#blickzurück: Kalenderblatt der Geschichte Das geschah am 1. August ...

2001: Gleichheit auf dem Standesamt

2001 gelang es dem "Lesben- und Schwulenverband in Deutschland", mit dem Lebenspartnerschaftsgesetz eine "Ehe light" für gleichgeschlechtliche Paare durchzusetzen. Allerdings gab es anfangs noch viele Unterschiede zu Hetero-Paaren, die erst nach und nach, oft in langwierigen Gerichtsprozessen bis hin zum Bundeverfassungsgericht, abgebaut wurden. Erst seit dem 1. Oktober 2017 dürfen Lesben und Schwule in Deutschland eine vollwertige Ehe mit ihren Partner(inne)n schließen.

1961: Chruschtschow und Ulbricht sprechen über Grenzsicherung

Nikita Chruschtschow und Walter Ulbricht beraten über die Auswirkungen des anhaltenden DDR-Flüchtlingsstroms. Am 1. August 1961 einigen sich der sowjetische und der deutsche Staatschef auf die Einleitung konkreter Maßnahmen. Walter Ulbricht sagte: "Wir haben einen bestimmten Plan. In den Häusern, die Ausgänge nach Westberlin haben, werden die vermauert. An anderen Stellen werden Stacheldrahthindernisse errichtet. Der Stacheldraht ist bereits angeliefert. Das kann alles sehr schnell geschehen."

"Meine Grenzgeschichte" - Zeitzeugen über Mauerbau und Flucht 5 min
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5 min

Eine außergewöhnliche Lebensgeschichte: Vor dem Mauerbau flüchtet Hildegard Kruse in den Westen. Als die Grenze zugemacht wird, kehrt sie aus Heimweh zurück nach Elbingerode.

MDR FERNSEHEN Mo 15.11.2004 21:46Uhr 05:25 min

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14 Tage später, am 13. August 1961 nach Mitternacht, sperrte die DDR die Zugänge nach Westberlin und begann mit dem Bau der Berliner Mauer. Zeitgleich wurde die Grenze zur Bundesrepublik abgeriegelt. In Berlin errichteten Soldaten und Grenzer Stacheldrahtsperren und unterbrachen sämtliche Verkehrsverbindungen. Trotz der scharf bewachten Grenze gelang zwischen August und September 1961 aber noch etwa 400 Menschen die Flucht nach Westberlin.

1936: Eröffnung Olympische Spiele in Berlin

Am 1. August 1936 eröffnet Adolf Hitler die XI. Olympischen Sommerspiele in Berlin. Die Nationalsozialisten setzen zur Durchführung der Spiele umfangreiche finanzielle, organisatorische und personelle Mittel ein. Viele Besucher nehmen den politischen Alltag im nationalsozialistischen Deutschland nicht wahr. Politische Gegner sind bereits weitgehend ausgeschaltet.

Nach den Olympischen Spielen soll die Schauspielerin Leni Riefenstahl in einem Film die Spiele "propagandistisch" umsetzen. "Fest der Völker" und "Fest der Schönheit" hießen die Titel der beiden Dokumentarfilme. 1938 kamen sie in die Kinos.

Viele Teilnehmer der Olympischen Spiele von 1936 werden später Opfer der nationalsozialistischen Herrschaft und im KZ ermordet oder im Krieg getötet, wie zum Beispiel 21 Mitglieder der polnischen Olympiamannschaft. Der deutsche Ringer Werner Seelenbinder wird wegen "kommunistischer Widerstandstätigkeit" im Oktober 1944 hingerichtet. Der Zweite Weltkrieg wirkt sich auch auf die Olympischen Spiele aus: Die geplanten Wettkämpfe in Helsinki 1940 und London 1944 fallen aus. Eine deutsche Mannschaft nimmt erst wieder 1952 in Helsinki an Olympischen Spielen teil.