Die Goldene Henne "Unsere Zukunft": Eisbär-Forscherin Sybille Klenzendorf bekommt Goldene Henne

2100 könnte der Eisbär ausgestorben sein, wenn nichts gegen den Klimawandel unternommen wird. Dessen ist sich Sybille Klenzendorf, gemeinsam mit führenden Forschern sicher und leistet deshalb Aufklärungsarbeit. Für ihren Einsatz für bedrohte Tiere erhält die Biologin nun die Goldene Henne.

Sybille Klenzendorf
Eisbärenforscherin Sybille Klenzendorf bekommt die Goldene Henne. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Die Karlsruherin studierte in den USA Biologie und Wildtier-Management und fing anschließend an, für die Naturschutzorganisation WWF zu arbeiten. Sie war auf der ganzen Welt unterwegs um auf die Probleme wilder Tiere aufmerksam zu machen, sie hielt bei großen Konzernen Vorträge oder schulte Ranger. Insgesamt lebte und arbeitete Klenzendorf 22 Jahre lang in den USA, seit 2013 ist sie wieder in Deutschland tätig.

Auch wenn sie sich für alle wilden Tiere einsetzt, so schlägt ihr Herz doch besonders für die Bären. Vor allem der Eisbär hat es ihr angetan, denn er ist es auch, der zu einem Symbol des Klimawandels werden könnte. Das arktische Meereis schrumpft immer weiter, Eisbären finden weniger Nahrung und müssen immer weitere Wege zurücklegen. Sybille Klenzendorf schätzt, dass Eisbären bis zum Jahr 2100 ausgerottet sein werden, wenn nichts gegen den Klimawandel getan wird. Durch ihre Arbeit möchte sie auf diesen Umstand aufmerksam machen und somit nicht nur den Eisbären, sondern auch allen anderen gefährdeten Tierarten helfen.

Viele Leute tun ja schon was, aber wir müssen jetzt alle in die gleiche Richtung etwas tun, alle zusammen an einem Strang ziehen.

Sybille Klenzendorf

Um ihre Arbeit zu würdigen hat die Jury der Goldenen Henne die 49-Jährige nun in der Kategorie "Unsere Zukunft" ausgezeichnet.

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Die Goldene Henne | 17. September 2021 | 20:15 Uhr