#blickzurück: Kalenderblatt der Geschichte Das geschah am 10. Juli ...

1941: Judenpogrom in Jedwabne in Polen

Im polnischen Jedwabne kam es 1941 zu einem Massaker an der jüdischen Gemeinschaft. Die Einwohner der Kleinstadt trieben die im Ort lebenden Juden in einer Scheune außerhalb des Ortes zusammen und verbrannten sie bei lebendigem Leibe. Das Pogrom fand während der deutschen Besatzung statt. In Polen wird bis heute darüber gestritten, ob das Pogrom eine Eigeninitiative der Polen war oder von Deutschen angestiftet wurde. Auch über die genaue Zahl der Todesopfer herrscht Unklarheit. Bis die Exhumierung aus religiösen Gründen abgebrochen wurde, konnten 200 Todesopfer bestätigt werden.

Alicja Maria Schnepf - Gerechte unter den Völkern , Michael Schudrich, der Oberrabbiner von Polen legen Kränze nieder am Denkmal.
Eine Gedenkveranstaltung für die Opfer des Judenpogroms vom 10. Juli 1941 in Jedwabne in Polen. Bildrechte: imago images / Eastnews

1946: Einsatz von Frauen bei Trümmerbeseitung beschlossen

Der Alliierte Kontrollrat beschloss 1946, dass Frauen zwischen 15 und 50 Jahren bei der Trümmerbeseitigung helfen müssen. Durch die zahlreichen Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg wurden viele Häuser und Fabriken zerstört. Schätzungen gehen von mehr als 400 Millionen Kubikmeter Schutt aus, die es in Deutschland nach dem Kriegsende gab. Weil viele Männer gefallen sind, verwundet oder in Kriegsgefangenschaft waren, wurden Frauen zur Aufräumarbeiten verpflichtet. Als Gegenleistung für ihre Arbeit erhielten die "Trümmerfrauen" beispielsweise größere Lebensmittelrationen.

Eine junge, lächelnde Frau, die mit einem Hammer Trümmerteile zerkleinert.
Die Trümmerfrauen halfen deutschlandweit bei der Beseitigung von Schutt und Trümmern. Bildrechte: IMAGO / Marco Bertram

1991: Boris Jelzin als russischer Präsident vereidigt

Boris Jelzin trat 1991 das Amt des Präsidenten der Russischen Föderation an. Nach seinem Eintritt in die KPdSU 1961 wurde er zum Parteifunktionär. Michail Gorbatschow holte ihn 1985 nach Moskau, um gemeinsam die Partei, den russischen Staat und die Wirtschaft zu modernisieren. Doch Jelzin gingen Gorbatschows Reformpläne nicht weit genug, daher trat er 1990 aus der KPdSU aus. Ein Jahr darauf konnte Boris Jelzin die Präsidentschaftswahl mit 57,3 Prozent aller Stimmen für sich gewinnen. Er wurde der erste direkt gewählte Präsident der Russischen Föderation. Nachdem es im August 1991 zu einem Putschversuch gegen Gorbatschow kam, wurde die Auflösung der Sowjetunion zum 31. Dezember 1991 beschlossen.

Boris Jelzin steht an einem Rednerpult. Während er spricht, hat er seine rechten Hand auf seine Brust gelegt. 1 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK