Margot Honecker

Margot Honecker

Geschichte

5. Todestag Ein Leben in Bildern

Mit 22 Jahren ging Margot Feist in die Politik und machte schnell Karriere. Sie und ihr späterer Ehemann Erich waren das einflussreichste Ehepaar der DDR. 1992 ging sie ins Exil nach Chile, wo sie am 06. 05. 2016 starb.

Erich und Margot Honecker mit Vera Oelschlegel auf der Schwarzmeer-Halbinsel Krim.
Seltene Einblicke in das Privatleben: Margot und Erich Honecker mit DDR-Schauspielerin Vera Oelschlegel auf der Schwarzmeer-Halbinsel Krim. Bildrechte: MDR/Zeitzeugen TV
Die Ministerin für Volksbildung der DDR, Margot Honecker, wird an der Ostrowski-Oberschule Karl-Marx-Stadt (heute Chemnitz) empfangen, aufgenommen im September 1986.
Das Bildungssystem in der DDR, für das Margot Honecker die Verantwortung trug, galt einerseits als streng dogmatisch, andererseits in Naturwissenschaft und Technik als sehr faktenorientiert und damit als sehr fortschrittlich. Als Ministerin war Honecker für über 500.000 Lehrer, Kita- und Heimerzieher sowie Horterzieher zuständig. Bildrechte: dpa
Erich und Margot Honecker mit Vera Oelschlegel auf der Schwarzmeer-Halbinsel Krim.
Seltene Einblicke in das Privatleben: Margot und Erich Honecker mit DDR-Schauspielerin Vera Oelschlegel auf der Schwarzmeer-Halbinsel Krim. Bildrechte: MDR/Zeitzeugen TV
Erich Honecker, Mitbegründer und Vorsitzender der Freien Deutschen Jugend, seine spätere Frau Margot Feist und der Präsident der DDR, Wilhelm Pieck, beim Deutschlandtreffen der Jugend in Ost-Berlin am 31.05.1950.
Auf diesem Bild sieht man Margot Feist noch zwischen ihrem späteren Mann, Erich Honecker und dem damaligen Präsidenten der DDR, Wilhelm Pieck, beim Deutschlandtreffen der Jugend in Ost-Berlin am 31.05.1950. Die Affäre der beiden sorgt für Wirbel in der Parteiführung. Bildrechte: dpa
Das Politbüro der DDR bei einer Veranstaltung auf der Leipziger Festwiese ( unter anderem mit Margot Honecker, Willy Stoph, Erich Honecker)
Doch Erich Honecker ließ sich nicht von seiner Liebe abbringen - auch nicht, wenn ihm die Partei das sagte. Er ließ sich scheiden, um 1955 erneut zu heiraten - die von ihm hochschwangere Margot. In ihren Biografien gaben beide allerdings später als Hochzeitsdatum das Jahr 1953 an. Margot Honecker war die lange Zeit der wilden Ehe nach Berichten von Augenzeugen äußerst peinlich. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Margot Honecker (re., GDR/SED/Ministerin für Volksbildung) und Kurt Hager (li., GDR/SED/Mitglied im Politbüro des ZK) anlässlich der Pädagogen Konferenz in Erfurt
Margot Honecker avancierte schnell zur mächtigsten Frau in der DDR. Hier sieht man sie mit Kurt Hager (li., Mitglied im Politbüro des ZK) anlässlich der Pädagogenkonferenz in Erfurt. Bildrechte: imago/Stana
Staatsratsvorsitzender Erich Honecker (DDR/SED) und Ehefrau Margot Honecker (DDR/Ministerin fuer Volksbildung) als Zuschauer bei einer Parade in Ost-Berlin, undatierte Aufnahme ca. 1980.
Wegen ihrer häufig lilagefärbten Haare nannte man Margot Honecker in der DDR auch die "Blaue Eminenz". 1978 führte sie in den Klassen neun und zehn den Wehrunterricht als verpflichtendes Unterrichtsfach ein. Katholische und evangelische Kirche kritisierten den Schritt, doch ohne Erfolg. Zurückgenommen wurde Honeckers Beschluss nicht. Nach der Wende warf man der hochrangigen DDR-Funktionärin vor, für Zwangsadoptionen verantwortlich gewesen zu sein: So war einigen DDR-Bürgern, die die SED-Staatsführung für politisch ungehorsam hielt, das Sorgerecht für ihre Kinder entzogen worden. Bildrechte: imago/Sven Simon
Margot und Erich Honecker in Begleitung zweier Männer
Mit der politischen Wende im Herbst 1989 waren die Honeckers auf der Flucht, vor der Justiz und vor aufgebrachten Bürgern. Aus der Prominentensiedlung in Wandlitz nahe Berlin, wo sie seit 1958 lebten, hatte man sie vertrieben. Vorübergehend fand das obdachlose Ehepaar eine Bleibe bei einem Pfarrer nahe Bernau. Später zogen sie ins sowjetische Militärhospital im brandenburgischen Beelitz, das auf dem Foto zu sehen ist. Bildrechte: Christina Kurby
Margot Honecker vor der Volkskammer
So ist Margot Honecker wohl den meisten DDR-Bürgern noch in Erinnerung: Als Volksbildungsministerin der DDR. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
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