Hauptsache Gesund | Chat Tinnitus: Dauerlärm im Ohr - Der Chat zum Nachlesen

Tinnitus ist eine Belastung für Körper und Seele. Was lässt sich dem entgegensetzen? Im Chat beantworteten HNO-Arzt Dr. Boris Müller und Psychologe Daniel Reinhardt vom Tinnitus-Zentrum des Uniklinikums Jena Fragen.

  • Moderator: Ich begrüße Sie zum "Hauptsache gesund"-Chat.
  • Moderator: 21 Uhr geht es los. Sie können aber bereits Ihre Fragen stellen.
  • Moderator: Tipp: Bitte keine externen Links verwenden, keine persönlichen Daten hinterlegen.
  • Moderator: So funktioniert es: Ihre Frage erscheint im Chat, sobald sie von einem Experten beantwortet wurde.
  • Boris Müller: Test ?
  • Moderator: Test hat funktioniert:-)
  • Moderator: Ich begrüße Sie im Chat!
  • Daniel Reinhardt: test2
  • Ein Zuschauer fragt: Manja: Ich habe seit mehr als 10 Jahren Tinnitus. Ein gleichbleibendes Geräusch. Kann sich das noch ändern? Inwiefern und wodurch?
  • Boris Müller: Lieber Herr Behrendt. Dass der Tinnitus nach so vielen Jahren wieder von alleine verschwindet ist relativ unwahrscheinlich. Am besten sie lassen ihr gehörg mal von einem HNO Arzt testen. Vielleicht können Hörgeräte helfen.
  • Moderator: Ich begrüße auch Sie im Chat:-) Beide Experten stehen damit in den Startlöchern. In wenigen Minuten geht es los.
  • Ein Zuschauer fragt: Herr Behrendt: Tinitus beidseitig, wegen zerstörter Hörhäärchen. Aussicht auf Heilung? Hörgeräte trage ich mittlerweile wegen schwerhörigkeit auf dem rechten Ohr. Der Arzt teilte mir mit das dies durch den Tinitus entstanden ist.
  • Boris Müller: Boris Müller: Lieber Herr Behrendt. Dass der Tinnitus nach so vielen Jahren wieder von alleine verschwindet ist relativ unwahrscheinlich. Am besten sie lassen ihr gehörg mal von einem HNO Arzt testen. Vielleicht können Hörgeräte helfen
  • Ein Zuschauer fragt: Frau Schmid: rauschen in den ohren,aber auch im ganzen kopf, verstärkt sich in der nacht.ist das wirklich tinnitus? nehme padma 28,vorher lange ginkgo und aspirin cardio,nicht geholfen.was kann ich noch versuchen?
  • Boris Müller: Liebe Frau Schmidt. Diesen Geräusch kann durchaus ein Tinnitus sein. Über den Tag haben wir meistens so viele Geräusch um uns herum und sind über die Alltagstätigkeit so abgelenkt, dass wir das Geräusch gar nicht wahrnehmen. Klassischerweise wird ein Tinnitus lauter wahrgenommen wenn die Umgebung leise ist (also Abends beim zur Ruhe kommen und Nachts). Dann wäre z.B. eine leise Geräuschquelle hilfreich, um sich etwas von den Geräuschen abzulenken
  • Ein Zuschauer fragt: Herbert Schreiber: Man sagt, bei Tinnitus hat man einen Pfeifton im Ohr, bei mir ist es so als wenn ich in einer Fabrikhalle stehe wo irgendwelche Maschinen laufen, brummen oder Nachts, meist gegen früh höre ich den Nachrichtensprecher reden. Habe schon die Nachbarn gefragt, die hören nichts. Ist das auch Tinnitus und was kann ich dagegen tun. Ich trage ein HdO-Hörgerät im linken Ohr. Am schlimmsten ist es wenn das Hörgerät raus ist.
  • Daniel Reinhardt: Als Tinnitus kann man jedes Geräusch bezeichnen, was nur sie hören können und keine äußere Schallquelle besitzt. Es muss also kein "Pfeifen" sein. Maschinenbrummen gehört also auch dazu. Eine Klare Stimme zu hören jedoch, kann man nicht als Tinnitus bezeichnen. Das Tragen eines Hörgerätes Ist empfehlenswert, da der Tinnitus durch Stille Verstärkt wahrgenommen wird.Es gilt also absolute Stille zu vermeiden und vor allem die Aufmerksamkeit gezielt vom Tinnitus weg zu lenken.
  • Ein Zuschauer fragt: Frau Schad: Ich habe ich gehört, dass man mit einem Laser sein Gehör verbessern kann, weil bestimmte Frequenzen stimuliert werden. Bei mir ist es ein sehr hohes Pfeifen. Sollte ich mir dieses Gerät kaufen oder gibt es das möglicherweise von der gesetzlichen Krankenkasse? Wie werten Sie die Erfolge mit diesem Laser auch, wenn dieses Ohrgeräusch auf beiden Ohren schon sehr lange besteht?
  • Boris Müller: Liebe Frau Schad. Es gibt viele Laserangebote gegen Tinnitus. Ich kenne niemanden, dem das geholfen hat und von der Kasse wird das nicht übernommen. Die Erfolgsaussichten einer Lasertherapie sind sehr gering einzuschätzen.
  • Donald: Gibt es belastbare Studien, ob Tinnitracks hilft?
  • Daniel Reinhardt: Bisher lässt sich meines Wissens zur Wirksamkeit von TT, auf Grund des jungen Alter,s nichts aussagen
  • Nina: Hallo, habe seit ca. 2 Jahren immer wieder für ca. 3-4 Monate einen pulssynchronen Tinnitus im linken Ohr, höre dann meinen eigenen Puls laut rauschen. HNO Arzt hat nichts gefunden, MRT des Kopfes u Ultraschall des Halses waren ohne Befund. Was kann die Ursache sein u was kann ich dagegen tun? Das Rauschen belastet vor allem nachts extrem.
  • Boris Müller: Hallo Nina. Die Ursachen für einen pulssynchronen Tinnitus können vielfältig sein. Es gibt auch eine Reihe internistischer Erkrankungen die das bedingen können. Auf der anderen Seite gibt es viele Patienten mit pulssynchronen Tinnitus, wo man keine Ursache findet und dann ein "normaler" Tinnitus angenommen wird. Wenden sie sich am besten mal an ihren Hausarzt zur weiteren Untersuchung.
  • Boris Müller: Beantwortung der Frage von Manja. Das nach zehn Jahren der Tinnitus weggeht ist recht unwahrscheinlich. Auf jeden Fall sollte man das Hörvermögen testen lassen. Evtl. können Hörgeräte helfen.
  • Donald: Sollte man chronischen Tinnitus nicht als ein normales Hörgeräusch wahrnehmen? Sämtliche Therapien helfen nur bedingt? Sport hilft und progressive Muskelentspannung nach Jakobson. Stress minimieren, wenn möglich. Musik hören als Ablenkung. Aber mehr kann man als Patient aus meiner Sicht nicht machen.
  • Daniel Reinhardt: Sie haben sehr schöne Beispiele genannt um die Belastung durch den T. zu senken, danke sehr! Eine gewisse Einstellungsänderung zum T. ist ebenfalls wichtig, wie sie es bereits beschreiben. Generell gilt: Wenn der Tinnitus als gefährlich eingeschätzt wird, hält das den T. im Fokus der Aufmerksamkeit.
  • hearing: kann tinitus (tritt nur in Stille auf)von der HWS kommen. hatte einen Tieftonverlust bis 35db dopplethören, Echo letzes jahr, 2 fache Bandscheibenvorwölbung in der HWs vor 2 jahren, m. meniere wird auch angenommen
  • Boris Müller: Hallo. Wir wissen das Fehlstellungen der HWS eine Mitursache von Tinnitus sein können aber es ist nie die alleinige Ursache. Dementsprechend ist eine physiotherapeutische Begutachtung und ggf. Beübung sinnvoll, sollte aber nie alleinig ohne HNO Mitbetreuung durchgeführt werden. Es kann durchaus sein dass auch der Hörverlust für den Tinnitus mitverantwortlich ist. Wenn sie einen Meniere hätten, müssten sie aber auch Schwindel haben...
  • Daniel Reinhardt: Dafür reichen Gedanken wie "das stört", "das nervt", "wird das noch lauter?", "bin ich vielleicht krank?". Wenn man auf die Tinnituswahrnehmung mit Wut oder Angst reagiert, führt dies zu einer Stressreaktion. Wichtig zu sagen ist, dass der Tinnitus selbst nicht gefährlich ist. Er kann Ihnen "nichts tun". Es ist die Stressreaktion, welche die Probleme verursacht.
  • Helinda: Guten Abend, habe schon viele Jahre Tinnitus. Mein damaliger HNO meinte mit dem muss man leben. Kann man nach vielen Jahren noch was machen?
  • Daniel Reinhardt: bei einem chronischen Tinnitus (länger als 3 Monate) sinkt mit zunehmender Zeit die Wahrscheinlichkeit, dass er nochmal verschwindet. Allerdings kann man immer etwas an der empfundenen Belastung durch den Tinnitus verändern. 95% der chronisch Tinnitus Betroffenen leiden nicht unter dem Tinnitus, sie haben sich gut gewöhnt an das Ohrgeräusch
  • Nina: Welche internistischen Erkrankungen kommen denn in Betracht als Ursache für einen pulssynchronen Tinnitus?
  • Boris Müller: Liebe Nina. Alle "Erkrankugen" die den Blutfluss verändern können, können mitverantwortlich für einen pulssynchronen Tinnitus sein. Z.B. Schilddrüsenerkrankungen oder Erkrankungen die die Blutzusammensetzung verändern. Das ist aber sehr komplex. Der Ansprechpartner ist da auf jeden Fall der Hausarzt. Zumindest sollte man es ausschließen. Das MRT und die Sonographie der Halsgefäße waren aber auch auf jeden Fall richtig und wichtig.
  • nicki : WIE KANN MANN TINNITUS BEHANDELN ? HELLEN DA HÖRGERÄTE?
  • Daniel Reinhardt: Wie oben beschrieben, können Hörgeräte helfen mehr Geräusche von außen "zum Gehirn" zu bringen. Dabei ist die Chance hoch, dass der Tinnitus schon von Außengeräuschen überdeckt wird. Hörgeräte können aber auch entspannend wirken, wenn sich schlichtweg helfen, besser zu hören.
  • JOhannes: Wie kann ein Tinnitus behandelt werden, der bei Anspannen der Kiefermuskulatur lauter wird? Was ist die Ursache hierfuer?
  • Boris Müller: Hallo Johannes. Ob eine Aspannung der Kiefermuskulatur direkt für den Tinnitus verantwortlich ist wage ich zu bezweifeln. Auch in ihrem Fall würde ich unbedingt das Gehör testen lassen. Zusätzlich sollte man auch das Kiefergelenk beim Kieferorthopäden checken. Ggf. hilft eine Schiene. Die Genaue Ursache einer Tinnitusverstärkung durch Anspannung der Kiefermuskulatur ist aber nach wir vor unklar.
  • Nina: Kann ein Bandscheibenvorfall an der HWS (C4,C5) Ursache für einen pulssynchronen Tinnitus sein u gibt es dann eine Möglichkeit der Heilung, wenn ja, welche?
  • Boris Müller: Wenn in diesem Bereich Gefäße komprimiert werden dann kann das durchaus (selten) der Fall sein. Um das heraus zu finden müssten man sich aber die Gefäße Bildgeben ansehen (z.B. über eine MRT -Angiogrpahie). häufig findet man aber auch hier kein Korrelat.
  • Nina: Vielen Dank für Ihre Antwort. Ich habe eine Schilddrüsenunterfunktion (Hashimoto), wobei der TSH-Wert öfter schwankt. Das könnte also eine Ursache für den zeitweiligen pulssynchronen Tinnitus sein?
  • Boris Müller: Naja..ich möchte mich da auch nicht zu sehr aus dem Fenster lehnen. Man sollte es aber mal Untersuchen.
  • Susi35: Ich hatte vor einem Jahr einen Hörsturz. Danach ging es mir einige Zeit wieder gut. Seitdem habe ich ab und zu ein brummen im rechten Ohr. Als würde eine Hummel ans Ohr fliegen und wieder weg fliegen. Es ist immer nur bei absoluter Stille, meist nachts im Bett, zu hören. Es fällt mir daher schwer nachts einzuschlafen. Kann man was dagegen machen, oder muss ich damit leben?
  • Daniel Reinhardt: Sie können ausprobieren z.B. Natürgeräusche, Musik, Hörbücher usw. mit Kopfhörern oder im Raum zum Einschlafen zu hören. Oder Entspannungsübungen (z.B. Atmungsübungen) durchzuführen.
  • Daniel Reinhardt: Ganz generell hilft den Schlaf zu verbessern: 1. erst ins Bett, wenn man müde ist. 2. immer zur selben Uhrzeit aufstehen 3. Bett, nur zum Schlafen (aufstehen und ablenken wenn man wütend, ängstlich, genervt im Bett liegt) 4. kein Mittagsschlaf Diese "Regeln" muss man mindestens über 2 Wochen durchhalten.
