Rosemarie Salzmann
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Glaubwürdig | 21.04.2018 Rosemarie Salzmann: Stricken, um Freude zu schenken

Rosemarie Salzmann kennt in der Lutherstadt Eisleben wohl fast jeder. Mit ihren Strickarbeiten schmückte sie sogar schon eine Fußgängerbrücke.

Rosemarie Salzmann
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

osemarie Salzmann ist in der Lutherstadt Eisleben bekannt wie ein bunter Hund. Seit 58 Jahren lebt sie hier, und sie liebt das Häkeln, Stricken und Sticken. Einst saß sie an der Kasse der Bank, jeden Tag mit einem anderen selbstgestrickten Pullover. Das fiel auf. Seit sie Rentnerin ist, beglückt sie die Eislebener und Touristen mit ihren Häkelarbeiten. Wenn man von der Lutherschenke über den kleinen Fluss "Die böse Sieben" geht, kann es sein, dass man auf die gepflegte alte Dame trifft, die mit bunter Wolle liebevoll das Brückengeländer einhäkelt. Und wenn man stehenbleibt und sich mit ihr unterhält, hat sie ihr Tagwerk getan und freut sich: Den Menschen mit ihren Maschen ein Lächeln ins Gesicht zaubern, ist ihr Lebensinhalt. Denn ihre zweite Leidenschaft ist das Verschenken.

Ohne kleine Geschenke gehe ich eigentlich nicht aus dem Haus. Und wenn ich jetzt wieder zum Kirchgottesdienst gehe, da sitzt ja auch wieder jemand bei mir. Meistens kenne ich die auch, und dann geb ich auch mal eine Handarbeit hin.

Angefangen hat das alles 2012 mit der Initiative der Kirchgemeinde St. Andreas-Nicolai-Petri, die mit mehreren Frauen zusammen eine kleine Fußgängerbrücke über den Fluss an der Lutherschenke umstrickten und umhäkelten. Letztes Jahr, es war das im Lutherjahr 2017, hatte Rosemarie Salzmann Großes vor: Sie wollte die Lutherrose häkeln und sie sowohl der Pfarrerin als auch der Bürgermeisterin überreichen. Weltliches und Kirchliches gehören für sie zusammen. Und was Häkeln mit Glauben zu tun hat, das wird sie erzählen.

Zuletzt aktualisiert: 23. April 2018, 15:34 Uhr