jahren.