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1966: Kritik am Film "Spur der Steine"

Der DEFA-Spielfilm "Spur der Steine" von Regisseur Frank Beyer, der auf einem gleichnamigen Roman basiert, zeigt das Leben in der DDR in den 1960er-Jahren und die Probleme des sozialistischen Aufbaus. Doch der Film mit Kult-Schauspieler Manfred Krug über die rebellische Zimmermannstruppe "Balla" und ihrer Arbeit auf einer Großbaustelle lief nur kurz in den Kinos. Die Zeitung "Neues Deutschland" kritisierte den Kinofilm wegen eines angeblich verzerrten Bildes der sozialistischen Wirklichkeit. Kurz darauf wurde er vom ZK der SED verboten. Die Begründung: "partei- und staatsfeindlich". Erst 23 Jahre später durfte "Spur der Steine" 1989 wieder in der DDR aufgeführt werden.

DEFA-Spielfilm "Spur der Steine"

Brigadier Balla sorgt dafür, dass seine Leute für gute Arbeit gutes Geld verdienen. Dafür stellt er die Planwirtschaft auf den Kopf. Doch zwei Neue sorgen für Aufregung: die hübsche Kati und der Parteisekretär Horrath.

Die Ballas, das sind Nick (Detlev Eisner), Galonski (Hans-Peter Reinecke), Elbers (Helmut Schreiber), Hannes Balla (Manfred Krug), Gerhard Bolbig (Fred Ludwig), Dieter Jochmann (Erik Veldre), Franz Büchner (Karl Brenk)
Die "Ballas" - wo diese Truppe von Zimmermännern auftaucht, da bleibt kein Auge trocken. Zur Brigade gehören (v.l.n.r.) Nick, Galonski, Elbers, Hannes Balla, Gerhard Bolbig, Dieter Jochmann und Franz Büchner. Bildrechte: PROGRESS Film-Verleih/Klaus D. Schwarz
Die Ballas, das sind Nick (Detlev Eisner), Galonski (Hans-Peter Reinecke), Elbers (Helmut Schreiber), Hannes Balla (Manfred Krug), Gerhard Bolbig (Fred Ludwig), Dieter Jochmann (Erik Veldre), Franz Büchner (Karl Brenk)
Die "Ballas" - wo diese Truppe von Zimmermännern auftaucht, da bleibt kein Auge trocken. Zur Brigade gehören (v.l.n.r.) Nick, Galonski, Elbers, Hannes Balla, Gerhard Bolbig, Dieter Jochmann und Franz Büchner. Bildrechte: PROGRESS Film-Verleih/Klaus D. Schwarz
Hannes Balla (Manfred Krug), ein Baubrigadier mit Herz und Schnauze.
Hannes Balla, der ihr vorsteht, sorgt dafür, dass seine Leute für gute Arbeit auch gutes Geld verdienen. Dabei stellt er so manche Regel der sozialistischen Planwirtschaft auf den Kopf. Bildrechte: MDR/BR
Die Parteiverantwortlichen und der Bauleiter sind in punkto Arbeit die beste Truppe weit und breit.
Die Parteiverantwortlichen und der Bauleiter hätten die "Ballas" längst zum Teufel gejagt, wenn sie nicht in punkto Arbeit die beste Truppe weit und breit wären. Bildrechte: PROGRESS Film-Verleih/Klaus D. Schwarz
Kati Klee (Krystyna Stypulkowska, li.), die neue Technologin und Werner Horrath (Eberhard Esche, re.), der neue Parteisekretär.
Das Gleichgewicht der Baustelle gerät aus dem Lot, als zwei neue Kollegen für frischen Wind sorgen: Die hübsche Ingenieurin Kati Klee und der neue Parteisekretär Werner Horrath. Bildrechte: PROGRESS Film-Verleih/Klaus D. Schwarz
Der neue Parteisekretär Werner Horrath (Eberhard Esche, re.) trifft auf den groߟspurigen Brigadier Hannes Balla (Manfred Krug, li.), den absoluten King auf der Groߟbaustelle Schkona.
Balla wirft sofort ein Auge auf Kati und legt sich in gewohnt rüder Manier mit dem Parteisekretär an, der sich in seine Arbeitsmethoden einmischen will. Bildrechte: PROGRESS Film-Verleih/Klaus D. Schwarz
Der Brigadier Hannes Balla (Manfred Krug, li.) fordert Horrath zum Zimmermannstanz heraus.Da kommt die Technologin Kati Klee (Krystyna Stypulkowska, Mitte) herein, um die Ankunft des Schalholzes zu melden.
Hannes Balla fordert Horrath zum Zimmermannstanz heraus, um dem Neuen seine Macht zu zeigen. Da kommt die Technologin Kati Klee herein, um die Ankunft des Schalholzes zu melden. Bildrechte: PROGRESS Film-Verleih/Klaus D. Schwarz
Hannes Balla (Manfred Krug, li.) hat groߟes Interesse an seiner neuen Kollegin, der Technologin Kati Klee (Krystyna Stypulkowska , re.).
Balla und Horrath kämpfen nicht nur um die Vorherrschaft auf der Baustelle, sondern auch um die Zuneigung von Ingenieurin Kati Klee. Bildrechte: PROGRESS Film-Verleih/Klaus D. Schwarz
Die beiden Gegenspieler Hannes Balla (Manfred Krug, li.) und Werner Horrath (Eberhard Esche, re.).
Als Balla merkt, dass es Horrath um echte Verbesserungen und um einen Kampf gegen Schlamperei und verpfuschte Planung geht, verbessert sich langsam ihr Verhältnis. Bildrechte: PROGRESS Film-Verleih/Klaus D. Schwarz
Werner Horrath hat in seiner Beziehung zu der Ingenieurin Kati Klee (Krystyna Stypulkowska, li.) nicht den Mut zur Ehrlichkeit.
Kati fühlt sich zu Werner Horrath hingezogen. Die beiden beginnen eine heimliche Liebesaffäre. Bildrechte: PROGRESS Film-Verleih/Klaus D. Schwarz
Werner Horrath (Eberhard Esche li.) und Kati Klee (Krystyna Stypulkowska, re.) verbringen ein gemeinsames Wochenende.
Als Balla sogar bestimmten Veränderungen im Arbeitsablauf zustimmt, rebellieren seine Zimmerleute. Und auch seine Beziehung zu Kati bekommt eine kalte Dusche, als er erfährt, dass sie schwanger ist. Bildrechte: PROGRESS Film-Verleih/Klaus D. Schwarz
Werner Horrath (Eberhard Esche, re.) trennt sich von Kati Klee (Krystyna Stypulkowska, li.).
Die Moralapostel der Partei blasen zur Hetzjagd auf den unbequemen Parteisekretär, ehe herauskommt, dass er - verheiratet und Vater einer kleinen Tochter - der "Schuldige" ist. Bildrechte: PROGRESS Film-Verleih/Klaus D. Schwarz
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1972: Abkommen über Erdgaslieferung zwischen Bundesrepublik und Sowjetunion

