#blickzurück: Kalenderblatt der Geschichte Das geschah am 25. August

1912: Erich Honecker wird geboren

Am 25. August 1912 wird Erich Honecker im saarländischen Neunkirchen geboren. 1926 tritt er dem "Kommunistischen Jugendverband Deutschlands" (KJVD) bei. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 arbeitet er für das Zentralkomitee des KJVD im politischen Untergrund, bis er im Dezember 1935 von der Gestapo festgenommen und zwei Jahre später wegen "Vorbereitung zum Hochverrat" zu zehn Jahren Haft verurteilt wird. Bis 1945 sitzt er im Gefängnis Brandenburg-Görden ein.

Nach dem Zweiten Weltkrieg macht Honecker in der DDR politisch Karriere. Als Sekretär des Nationalen Verteidigungsrates (NVR) ist er 1961 maßgeblich an den Vorbereitungen für den Bau der Berliner Mauer beteiligt. Im Mai 1971 wird er zum Ersten Generalsekretär des Zentralkomitees der SED ernannt und löst Walter Ulbricht ab. Fünf Jahre später übernimmt Honecker das Amt des Staatsratsvorsitzenden der DDR.

Honecker verfolgt eine Politik der Abgrenzung zur BRD und baut den Überwachungsapparat der DDR weiter aus. Gleichzeitig versucht er, für sein Land international Anerkennung zu finden und die Wirtschaft anzukurbeln. Im Oktober 1989 wird er als Staatschef der DDR gestürzt und von allen Ämtern enthoben, seine Nachfolge tritt Egon Krenz an. 1994 stirbt Honecker im Exil in Chile an Krebs.

Der DDR-Partei- und Staatschef Erich Honecker winkt am 1. Mai 1986 von einer Ehrentribühne in der Berliner Karl-Marx-Allee, links Willi Stoph.
Der DDR-Partei- und Staatschef Erich Honecker winkt am 1. Mai 1986 von einer Ehrentribühne in der Berliner Karl-Marx-Allee. Bildrechte: dpa

1967: Erstmalig Farbfernsehen in der Bundesrepublik

Am 25. August 1967 wird das Fernsehen in der BRD farbig – den symbolischen Startknopf betätigt Vize-Kanzler Willy Brandt auf der Berliner Funkausstellung. Zu diesem Zeitpunkt besitzen nur rund 6.000 Bürgerinnen und Bürger ein Fernseher, mit dem sie Farbbild überhaupt empfangen können. Das von Prof. Walter Bruch entwickelte PAL-System - ein Verfahren, das Farbfehler bei der Übertragung verhindert - gilt als technische Revolution und wird auch über die BRD-Grenzen hinaus genutzt, so etwa in Afrika oder Asien. In der DDR ist der Empfang von Farbfernsehen ab 1969 möglich. Hier wird zunächst mit dem französischen SECAM-System gearbeitet, bis man 1977 auch hier zum Einbau des westdeutschen PAL-Systems übergeht.  

Schwarz-weiß Bild eines Mannes (Willy Brandt) an einem Pult, der seine Hand über einem Knopf hält. Er wird von einer Kamera gefilmt.
Bundesaußenminister Willy Brandt löst am 25.08.1967 auf der "Internationalen Funkausstellung" in Berlin mit einem Knopfdruck den offiziellen Start des Farbfernsehens in Deutschland aus. Bildrechte: dpa

1997: Egon Krenz wegen Totschlags verurteilt

Am 25. August 1997 wird Egon Krenz, der letzte Staats- und Parteichef der DDR, vom Landgericht Berlin wegen "Totschlags und Mitverantwortung für das Grenzregime der DDR" zu einer Haftstrafe von sechseinhalb Jahren verurteilt. Von diesen sitzt er bis zu seiner vorzeitigen Entlassung 2003 knapp vier Jahre ab. Zwei weitere ehemalige Mitglieder des Politbüros, Günter Schabowski und Günther Kleiber erhalten ebenfalls mehrjährige Haftstrafen.

Egon Krenz im Herbst 1989 vor der Presse.
Egon Krenz im Herbst 1989. Bildrechte: dpa

1992: Berlin, Brandenburg und Bund unterzeichnen Hauptstadtvertrag

Am 25. August 1992 schließt die Bundesregierung mit den Ländern Berlin und Brandenburg den Hauptstadtvertrag, der den Ausbau Berlins als Sitz von Bundestag und Regierung regelt. Mit knapper Mehrheit wurde die Verlegung von Bonn nach Berlin ein Jahr zuvor im sogenannten Hauptstadtbeschluss festgelegt. Der Umzug beginnt 1999 und ist 2004 abgeschlossen. Sechs Hauptsitze der Ministerien bleiben weiterhin in Bonn bestehen.