Chronik der DDR Die DDR: die Jahre von 1980 bis 1984

Die Geschichte der DDR. Dieser Teil umfasst die Jahre von 1980 bis 1984.

Am 11. November 1989, begann dann der groߟe Ansturm der DDR-Bürger nach Westen. Endlose Kolonnen von DDR-Fahrzeugen bewegten sich im Schritttempo in Richtung Süden.
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1980

18. März
Politbüro-Beschluss über die "Aufgaben der Universitäten und Hochschulen in der entwickelten sozialistischen Gesellschaft".
13. Oktober
Die DDR erhöht den Mindestumtauschsatz für westliche Privatreisende drastisch. Es kommt zu einem erheblichen Rückgang der Besucherzahlen.
30. Oktober
Der visafreie Reiseverkehr zwischen der DDR und Polen wird aufgehoben.

1981

11. – 16. April
X. Parteitag der SED.
11. – 13. Dezember
Bundeskanzler Helmut Schmidt trifft Erich Honecker zu einem Arbeitsgespräch am Werbellinsee.
13. Dezember
Verhängung des Kriegsrechts in Polen.
13. – 15. Dezember
Treffen von Schriftstellern und Wissenschaftlern aus Ost und West in Ost-Berlin. Diskutiert werden Fragen der Friedenssicherung.

1982

25. Januar
Der "Berliner Appell – Frieden schaffen ohne Waffen" wird auf Initiative von Pfarrer Rainer Eppelmann veröffentlicht. Eppelmann wird daraufhin kurzzeitig verhaftet.
11. Februar
Das DDR-Innenministerium erweitert den Katalog "dringender Familienangelegenheiten" für Reisen von DDR-Bürgern in die Bundesrepublik.
14. Februar
In der Dresdner Kreuzkirche findet ein Friedensforum statt, an dem sich rund 5.000 Anhänger der unabhängigen Friedensbewegung beteiligen.
18. Juni
Die DDR garantiert Straffreiheit für DDR-Flüchtlinge vor 1980.
1. Oktober
Regierungswechsel in der Bundesrepublik. Helmut Kohl (CDU) wird zum Bundeskanzler gewählt.
10. November
Tod des sowjetischen Parteichefs Leonid Breshnew.
12. November
Der langjährige Chef des sowjetischen Geheimdienstes (ab 1967) Juri Andropow wird Generalsekretär des ZK der KPdSU.

1983


29. Juni
Die Bundesregierung übernimmt die Bürgschaft für einen vom bayrischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß (CSU) vermittelten Kredit über eine Milliarde DM an die DDR. 24. September Auf dem Lutherhof in Wittenberg wird während des Evangelischen Kirchentages in der DDR ein Schwert zu einer Pflugschar umgeschmiedet. Die Aktion wurde zu einem Symbol der Friedensbewegung in Ost und West.
6. Oktober
Erich Honecker kündigt den vollständigen Abbau der Selbstschussanlagen an der innerdeutschen Grenze an.
24. Juli
Beginn des (offiziell ganz privaten) Besuchs von Franz-Josef Strauß in der DDR. Zusammentreffen mit Honecker in dessen Jagdschloss am Werbellinsee.

1984

13. Februar
Am Vorabend der Beisetzungsfeierlichkeiten für den am 9. Februar verstorbenen Generalsekretär der KPdSU, Juri Andropow, kommt es in Moskau zu einem Treffen zwischen Erich Honecker und Helmut Kohl.
5. Juni
Die "Ständige Vertretung" der Bundesrepublik in Ostberlin wird vorübergehend "wegen Überfüllung" geschlossen. In der Vertretung halten sich 55 DDR-Bürger auf, die ihre Ausreise erzwingen wollen.
25. Juli
Kredit der Bundesrepublik über 950 Millionen DM an die DDR.
4. September
Honecker sagt seinen für Ende September geplanten Staatsbesuch in der Bundesrepublik ab.
30. September
Vom 1. Januar bis 30. September 1984 sind 36.123 Einwohner der DDR in die Bundesrepublik übergesiedelt.
30. November
Die DDR baut die letzten Selbstschussanlagen an der innerdeutschen Grenze ab.