Glaubwürdig | MDR FERNSEHEN | samstags | 18:45 Uhr Die Porträts in den kommenden Wochen

"Glaubwürdig" stellt Menschen vor, die ihren christlichen Glauben beispielhaft leben. Dass aktives Christentum dabei nicht spektakulär sein muss, sondern Engagement oftmals unscheinbar ist, zeigen die Menschen "von nebenan", denen diese Sendereihe gewidmet ist.


02.06.2018 | Valerie Brünner

Eine junge Frau sitzt am Rand einer Zufahrt vor einem Gebäude. Valerie Brünner.
Valerie Brünner vor der Theologischen Hochschule Friedensau Bildrechte: MDR/Elke Thiele

Valerie Brünner ist im französischsprachigen Teil der Schweiz aufgewachsen. Nach der Schule wollte sie richtig Deutsch lernen und ging nach Sachsen-Anhalt. Im Dorf Friedensau fiel ihr die Eingewöhnung nicht schwer, denn hier leben und arbeiten vor allem Siebenten-Tags-Adventisten. Zuhause in der Schweiz ist Valerie mit dieser Freikirche groß geworden, das Gemeindeleben ist ihr vertraut. Zum Beispiel feiert diese Glaubensgemeinschaft am Samstag den Gottesdienst und nicht am Sonntag.

In Friedensau traf Valerie ihren zukünftigen Mann. Beide wollten keine Fernbeziehung. Und so beschloss Valerie Brünner, im Ort zu bleiben und an der hiesigen Theologischen Hochschule Sozialwesen zu studieren - so wie ihr Mann. Die beiden lieben Musik und produzieren Lieder und Videos mit christlichen Inhalten. Inzwischen sind sie eine kleine Familie geworden - und fest verwurzelt in Friedensau.


09.06.2018 | Olaf Schwertfeger

Olaf Schwertfeger (59) bezeichnet sich als Berufsjugendlichen. Seit über 20 Jahren ist er im diakonischen Freizeittreff "Popcorn" tätig. Das "Poppi", wie es genannt wird, ist Anlaufpunkt für Kinder und Jugendliche zwischen 8 und 20 Jahren - bei Erfahrungen mit Gewalt, Sucht oder Mobbing. Aber auch  Eltern, Lehrer und Sozialarbeiter kommen hierher und holen sich Rat.

Olaf Schwertfeger ist heute Leiter des Hauses. Außer am Sonntag ist sein "Poppi" jeden Tag geöffnet. Kochen, Basteln, Tanzen, Billard spielen, Sportangebote. 15-30 Jugendliche kommen täglich in die Einrichtung der Jakobskirchgemeinde in Köthen, viele aus schwierigen Verhältnissen. "Wenn Kinder und Jugendliche hier lernen, sich gegenseitig zu respektieren und mit ihren Stärken und Schwächen umzugehen, ist schon viel gewonnen", sagt Schwertfeger und will dabei auch Vorbehalte gegenüber der Kirche abbauen, ohne zu missionieren. "Wir wollen zeigen, wir Christen sind ganz normale Menschen. Und wenn dann jemand sagt, euren Glauben finde ich toll, dann umso besser!"

Zuletzt aktualisiert: 07. Januar 2014, 11:46 Uhr