#blickzurück: Kalenderblatt der Geschichte Das geschah am 8. Juli ...

1990: Letztes Rennen auf dem alten Sachsenring

Das 52. Rennen mit 60.000 Zuschauern auf dem alten Sachsenring 1990 ist auch das letzte Rennen gewesen. Der Sachsenring, der 1927 eröffnet wurde, entwickelte sich in 63 Jahren zu einer der traditionsreichsten Rennstrecken in ganz Deutschland. Das Besondere an der "Naturstrecke" war, dass sie durch den Ort Hohenstein-Ernstthal an Bäumen, Häusern und Bordsteinen vorbei führte. Ausreichende Sicherheitszonen und Sturzräume für die Fahrer gab es dabei nicht. Auf der gefährlichen 8,6 Kilometer lange Strecke kam es immer wieder zu tödlichen Unfällen. Auch bei dem letzten Rennen am 8. Juli 1990 verloren drei Fahrer ihr Leben. Es folgte eine sechsjährige Pause, die zum Umbau genutzt wurde. Die neue Strecke, die den Namen "Sachsenring" erbe, konnte 1996 eröffnet werden. Seit 1998 ist dort die Motorrad-WM beheimatet.


1990: Bundesrepublik wird Fußballweltmeister

Nach dem "Wunder von Bern" 1954 und dem zweiten WM-Sieg 1974 kam die "unvergessliche Nacht von Rom" 1990. Die deutsche Nationalmannschaft holte mit Franz Beckenbauer als Trainer in Rom den dritten Fußball-WM-Titel. Das Finalspiel gegen Argentinien gewannen die Deutschen mit 1:0. Das entscheidende Tor schoss Stürmer Andreas Brehme in der 85. Minute.

Wir sind jetzt die Nummer eins in der Welt, wir sind schon lange die Nummer eins in Europa. Jetzt kommen die Spieler aus Ostdeutschland noch dazu. Ich glaube, dass die deutsche Mannschaft über Jahre hinaus nicht zu besiegen sein wird. Es tut mir leid für den Rest der Welt.

Franz Beckenbauer nach WM-Sieg 1990

Der Sieg der bundesdeutschen Nationalmannschaft bewegte Fußballfans in DDR und BRD gleichermaßen. Zwei Tage vor dem WM-Finale begannen die Verhandlungen zum Einigungsvertrag. Am 3. Oktober 1990 folgte neben der sportlichen auch die politische Vereinigung.


2020: Bundeskabinett stellt Gleichstellungstrategie vor

Trotz Gleichberechtigungsgesetz ist die Gleichstellung von Mann und Frau in Deutschland nicht in allen Bereichen vorhanden. Noch immer verdienen Frauen bundesweit im Durchschnitt 18 Prozent weniger als Männer. Das Bundeskabinett beschloss 2020 daher die erste nationale Gleichstellungsstrategie. Mit über 60 Einzelmaßnahmen soll die Gleichstellung gefördert werden, wie beispielsweise durch gleiche Bezahlung oder eine bessere Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf. Bei allen kommenden Gesetzen und Förderprogrammen soll diese Strategie künftig berücksichtigt werden. Die Opposition kritisierte, dass eine Pflicht zur Gleichstellung darin nicht vorgesehen sei. Außerdem sei die Strategie wenig innovativ, da altbekannte Forderungen aneinandergereiht würden.

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Di 06.07.2021 11:35Uhr 01:20 min

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