Emma Hinze - die neue deutsche Radsprintkönigin

Emma Hinze
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Das Sportjahr 2020 begann für Emma Hinze bestens. Bei der Bahnrad-WM Anfang März in Berlin holte die 22-Jährige Gold - und das gleich 3mal! Im Teamsprint, Keinrin und Sprint war keine schneller als die gebürtige Hildesheimerin, die seit 2015 für den RSC Cottbus startet. Es sollte ein perfekter Start ins Olympia-Jahr werden, doch dann kam Corona. Wettbewerbe abgesagt, Trainingspläne umgeschrieben und auch Olympia wackelt. "Es ist für alle von uns gerade schwierig, aber ich versuche das Beste daraus zu machen. Zum Glück läuft das Training weiter", erzählt sie im Interview mit dem ZDF.

Olympia bliebt weiter das große Ziel. Ich weiß, wo ich hin will. Ich weiß nur nicht, wann ich abliefern muss.

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Emma Hinze bei der Bahnrad-WM 2020 in Berlin Bildrechte: dpa

Emma Hinze hat trotz der Coronakrise gute Trainingsbedingungen und kann in Cottbus ihre Runden drehen. Sie ist jetzt in der Form ihres Lebens, sagen Experten. Doch diese Form ohne Wettkämpfe zu bewahren, wird eine Herausforderung - physisch und mental. Als dann noch die Olympia-Absage dazukommt, bricht für Hinze eine Welt zusammen. "Am ersten Tag habe ich mich im Training leer gefühlt. Man plant vier Jahre auf diesen Moment hin", erzählt sie im Interview. Doch Emma Hinze ist auch Optimistin und schaut nach vorn. Dann eben Olympia 2021! Und vorher noch eine "Goldene Henne" gewinnen. In der Kategorie "Aufsteiger" ist die junge Frau nominiert. So ganz ohne Trophäen wird das Jahr der Emma Hinze vielleicht doch nicht enden.

Über dieses Thema berichtet der MDR auch im TV: Die Goldene Henne | 30.10.2020 | 20:15 Uhr