#blickzurück: Kalenderblatt der Geschichte Das geschah am 11. Juli ...

1995: Massaker von Srebrenica

In der Stadt Srebrenica in Bosnien und Herzegowina kam es 1995 während des Bosnienkrieges zum Massaker gegen muslimische Männer und Jungen. Bosnisch-Serbische Truppen drangen in die Stadt, die von der UN zur Schutzzone ernannt wurde, ein und ermordeten etwa 8.000 Menschen. Die dafür verantwortlichen Befehlshaber waren General Ratko Mladić und Serbenführer Radovan Karadžić. Ein Jahr nach dem Massaker verhängte der Internationale Gerichtshof in Den Haag Haftbefehl gegen Karadžić und Mladić und 22 weitere Personen. Sie wurden wegen Völkermordes, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Verstöße gegen das Kriegsrecht angeklagt. Nach jahrelanger Flucht wurden Karadžić 2008 und Mladić 2011 entdeckt und zu lebenslanger Haft verurteilt. Das Massaker gilt in Europa als das schlimmste Verbrechen gegen die Menschlichkeit seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges.


1968: Explosion im Chemiekombinat Bitterfeld

In Bitterfeld kam es 1968 zu einer gewaltigen Explosion, bei der 42 Menschen ums Leben kamen und 270 Menschen verletzt wurden. Die Ursache für die Explosion war ausströmendes Gas aus einer undichten und veralteten Anlage, welches sich entzündete. Das elektrochemische Kombinat Bitterfeld hatte in den 1960er-Jahren etwa 13.000 Mitarbeiter und war ein Grundpfeiler der DDR-Industrie. Der Chemieunfall war einer der größten Industrieunfälle der DDR. Nach dem Unglück wurden in der DDR schärfere Vorgaben zum Arbeits- und Brandschutz erlassen.


1933: Bauarbeiten am Elster-Saale-Kanal beginnen

In Burghausen in Sachsen begannen 1933 die Bauarbeiten am Elster-Saale-Kanal. Der Kanal sollte Leipzig auf dem Wasserweg mit Hamburg und der Nordsee verbinden. Mit Kriegsbeginn verzögerten sich die Arbeiten, bis sie schließlich 1942 ganz eingestellt wurden. Der Kanal endet kurz vor Günthersdorf in Sachsen-Anhalt. Bis heute gibt es Diskussionen über die Vollendung des Mammutprojektes. Doch die Zuständigkeit dafür liegt beim Bund und der verkündete 2018:

Ein Lückenschluss mit Verbindung zur Saale ist nicht vorgesehen.

Bundesverkehrsministerium