Glaubwürdig | 26.12.2018 Krippensammler Hartmut Förster

Pfarrer Hartmut Förster sammelt Krippen aus aller Welt. Über 500 sind es mittlerweile, und einen Teil davon stellt er auf seinem Hof in der Altmark aus.

Das kleine Lüdelsen im Altmarkkreis hat eine internationale Krippensammlung und mit Hartmut Förster einen Pfarrer in Rente, der noch keine Lust auf Ruhestand hat. Anfangs von der Sammelleidenschaft getrieben, begann Hartmut Förster nach der Wende, Krippen zu sammeln. Inzwischen sind es eher die Geschichten der Krippen, die den über 70-Jährigen faszinieren. Gerade die mitteleuropäischen Krippen erzählen ein Stück Geschichte von wandernden Schnitzern und den Werten der jeweiligen Zeit. Darüber hinaus hat der evangelische Christ mithilfe der deutschen Botschaften und Auslandspfarrer Stücke aus der ganzen Welt, die zeigen, wie Christen die Weihnachtsgeschichte symbolisieren.

Für viele Familien ist die Krippe ein Stück Heimat, verbunden mit Kindheitserinnerungen. So auch bei Försters.

Die Krippe, die wir damals hatten, stammte aus dem Thüringer Wald. Die stand, als wir dann nach oben ins Pfarrhaus in Dittfurt gezogen waren, in der Stube. Mein Vater spielte 'Ihr Kinderlein kommet', und wir marschierten in die Stube rein. Der erst Blick, den ich heute noch vor Augen habe, war auf diese bunten Figuren der Krippe.

Hartmut Förster

Das ganze Jahr über kommen Besucher in Försters Dauerausstellung. Für ihn ist die Krippe eines der emotionalsten Symbole der Christen. In ihnen stecke oft der tiefe Glaube der Schnitzer oder Künstler: Gott habe ein lebendiges Zeichen gesetzt und fordere die Menschen auch mit der Weihnachtsgeschichte auf, aktiv zu werden. Das ist sehr in Hartmut Försters Sinne.