Glaubwürdig |20.12.2020 Engagiert in der Altmark: Margret Zwinzscher

Margret Zwinzscher betreibt mit ihrem Mann eine kleine Pension in Werben. Hauptsächlich Pilger sind ihre Gäste. Das ittelalterliche Werben hat es dem Ehepaar angetan. doch leider stehen hier viele Häuser leer. Margret Zwinzscher will sie – gemeinsam mit Nachbarn - vor dem Ruin bewahren.

Oh, es riecht gut! Nach Marzipan, Vanille und Bratapfel. Alle Jahre wieder, bis auf 2020. Auf dem Weihnachtsmarkt im altmärkischen Werben an der Elbe hatte Margret Zwinzscher immer einen Stand. Wegen der köstlichen Äpfel aus ihrem Ofen kamen einige Leute sogar aus Berlin! Werben ist die kleinste Hansestadt. Hier leben nur noch 1.000 Menschen. Damit es wieder mehr werden, haben Margret Zwinzscher und engagierte Nachbarn einen Arbeitskreis zu Rettung ihres Städtchens gegründet.

Wir werben für Werben! Es geht darum, Interessenten für unsere leer stehenden Biedermeier-Häuser zu finden. Wir freuen uns über jeden, der zuzieht.

Margret Zwinzscher


Margret Zwinzscher ist selbst eine Zugezogene. Die heute fast 60jährige wuchs in Dresden auf. Mit 18 ließ sie sich gegen den Willen ihrer Eltern taufen und begann in Neinstedt (im Harz) eine kirchliche Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin. Ihre erste Arbeitsstelle verschlugt sie in die Altmark. Sie heiratete und bekam vier Töchter. Die sind inzwischen aus dem Haus. Doch Hände in den Schoß legen, das ist nichts für Margret Zwinzscher. Neben ihrer Arbeit beim Diakoniewerk betreibt sie mit ihrem Mann eine Fahrradpension und kümmert sich, wenn es sein muss, Tag und Nacht, um eine offene Kirche in Werben.