#blickzurück: Kalenderblatt der Geschichte Das geschah am 15. Juli ...

1937: Baubeginn des KZ Buchenwald

Unter SS-Aufsicht beginnen 1937 die ersten Häftlinge das Konzentrationslager Buchenwald aufzubauen. Auf dem Ettersberg bei Weimar werden u.a. Juden, Regimegegner oder Homosexuelle interniert und ermordet. 8.000 sowjetische Kriegsgefangene erschießt die SS in einer eigens dafür erdachten Genickschussanlage. Von 1937 bis 1945 sterben in dem Lager insgesamt mehr als 56.000 Menschen.

Die ersten Häftlinge kamen am 15. Juli 1937 ins Lager. Die SS hatte beschlossen, viele kleinere KZ zu schließen und stattdessen nur einige Großlager wie Buchenwald zu bauen.
Die ersten Häftlinge kamen am 15. Juli 1937 ins Lager. Die SS hatte beschlossen, viele kleinere KZ zu schließen und stattdessen nur einige Großlager wie Buchenwald zu bauen. Bildrechte: Gedenkstätte Buchenwald

1975: Showdown auf der Ostsee

Einer vierköpfigen DDR-Familie gelingt 1975 die Flucht über die Ostsee mit einem Segelboot. Doch als sie vom Bundesgrenzschutz in Schlepp genommen werden, kommt es zum Showdown mit der DDR-Marine. Die Flüchtigen werden eingekreist. Erst als schwer bewaffnete Verstärkung eintrifft, drehen die DDR-Boote ab.

Doch viele Fragen zur Flucht sind weiterhin offen: Warum schafft es die Familie am helllichten Tag an der streng gesicherten Grenze überhaupt so weit und warum steht ein Boot des Bundesgrenzschutzes punktgenau bereit? Der Vater der Familie, früher Inoffizieller Mitarbeiter der Staatsicherheit, will sich heute nicht dazu äußern.

Mit dieser Segeljacht gelang einer vierköpfigen Familie am 15.07.1975 über die Ostsee die Flucht aus der DDR. Die Jacht wurde von einem Boot des Bundesgrenzschutzes vor Gedser (Dänemark) in Schlepp genommen und nach Neustadt gebracht.
Mit dieser Segeljacht gelingt einer vierköpfigen Familie am 15.07.1975 über die Ostsee die Flucht aus der DDR. Die Jacht wird von einem Boot des Bundesgrenzschutzes vor Gedser (Dänemark) in Schlepp genommen und nach Neustadt gebracht. Bildrechte: dpa

1990: Protest der DDR-Bauern

Landwirtschaftsverbände in beiden Teilen Deutschlands fordern im Sommer 1990 von den Regierungen in Bonn und Ost-Berlin ein "Notstandsprogramm für die DDR-Landwirtschaft". Als im Zuge der Wirtschafts- und Währungsunion die ersten Westwaren in die Kaufhallen rollen, brechen die LPG-Absätze ein. Gleichzeitig sind die Lebensmittel für den Kunden so teuer, dass weniger gekauft wird. Außerdem fallen die massiven Subventionen durch den Staat weg. Die DDR-Landwirtschaft seht vor dem Kollaps.

Durch den Export von Lebensmitteln nach Russland kann das Chaos schließlich gebremst, aber der Konkurs der DDR-Landwirtschaft nicht aufhalten werden.

Demonstration von Bauern in Suhl
Demonstration von Bauern in Suhl, 1990 Bildrechte: imago/fossiphoto