#blickzurück: Kalenderblatt der Geschichte Das geschah am 14. Juli ...

2016: Unister-Chef tödlich verunglückt

Thomas Wagner (38), der Gründer des Leipziger Internet-Unternehmens Unister, kommt 2016 bei einem Flugzeugabsturz in Slowenien ums Leben. Er ist geschäftlich nach Venedig gereist. Dort wird er Opfer eines Millionenbetrugs. Auf dem Rückflug nach Leipzig stürzt die Chartermaschine in den Julischen Alpen ab. Drei weitere Personen sterben. Das Luftfahrtbundesamt geht von schlechtem Wetter und damit verbundener Vereisung am Höhenleitwerk als Auslöser aus. Die Maschine ist für solche Bedingungen nicht zugelassen.

Thomas Wagner, Gründer des Unternehmens Unister, 2012 in Leipzig.
Thomas Wagner, Gründer des Unternehmens Unister, 2012 in Leipzig. Das Unternehmen betrieb Reiseportale wie "fluege.de" oder "ab-in-den-urlaub.de". Bildrechte: dpa

1933: Parteienverbot erlassen

Die Reichsregierung unter Kanzler Hitler verbietet 1933 alle Parteien außer die NSDAP. Das "Gesetz gegen die Neubildung der Parteien" macht Deutschland zum Einparteienstaat, nur wenige Monate nach der nationalsozialistischen Machtergreifung. Das Gesetz tritt zwei Tage später, am 16. Juli 1933, in Kraft. Damit ist die politische Gleichschaltung in Deutschland beendet. Politiker anderer Parteien werden verfolgt, ermordet oder in den Untergrund getrieben. Die Machtergreifung Hitlers 1933 endet im Zweiten Weltkrieg und einem beispiellosen Völkermord.

NSDAP-Mitglieder auf dem Reichsparteitag, 1935 in Nürnberg
NSDAP-Mitglieder auf dem Reichsparteitag, 1935 in Nürnberg Bildrechte: imago images / Photo12

1916: Stadtbad Leipzig öffnet

Das Leipziger Stadtbad öffnet im Juli 1916 seine Tore. Die Highlights: Europas erste Hallen-Wellenanlage und ein orientalischer Saunabereich. 2004 wird das Bad geschlossen und später als Event-Ort genutzt. Nun plant die Stadt, das Bad wieder selbst zu betreiben.

Damensauna im maurischen Stil im Stadtbad Leipzig, 2008
Damensauna im maurischen Stil im Stadtbad Leipzig, 2008 Bildrechte: imago images / imagebroker

1881: Erstes deutsches Telefonbuch

In Berlin erscheint 1881 das erste deutsche Telefonbuch unter dem Namen "Verzeichnis der bei der Fernsprecheinrichtung Beteiligten". Es enthällt nur wenige Telefonnummern von Privatpersonen. Die meisten der 187 Einträge sind von Hotels, Banken und Geschäften. Die Stadt Leipzig hatte schon im Folgejahr ebenfalls ein erstes Telefonbuch. Noch heute erscheint "Das Telefonbuch" in millionenfacher Auflage. Es wird aber zunehmend von elektronischen Versionen verdrängt.

Im Bibliotheksarchiv vom Museum für Kommunikation Berlin lagern die ältesten Telefonbücher Berlins ab 1881
Im Bibliotheksarchiv des Museums für Kommunikation Berlin lagern die ältesten Telefonbücher Berlins ab 1881. Bildrechte: dpa