Die Bundesrepublik und die Sowjetunion schlossen 1972 das zweite Erdgas-Röhren-Abkommen ab. Darin wurde die Erdgaslieferung der UdSSR in die Bundesrepublik Deutschland im Rahmen des "Jahrhundertprojektes" festgelegt. Dieses sah den Bau von zwei gewaltigen Trassen vor. Da die Sowjetunion das Bauvorhaben nicht allein realisieren konnte, wurde auf die Hilfe der "Bruderländer" gesetzt. Jedes dieser Länder sollte eine Strecke der Pipeline in Eigenregie- und Finanzierung erstellen. Im Gegenzug sollten sie einen Teil des geförderten Erdgases kostenlos erhalten. Auch mit der Bundesrepublik schloss die Sowjetunion einen Deal: Gas gegen Devisen. Im Herbst 1973 erfolgte dann die erste Lieferung in die Bundesrepublik.


1990: Verhandlungen zum Einigungsvertrag zwischen Bundesrepublik und DDR

Damit die DDR der Bundesrepublik beitreten konnte, mussten viele Veränderungen im Vorfeld geregelt werden. Am 6. Juli 1990 begannen die beiden deutschen Staaten mit der ersten Verhandlungsrunde zum Einigungsvertrag. Die Gespräche verliefen im Schnelldurchlauf: In nur acht Wochen waren sie abgeschlossen. Zu den Kernpunkten des Vertragswerkes gehörten der Beitritt der DDR zur Bundesrepublik, die Vereinigung von Ost- und West-Berlin zu einem Bundesland, die Frage nach der Hauptstadt Deutschlands, die Übernahme des DDR-Vermögens und die Übernahme der DDR-Schulden durch die Bundesrepublik. Am 31. August 1990 unterzeichneten Wolfgang Schäuble (Bundesinnenminister) und Günther Krause (Parlamentarischer Staatssekretär) den 900 Seiten umfassenden Einigungsvertrag.