#blickzurück: Kalenderblatt der Geschichte Das geschah am 21. Juli ...

2020: Prozessauftakt gegen den Halle-Attentäter

Vor einem Jahr begann in Magdeburg der Prozess gegen den Halle-Attentäter Stephan B. Der Mann hatte 2019 aus antisemitischer, rassistischer und rechtsextremistischer Motivation versucht, Jüdinnen und Juden zu töten. Sein Anschlag auf die Synagoge in Halle fand am höchsten jüdischen Feiertag, Jom Kippur, statt. Am ersten Prozesstag gestand der Täter den Mord an zwei Menschen. Außerdem wurde er zum Tathergang, seinem Hintergrund und der Vorbereitung der Tat befragt. Er musste mehrfach darauf hingewiesen werden, keine menschenverachtenden Begriffe zu verwenden. Der Verhandlungsauftakt wurde von Mahnwachen und Kundgebungen begleitet. Der Prozess gegen den Attentäter war der größte in der Geschichte Sachsen-Anhalts.

1983: Kälterekord in der Ostantarktis

1983 wurde mit minus 89,2 Grad Celsius die bis heute tiefste Temperatur auf der Erde verzeichnet. Ort des frostigen Rekords war die sowjetische Forschungsstation Wostok, nahe des Südpols. Sie gilt deshalb auch als "Kältepol der Erde". Für gewöhnlich herrschen in der Ostantarktis im Winter minus 70 bis 80 Grad Celsius. Im Sommer erreichen die Temperaturen selten über minus 30 Grad Celsius. Auch die DDR hatte seit 1959 eine Forschungsstation in der Antarktis: Die "Georg Forster".

Eiswüste der Antarktis, darüber die Sonne.
In der Ostantarktis werden weltweit die kältesten Temperaturen gemessen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

1969: Neil Armstrong betritt als erster Mensch den Mond

1969 betrat der US-Amerikaner Neil Armstrong als erster Mensch den Mond. Weil das DDR-Fernsehen die Ausstrahlung der Apollo 11-Mission abbrach, verfolgten DDR-Bürgerinnen und Bürger das Ereignis im Westfernsehen. Die NASA-Astronauten Neil Armstrong, Edwin Aldrin und Michael Collins waren bereits am 20. Juli 1969 auf dem Mond gelandet. Einen Tag später, um 3:56 Uhr mitteleuropäischer Zeit, setzte Armstrong seinen Fuß auf den Mond und sagte die berühmten Worte: "Es ist ein kleiner Schritt für einen Menschen. Doch ein großer Sprung für die Menschheit." Der erste Mensch im Weltall war der sowjetische Kosmonaut Juri Gagarin, der die Erde 1961 in bis zu 327 Kilometern Höhe umkreiste.

Astronauten Edwin Eugene - Buzz - Aldrin Jr. und Neil Alden Armstrong 1969 mit der amerikanischen Nationalflagge auf der Mondoberfläche 2 min
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2 min

Fr 16.07.2021 16:39Uhr 01:35 min

https://www.mdr.de/geschichte/stoebern/video-536550.html

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1956: In der BRD tritt das Wehrpflichtgesetz in Kraft

1956 trat in der Bundesrepublik das Wehrpflichtgesetz in Kraft. Damit galt die allgemeine Wehrpflicht für Männer zwischen 18 und 45 Jahren. Wer den Dienst an der Waffe aus Gewissensgründen verweigern wollte, konnte stattdessen Wehrersatzdienst leisten. Besonders Kirchen, Pazifisten und Antimilitaristen hatten im Vorfeld gegen den verpflichtenden Kriegsdienst demonstriert. In der DDR mussten ab 1962 alle Männer zwischen 18 und 26 Wehrdienst in der Nationalen Volksarmee leisten. Eine Wehrdienstverweigerung war in der DDR nicht vorgesehen. Stattdessen wurden 1964 Baueinheiten eingerichtet, in denen Verweigerer dienen konnten. Diese Bausoldaten mussten jedoch mit besonderen Schikanen während und nach ihrem Dienst rechnen. Vom DDR-Regime wurden sie als Drückeberger, Staatsfeinde und Oppositionelle stigmatisiert.

Soldaten, stramm in Reihe stehend. Sie halten jeweils einen Helm vor ihrem Körper und blicken nach vorne.
1957 werden die ersten bundesdeutschen Wehrpflichtigen nach dem Zweiten Weltkrieg verpflichtet. Die feierliche Zeremonie fand in Koblenz statt. Bildrechte: dpa