  • HaJott: Ich habe seit über 10 Jahren linkseitig einen dunklen Brummton. Halte ich das Ohr kurz zu und nehme den Finger wieder weg, verschwindet der Ton für eine Sekunde. Zudem war der Ton voriges Jahr nach einer Urlaub-Flugreise für 2 Tage komplett verschwunden. Ich habe das Gefühl, dass der Ton bei Stress und Aufregung auch lauter ist. Geht das noch als Tinnitus durch?
  • Daniel Reinhardt: Tinnitus hängt, wie oben bereits kurz beschrieben, mit Stress zusammen. Ihr gesamter körperlicher und geistiger Zustand bestimmt, wie gut Sie mit dem Tinnitus zurecht kommen.
  • Anne: guten Abend, seit meiner Schwangerschaft 2013 leide ich unter Tinnitus. Inzwischen mit zwei unterschiedlichen Tönen; einem hohen und tiefen Ton. Liege ich beim schlafen mit dem Betroffenen Ohr nach oben und mit dem gesunden Ohr im Kissen höre ich nix mehr
  • Daniel Reinhardt: Sie können die bereits erwähnten Tipps zur Aufmerksamkeitslenkung, weg vom Tinnitus, ausprobieren. Stille verstärkt den Tinnitus. Sie haben immer mehr Stille beim "kissen-Ohr". Also Geräusche helfen das T-Geräusch zu überdecken.
  • Gisi: Hallo.Habe beidseitiger Tinnitus mit zusätzlichem pulsierenden links der bei Aussengeräuschen ansteigt. Hyperakusis beidseitig und Höhrminderung links. Hörgerät kann ich nicht tragen.
  • Boris Müller: Hyperakusis (das Gefühl mit lauten Geräuschen nicht mehr so gut klar zu kommen) und dass dadurch der Tinnitus laute rwahrgenommen wird, sind häufige Probleme..wichtig wäre trotzdem nochmal Hörgeräte zu versuchen. Das Gehirn brauch akustische Reize um zu lernen was "laut" und was "leise" Geräsuche sind - somit sind Hörgeräte eine gute Methode mit der Geräuschüberempfindlichkeit besser rumgehen zu lernen.
  • zuendi: Hallo, ich leide schon seit 25 Jahren an Tinitus (ca. 8000Hz Ton). Ich kann ihn meist gut ausblenden. Aber in der letzten Zeit, bilde ich mir ein, dass er lauter wird, um so mehr mein Kreislauf schwächelt = unerträglich. Und das Gehör wird schlechter. Meine Angst ist - hoffentlich bleibt das nicht so, denn dann wird es unerträglich. Das der Tinnitus nicht mehr weg geht, ist klar und angenommen, aber wie kann man ihn zumindest auf diesen Stand halten?
  • Daniel Reinhardt: Genaugenommen verändert der T. seine Lautstärke gar nicht. er liegt immer ca. 15dB über der individuellen Hörschwelle. Es ist die Aufmerksamkeitslenkung, hin zu Tinnitus und die Angst- oder Stressreaktion, die Sie den Tinnitus stärker wahrnehmen lässt.
  • Kk77: Hallo. Wollte nur mal allen Mut machen. Hatte vor ca 4 Jahren einen höhrsturz und danach einen schlimmen tinitus der mich fast zum Wahnsinn getrieben hat.bin lange beim hno in Behandlung gewesen ohne Erfolg. Habe mich dann einer homöopathischen Behandlung unterzogen (akkupunktur) mit Erfolg!!!!Der tinitus ist komplett weg und ich höre wieder super!!!
  • Biene11: Das ging erstaunlicherweise sehr gut.
  • Gisie: Vielen dank. Das Problem ist eine schlingen der Arterie, die auf den höherer drückt...
  • Steffen : Was kann man gegen das Rauschen im Ohr tun?
  • Daniel Reinhardt: Schauen Sie bitte etwas zurück im Chat, dort habe ich schon ein paar Möglichkeiten beschrieben.
  • silviaschmidt: Ich hatte schon 5 Hörstürze, ständigen Druck auf dem linken Ohr und Rauschen. Ich mache Osteopathie und des Öfteren Infusionen. Gibt es weitere Behandlungsmöglichkeiten?
  • Boris Müller: Hall Silvia. Tinnitus nach Hörstürzen ist sehr häufig. Infusionen helfen beim chronischen Tinnits (= Tinnitus über 3 Monate betehend) häufig nicht mehr. Auch hier sollte man das Gehör testen. Evtl. können Hörgeräte helfen. Das Druckgefühl im Ohr ist auch sehr häufig bei Tinnitus-betroffen. Oft findet man aber diesbezüglich keine Ursache. Weiterhin zielführend ist Entspannungsübungen zu erlernen um besser mit Ohrgeräusch umgehen zu können.
