Glaubwürdig | 24.12.2018 Rolf Zuckowski - Lieder als Glaubenssuche

Zuckowski bezeichnet sich selbst als Glaubenssucher, nicht statisch fromm. Er offenbart seine Gedanken in seinen Liedern. Sie erzählen Geschichten von Menschen, es geht darin um Schicksal, um Mut, um Kraft.

Rolf Zuckowski ist der Star in vielen Kinderzimmern: "Wie schön, dass du geboren bist" oder "In der Weihnachtsbäckerei" kennt wohl jeder. Zuckowski ist einer der berühmtesten Kinderliedermacher Deutschlands. Seit vier Jahren steht der Musiker nicht mehr auf der Bühne. Stattdessen kümmert er sich um Kinder und stellt Musikprojekte auf die Beine.

Der Urstoff des Lebens

"Wer einem Kind begegnet, der begegnet Gott auf frischer Tat." Dieser Ausspruch Luthers begleitet Rolf Zuckowski seit Jahrzehnten. Er sieht in Kindern den Urstoff des Lebens – sie lieben, sie beschützen, ihnen Wege aufzeigen und sie auch irgendwann loslassen können, das gehört für den dreifachen Familienvater dazu.

Es gibt dann auch einen Gedanken, der heißt: Ich liebe das, was aus dir werden kann, und nicht, was du jetzt bist oder was du mal warst. Und ich finde, das trifft auf Kinder auch sehr zu. So wie jede Pflanze irgendwie aufgehen kann und zur Blüte kommen kann, aber auch vom Sturm geschüttelt werden kann, geht es dann eben auch Kindern. Aber was Gott gemeint hat, als er den Menschen schuf, glaub ich, dass können wir an Kindern ganz besonders stark spüren.

Rolf Zuckowski

Kinder brauchen Musik

In Kindertagen sang Rolf Zuckowski mit seiner Mutter beim Aufwaschen, beim Autofahren, überall. Das geht heute immer mehr verloren. Um Kindern das Musizieren wieder näherzubringen, lädt Zuckowski regelmäßig zu einer "Klassenreise zur Musik" ein. Im Thüringischen Nordhausen treffen sich viele Kinder und studieren eine Woche lang ein Musical ein. "Kinder brauchen Musik! Sie macht stark und selbstbewusst."

Zuckowski bezeichnet sich selbst als Glaubenssucher, nicht statisch fromm. Er offenbart seine Gedanken in seinen Liedern. Sie erzählen Geschichten von Menschen, es geht um Schicksal, um Mut, um Kraft. Zuckowski beschreibt seinen Glauben am liebsten mit Kästners Worten: "Es gibt nichts Gutes, außer man tut es."

Zuletzt aktualisiert: 03. Januar 2019, 15:16 Uhr