#blickzurück: Kalenderblatt der Geschichte Das geschah am 25. August ...

1912: Erich Honecker wird geboren

1912 wurde Erich Honecker im saarländischen Neunkirchen an der Saar geboren. Schon früh engagierte er sich in der kommunistischen Jugendarbeit. Ab 1933 arbeitete er illegal im Auftrag des Zentralkomitees des Kommunistischen Jugendverbandes, bis er 1935 von der Gestapo verhaftet und zu zehn Jahren Zuchthaus verurteilt wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg machte Honecker in der DDR politisch Karriere. Im Mai 1971 trat er sein Amt als Generalsekretär der SED an und wurde 1976 Staatsratsvorsitzender. Viele DDR-Bürgerinnen und Bürger hofften damals auf mehr Freiheit und mehr Wohlstand. Doch Honecker verfolgte eine Politik der Abgrenzung zur Bundesrepublik und baute den Überwachungsstaat weiter aus. Im Oktober 1989 wurde der DDR-Staatschef gestürzt und von allen Ämtern enthoben. Seine Nachfolge trat Egon Krenz an. Erich Honecker starb 1994 im Exil in Chile.

1967: Start des Farbfernsehen in der Bundesrepublik

1967 drückte der Außenminister Willy Brandt auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin einen roten Knopf und nahezu zeitgleich wurden die Fernsehgeräte in der Bundesrepublik bunt. Aufmerksame Zuschauerinnen und Zuschauer konnten bei der feierlichen Freischaltung eine kleine Panne bemerken: Das TV-Bild wurde schon farbig, bevor der Vize-Kanzler den Knopf drückte, der nur eine Attrappe war. Hinter den Kulissen hatte man das Farbsignal zu früh ausgelöst. In der DDR blieb das Fernsehprogramm bis zum 3. Oktober 1969 schwarz-weiß.

Schwarz-weiß Bild eines Mannes (Willy Brandt) an einem Pult, der seine Hand über einem Knopf hält. Er wird von einer Kamera gefilmt.
Bundesaußenminister Willy Brandt löst am 25.08.1967 auf der "Internationalen Funkausstellung" in Berlin mit einem Knopfdruck den offiziellen Start des Farbfernsehens in Deutschland aus. Bildrechte: dpa

1997: Egon Krenz wegen Totschlags verurteilt

1997 wurde Egon Krenz vom Landgericht Berlin wegen Totschlags zu einer Haftstrafe von sechseinhalb Jahren verurteilt, von denen er bis zu seiner vorzeitigen Entlassung 2003 knapp vier Jahre absaß. Der letzte Staats- und Parteichef der DDR war im Juni 1993 wegen "Totschlags und Mitverantwortung für das Grenzregime der DDR" angeklagt worden. Er wurde als einer der Hauptverantwortlichen für die tödlichen Schüsse an der innerdeutschen Grenze verurteilt. Zwei weitere ehemalige Mitglieder des Politbüros, Günter Schabowski und Günther Kleiber bekamen ebenfalls mehrjährige Haftstrafen.

Egon Krenz im Herbst 1989 vor der Presse.
Egon Krenz steht der Presse Rede und Antwort. Bildrechte: dpa