#blickzurück: Kalenderblatt der Geschichte Das geschah am 16. Juli ...

2001: Beate Uhse gestorben

Beate Uhse stirbt 2001 im Alter von 82 Jahren. Die Pionierin der Erotikbranche gründet 1949 ihren gleichnamigen Konzern. Wegen ihrer "unzüchtigen" Erotikwaren und Bücher liegt sie fortan mit der Justiz im Clinch. 1962 sorgt sie mit dem ersten Sexshop der Welt in Flensburg bundesweit für Aufsehen.

In der Folge baut sie ihr inzwischen börsennotiertes Unternehmen zum größten Versandhaus von Sexartikeln in Europa mit einem Umsatz von über 300 Millionen Mark aus. Mit der Digitalisierung im Netz geht der Umsatz seit 2000 zurück. Nach zwei Insolvenzen des Erotikkonzerns übernimmt 2019 ein niederländisches Unternehmen dessen Online-Geschäfte.

Beate Uhse
Beate Uhse, die Gründerin und Chefin des Flensburger Versandunternehmens für Sex- und Hygieneartikel im März 1969 vor ihrem Versandhaus in Flensburg. Bildrechte: dpa

1990: Das "Wunder vom Kaukasus"

Kanzler Kohl und der sowjetische Präsident Gorbatschow ebneten 1990 im Kaukasus den Weg zur Deutschen Einheit. Das Ereignis schreibt als "Wunder vom Kaukasus" Geschichte. Die Sowjetunion stimmt der NATO-Mitgliedschaft des wiedervereinigten Deutschlands zu. Im Gegenzug bekommt sie u.a. Milliardenkredite für die schwächelnde Wirtschaft und die Zusicherung Kohls, die Truppenstärke der Bundeswehr auf 370.000 Mann zu begrenzen.

1945: Erste Atombombe gezündet

Die erste Atombombe wird 1945 gezündet. Wenige Wochen nach diesem streng geheimen Test im US-Bundesstaat New Mexico zerstören Atombomben die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki und entscheiden damit den Zweiten Weltkrieg. Hunderttausende Menschen sterben sofort nach der Explosion oder kommen später an den Folgen der Strahlung ums Leben.

Ein Atompilz steigt nach der Explosion einer Atombombe über dem Testgelände in der Wüste von Nevada auf
Ein Atompilz steigt nach der Explosion einer Atombombe über dem Testgelände in der Wüste von Nevada auf. Bildrechte: dpa

1909: Geburtsstunde von Audi in Zwickau

August Horch gründet 1909 nach Streitigkeiten mit Aktionären und Aufsichtsrat eine neue Automobilfabrik in Zwickau. Es ist die Geburtsstunde von Audi. Da Horch nämlich seinen eigenen Namen nicht wieder als Firmenbezeichnung verwenden darf, nennt er sie am 25. April 1910 in "Audi" um, die lateinische Übersetzung für "Horch!", "Höre zu!".

Ein Audi-Motor, der bei einem Alpenrennen zum Einsatz kam
Audi Typ C (1913) Bildrechte: MDR/Monika Tauber