#blickzurück: Kalenderblatt der Geschichte Das geschah am 9. Juli ...

1993: Tschechisches und deutsches Stromnetz werden gekoppelt

1993 wurden das deutsche und das tschechische Stromnetz miteinander gekoppelt. Dafür wurde eine Anlage in Betrieb genommen, die zwei Netze mit unterschiedlichen Frequenzen miteinander verbindet. Die übertragene Stromleistung konnte dadurch deutlich erhöht werden. 1995 wurde das tschechische Stromnetz dann vollständig mit dem westeuropäischen synchronisiert. Durch eine Synchronisation können Schwankungen im Netz und Verbrauch besser ausgeglichen werden, als wenn jedes Land ein alleinstehendes Stromversorgungsnetz hätte. Auch Blackouts können so verhindert werden.


1989: Demonstration gegen DDR-Wahlbetrug

In Leipzig kam es 1989 nach einem Gottesdienst zu einer Demonstration gegen den Wahlbetrug des DDR-Regimes. Stasi-Mitarbeiter schritten ein und entrissen den Demonstrierenden die Transparente, mit denen sie Demokratie forderten. Im Mai des gleichen Jahres wurden die Ergebnisse der Kommunalwahlen zugunsten der SED manipuliert. Doch zahlreiche Bürgerrechtler protokollierten die Stimmen in den Wahllokalen und konnten so den Wahlbetrug nachweisen. In den folgenden Monaten wurden von der Opposition Proteste organisiert.


1951: Beendigung des Kriegszustandes mit Deutschland

Großbritannien war die erste Westmacht, die den Kriegszustand 1951 mit Deutschland beendete. Kurz darauf folgten Frankreich (13. Juli) und im Oktober 1951 schließlich die USA als dritte Westmacht. Die Beendigung des Kriegszustandes war ein wichtiger Schritt, um die Souveränität Deutschlands wiederherzustellen. Vier Jahre später erlosch durch den Deutschlandvertrag als Teil der Pariser Verträge auch der Besatzungsstatus der drei Westmächte in der Bundesrepublik. Die Sowjetunion beendete den Kriegszustand mit Deutschland erst im Januar 1955.


1873: Mark wird zur Reichswährung

Mit dem deutschen Münzgesetz von 1873 wurde die Mark zur neuen Reichswährung. Die Banken waren in einer dreijährigen Übergangszeit dafür zuständig, die bisherigen Landeswährungen aus dem Zahlungsverkehr zu ziehen. Am 1. Januar 1876 wurden Mark und Pfennige schließlich eingeführt. Durch diese Währungsreform gab es die erste einheitliche Währung in der deutschen Geschichte. Sie war die Grundlage für die Reichsmark ab 1924 und die Deutsche Mark ab 1949.