Glaubwürdig | 27.07.2019 Yohan Chung: Musik soll Menschen im Glauben vereinen

Er liebt Bach und das Orgelspiel. Zum Studium kam er 2011 nach Leipzig, heute ist Yohan Chung Kantor in Chemnitz-Gablenz. Wie er seine Leidenschaft und seinen Glauben lebt, begeistert die Menschen der Andreasgemeinde.

Yohan Chung ist leidenschaftlicher Musiker, besonders die Orgel fasziniert ihn. So sehr, dass er 2011 aus Südkorea nach Deutschland kam, hat die Orgelmusik hier doch eine jahrhundertealte Tradition.

Glaubwürdig Yohan Chung, Kantor in Chemnitz
Die Orgel in der St. Andreas-Kirchgemeinde Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Wenn der 31-Jährige auf der "Königin der Instrumente" spielt, dann ist das für ihn wie eine Reise zu seinem großen Vorbild: Bach! Sein Vorname scheint Programm.

Wegen seiner Verehrung für den Thomaskantor studierte Yohan an der Leipziger Hochschule für Musik und Theater, später vertiefte er sich in Bremen noch in Studien der Alten Musik.

Ich liebe Bach, und Bach kommt aus Leipzig. Da habe ich mich entschieden.

Yohan Chung, Kantor und Organist

Von Südkorea nach Sachsen: Kantor und Organist

Glaubwürdig Yohan Chung, Kantor in Chemnitz
"Immer mit Lust dabei" Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Yohan Chung wuchs zuhause in Südkorea als Pfarrerssohn in einem christlich geprägten Elternhaus auf. Erst nahm er Klavier- und Geigenunterricht. Doch weil er jeden Tag auch in der Kirche seines Vaters war, lernte er auch die Orgel kennen. Später entdeckte er Bachs Kirchenmusik für sich, die er besonders liebt. Denn eigentlich ist die Musik, die in den Kirchen in Südkorea gespielt wird, eher amerikanisch geprägt. Der Familientradition, seinem Glauben und seiner Leidenschaft folgte Yohan Chung quasi gleichermaßen, als er nach dem Studium Kantor wurde. Die Musik, sie soll die Menschen im Glauben vereinen, sagt er.

Ich bin nicht nur Organist, sondern auch ein christlicher Mensch. Das bleibt immer gleich.

Yohan Chung, Kantor und Organist
Glaubwürdig Yohan Chung, Kantor in Chemnitz
Bei der Chorprobe Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Gemeinsam mit seiner Frau, einer südkoreanischen Musikerin, die er in der Bachstadt kennenlernte, lebt er nun im ruhigen Chemnitzer Stadtteil Gablenz. In der evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde leitet er gleich zwei Chöre, außerdem baut er gerade einen Kinderchor auf. Sein Lieblingsinstrument, die Orgel studiert er immer noch, nun in Dresden. Als Organist und Cembalist ist er inzwischen in ganz Deutschland unterwegs. Es soll nicht langweilig werden, sagt er. Die, die zu ihm kommen, sollen hören, dass er fröhlich und mit Lust dabei ist.

Zuletzt aktualisiert: 01. August 2019, 11:30 Uhr