#blickzurück: Kalenderblatt der Geschichte Das geschah am 26. August ...

1971: Bundesregierung verabschiedet BAföG

1971 verabschiedete die Bundesregierung unter Willy Brandt das "Bundesausbildungsförderungsgesetz" (BAföG). Es löste das "Erste Gesetz über individuelle Förderung der Ausbildung" von 1970 ab, eine Unterstützung für Schülerinnen und Schüler. Außerdem ersetzte es das seit 1957 gültige "Honnefer Modell", das Studierende mit besonders guten Leistungen förderte. Das BAföG wurde als staatlicher Zuschuss für individuell bedürftige Studierende, Schülerinnen und Schüler eingeführt und sollte mehr Bildungsgerechtigkeit schaffen. Es garantierte einen Rechtsanspruch auf Sozialleistungen. Die Förderung war damit einklagbar und musste bis 1974 nicht zurückgezahlt werden. Danach wurde die Leistung zum Teil als Darlehen bereitgestellt. Das BAföG trat am 1. September 1971 in Kraft und wurde 1990 auch in den neuen Bundesländern eingeführt.

Ein Schriftstück mit der Aufschrift "BAföG".
Seit 1971 haben bedürftige Studierende, Schülerinnen und Schüler ein Anrecht auf Sozialleistungen. Bildrechte: dpa

1978: Siegmund Jähn als erster Deutsche im All

1978 flog Siegmund Jähn ins All. Der Mann aus Morgenröthe-Rautenkranz im Vogtland war damit der erste Deutsche im Weltall überhaupt. Jähn war zuvor zwei Jahre in der Sowjetunion auf die Mission vorbereitet worden. Gemeinsam mit dem sowjetischen Oberst Valery Bykovsky führte der NVA-Offizier wissenschaftliche Experimente im Orbit durch. Nach acht Tagen und 125 Erdumkreisungen kehrte die Sojus-31-Besatzung auf die Erde zurück. Nach seinem Flug ins All wurde Siegmund Jähn zum Medienstar und DDR-Volkshelden. Als erster Mensch überhaupt flog der Kosmonaut Juri Garagin am 12. April 1961 ins All.

1992: Teilung der ČSSR beschlossen

1992 einigten sich die Ministerpräsidenten der Teilrepubliken Tschechien, Václav Klaus, und der Slowakei, Vladimir Meciar, auf die friedliche Auflösung der ČSSR zum 1. Januar 1993. Die Zukunftsvisionen der beiden Völker waren ihrer Meinung nach unvereinbar. Außerdem waren beide nicht dazu bereit, die Macht in ihrem Land zu teilen. Obwohl Bilder feiernder Menschen in Prag und Bratislava um die Welt gingen, waren zwei Drittel der Tschechen und Slowaken gegen die Teilung der Föderation.

Menschen in Bratislava feiern 1992
Nachdem 1992 die Trennung der ČSSR bekannt gegeben wird, gehen Bilder jubelnder Menschen um die Welt. Der Großteil der Tschechien und Slowaken ist jedoch gegen eine Teilung. Bildrechte: IMAGO