Glaubwürdig | MDR-Fernsehen | 15.10.2022 | 18:45 Uhr Karolina Trybała

Der Sängerin Karolina Trybała gehen Jazz, Klezmer und Chanson genauso über die Lippen wie Klassik. In ihrer Musik verbindet sie nicht nur zahlreiche Kulturen. Sie arbeitet auch mit einem multi-religiösen Ensemble.

Karolina Trybala
Karolina Trybała ist Jazzsängerin. Bildrechte: Glaubwürdig/Remo Rink

Aus ihrem Geburtsland Polen hat die Sängerin Karolina Trybała eine starke Verbindung zum Glauben mitbekommen. Ihre Eltern benannten sie nach Karol Wojtyła, dem späteren Papst Johannes Paul II.

Auf einer Besuchsreise in Polen segnete der damals frisch gewählte Papst den Bauch ihrer schwangeren Mutter. Daraufhin erwartete die Familie einen Sohn, der einen geistlichen Weg einschlagen sollte, wie Karolina erzählt.

Musikprojekt "Klänge der Hoffnung"

Einen geistlichen Weg schlug sie nicht ein, doch sie hat ihre eigene Art gefunden, Menschen zu bewegen: "Musik trägt die Essenz der menschlichen Seele in sich." Seit fünf Jahren arbeitet sie am Projekt "Klänge der Hoffnung". Es ist ein integratives Projekt. Zum Ensemble gehören Geflüchtete, die musikalische Einflüsse aus aller Welt einbringen, von persischer und afghanischer über lateinamerikanische bis zu arabischer Musik und Klassik. Dazu gehören auch religiöse Einflüsse. Unter den Musikerinnen und Musikern gibt es Verbindungen zum Judentum, bekennende Katholiken, Protestanten und Baptisten genauso wie Moslems, die in unterschiedlicher Ausprägung praktizieren.

Ihr selbst wurde der polnische Katholizismus schon in der Jugend zu eng, heute ist Karolina Trybala zu politisch, wie sie sagt. Dennoch hilft die Musik hilft der Sängerin, sich des eigenen Glaubens bewusster zu werden: "Durch den Kontext und Vergleich von Religionen und Kulturen werden die Ursprünge des Glaubens klarer."

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Glaubwürdig | 15. Oktober 2022 | 18:45 Uhr