#blickzurück: Kalenderblatt der Geschichte Das geschah am 3. August

1951: Stalin-Denkmal in Berlin eingeweiht

Ohne große Feierlichkeiten enthüllte Walter Ulbricht am 3. August 1951 in Berlin ein Denkmal für Josef Stalin, dem damaligen Staatsoberhaupt der UdSSR. Die fast fünf Meter hohe Bronzeplastik zierte von nun an die Stalinallee in Berlin-Friedrichshain und war die größte Stalin-Statue in der DDR. Die überlebensgroße Plastik des sowjetischen Bildhauers Nikolai Tomski hätte eigentlich 16 Meter hoch werden sollen und war Ausdruck des Personenkultes um Stalin, der in sozialistischen Ländern als "Befreier vom Hitlerfaschismus" verehrt wurde. Mit dem Regierungsantritt seines Nachfolgers Nikita Chruschtschow endete ab 1956 diese Verehrung Stalins. Nicht nur das Berliner Stalin-Denkmal wurde 1961 abgerissen, auch wurde die Stalinallee in Karl-Marx-Allee umbenannt. Was mit der Bronzeplastik geschah, ist unklar. Allerdings sind heute im Berliner Café Sibylle ein Ohr und ein Teil von Stalins Bart ausgestellt.

Eine große Stalin-Statue wird 2018 anlässlich einer Ausstellung in Berlin aufgestellt.
2018 wurde kurzzeitig eine Nachbildung der Stalin-Statue in der Berliner Karl-Marx-Allee aufgestellt. Der Anlass war eine Sonderausstellung über den Stalin-Kult der Gedenkstätte Hohenschönhausen. Bildrechte: dpa

2008: Schriftsteller Alexander Solschenizyn gestorben

"Der Preis hat mir geholfen, angesichts der grausamen Verfolgung nicht zerstört zu werden", so der sowjetische Schriftsteller Alexander Solschenizyn über seine Auszeichnung mit dem Literaturnobelpreis im Jahre 1970. Die Auszeichnung für sein Hauptwerk "Archipel Gulag" hatte ihm weltweite Berühmtheit eingebracht. Er beschreibt darin detailliert das System und den harten Alltag in den Gulags, den sowjetischen Arbeits- und Straflagern. In den 1950er-Jahren war Solschenizyn selbst aufgrund seiner Kritik an Stalin einige Jahre in einem Gulag inhaftiert gewesen. Wegen seiner Werke, in denen er die Verbrechen der stalinistischen Diktatur anprangerte, galt er in der UdSSR als Staatsverräter. 1974 verlor er seine sowjetische Staatsbürgerschaft und lebte 20 Jahre lang im US-amerikanischen Exil. 1994 kehrt er in seine Heimat zurück und starb 2008 an einem Schlaganfall.

Alexander Solschenizyn
Der Schriftsteller und Literaturnobelpreisträger Alexander Solschenizyn. Wegen seiner detaillierten Berichte über sowjetische Gulags wurde er 1974 aus der UdSSR ausgebürgert. Bildrechte: imago/Leemage

2011: Hochwasserwarnsystem in Chemnitz getestet

"Erster Test für das Hochwasser-Alarmsystem in Chemnitz" berichtete MDR Aktuell im Jahre 2011. An zwölf Standorten sollten neue Sirenen die Einwohner nahe der der Flüsse Chemnitz, Würschnitz und Zwönitz künftig besser vor Hochwasser warnen. Die Sirenen sollten Anwohner früher als bisher warnen und zudem Durchsagen ermöglichen. Im August 2010 war es im Erzgebige, in der Lausitz und in der Sächsischen Schweiz nach einer langen Dürreperiode aufgrund von Starkregen zu Überschwemmungen gekommen. Vier Menschen starben unmittelbar an den Folgen des Hochwassers, mehr als 11.000 Sachsen waren ohne Strom. Bald darauf kam es im Sptember 2010 und im Juni 2013 erneut zu Überschwemmungen. Zu einer Flutkatastrophe mit verheerenden Folgen kam es auch im Sommer 2021 in Teilen von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz.