Glaubwürdig | 31.10.2018 Thomas Begrich: "Der Glaube ist ein großer Schatz"

Sein Leben ist geprägt vom Christsein in der DDR. Er verweigert den Wehrdienst und wird vom Theologiestudium exmatrikuliert. Doch er hat Glück und wird Ökonom.

Thomas Begrichs dienstliche Verpflichtungen als Finanzchef der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) liefen im Jahr des großen Reformationsjubiläums 2017 aus. Nach einem Berufsleben voller Herausforderungen freute er sich auf den Ruhestand. Obwohl, Begrich meinte: "Solche Leute wie ich, die nie auf Bau und Dach arbeiten mussten, die könnten bis 70 arbeiten."

Als Kind einer Thüringer Pfarrerdynastie wuchs er "privilegiert im geistigen Sinne" auf. Seine Sonderrolle musste er sich nicht erkämpfen, er war entschuldigt. Später aber eckte er an in der DDR. Mit seiner Verweigerung des Militärdienstes endet sein Theologiestudium, Begrich ging ungelernt in die Produktion. Der Glücksfall war ein Vorgesetzter, der ihm ein Fernstudium ermöglichte. So wurde er Ökonom - und wie seine Karriere zeigt, kein schlechter. In den 1980er-Jahren leitete er das evangelische Johanniterkrankenhaus in Genthin. Schwierige Zeiten, über die er heute sagt, sein Glaube habe ihn zu Veränderungen gebracht und dann geholfen, die Folgen auszuhalten:

Weil mein Vater hat immer gesagt hat: 'Sterben ist von der einen Hand Gottes in die andere wechseln.' - Wovor muss ich Angst haben im Leben, wenn ich weiß, da ist jemand, der mich auffängt.

Von 1990 bis 2003 stellte er sich einer neuen großen Herausforderung. Er wurde Finanzdezernent der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen in Magdeburg und war maßgeblich an kirchlichen Strukturreformen beteiligt.

Zuletzt aktualisiert: 01. November 2018, 22:38 Uhr