  • selchen: 52 Jahre.Hallo habe seit einem Jahr links einen Tinitus und mich daran gewöhnt. Seit Januar nun rechts auch erst lautes, dann doppelte Hören und nun ein rauschen, was meist morgens besser ist, aber wieder kommt. nehme starke Rheumamittel Roactemra, hatte ziemlich Stress, lange KRANKHEIT, dann Arbeitsplatzwechsel und auch Ängste wie es weiter geht. Ein hörtest im Januar war ohne Befund. kann man doch noch etwas tun. Der HNO Arzt sagte, gehen sie wieder arbeiten, dann geht es weg.
  • Daniel Reinhardt: Der HNO meint wahrscheinlich: "Wenn Sie sich mit etwas beschäftigen (ablenken), wird Sie der Tinnitus weniger stören. Nach mehr als 3 Monaten sinkt allerdings die Wahrscheinlichkeit, dass er nochmal verschwindet.
  • S.Jäger: Mein linkes Ohr "schnallst" immer mal wieder zu und nach rechts ausstrahlend entseht dann ein Pfeifton. Mit bewusster Entspannung, Yogaatmung und Aufrichten des Oberkörpers ist das Ganze dann nach wenigen Minuten weg. Ist das ein Zeichen für eine mögl. Hörsturz? Ich habe auch sehr oft Nackenverspannungen und Rückenschmerzen.
  • Boris Müller: Ich kann sie hier beruhigen. Das sind keine Vorboten für einen Hörsturz. Auch dass man immer mal wieder einen Pfeifton hört, ist nicht unbedingt schlimm. Und das wichtigste habe sie ja bereits selbst erkannt: Entspannung, Yoga - das sind ganz tolle Möglichkeiten mit dem Pfeifen gut umgehen zu können. Sie sind auf dem richtigen Weg !
  • Wolfgang: Ich habe tinnitus seit einige Jahren, trage momentan 'noiser' hilft aber nicht. Habe über TiniTraks gehört. Ich denke es kann mir helfen, weil mein tinitus gleiche Frequence hat, die Geräte scheinen nicht für tiefere Frequence einstellbar zu sein,weil mein 'Tinitusfrequence hat 80 hz. Was kann ich tun?
  • Daniel Reinhardt: Wenn noiser Ihnen nicht helfen, haben Sie einmal Hörgeräte ausprobiert?
  • Wolfgang: Ich habe tinnitus seit einige Jahren, trage momentan 'noiser' hilft aber nicht. Habe über TiniTraks gehört. Ich denke es kann mir helfen, weil mein tinitus gleiche Frequence hat, die Geräte scheinen nicht für tiefere Frequence einstellbar zu sein,weil mein 'Tinitusfrequence hat 80 hz. Was kann ich tun?
  • Daniel Reinhardt: Wenn noiser Ihnen nicht helfen, haben Sie einmal Hörgeräte ausprobiert?
  • Wolfgang: Ich habe tinnitus seit einige Jahren, trage momentan 'noiser' hilft aber nicht. Habe über TiniTraks gehört. Ich denke es kann mir helfen, weil mein tinitus gleiche Frequence hat, die Geräte scheinen nicht für tiefere Frequence einstellbar zu sein,weil mein 'Tinitusfrequence hat 80 hz. Was kann ich tun?
  • Daniel Reinhardt: Wenn noiser Ihnen nicht helfen, haben Sie einmal Hörgeräte ausprobiert?
  • heinzi: Hallo, ich habe seid geraumer Zeit Tinnitus, auf dem linken Ohr. Ich weis durch selbsterapi das ich auch schon weniger höre (51 Jahre). Ich kann aber sehr gut schlafen kann.
  • Daniel Reinhardt: Ebenso würde Ich die bereits genannten Methoden und den Trageversuch von Hörgeräten empfehlen.
  • JOhannes: Mein Tinnitus ist teilweise sehr leise. Kann aber durch Müdigkeit und, oder Geräuscheinwirkung sehr laut und unerträglich werden. Dabei kann höre ich auch nicht mehr richtig, es schäppert und zischt. Gehörte Wörter werden unverständlich und die Ohren schmerzen bei jedem Geräusch. Kennen Sie soch eine Charakteristik? Was kann man tun um die Situation zu verbessern? Welche Diagnostik bietet sich an? Welche Therapie? Was kann man selbst tun?
  • Boris Müller: Das Hören ist ein sehr komplexer und sehr energieintensiver Vorgang und benötigt viel Konzentration. Daher ist es nicht verwunderlich und auch ein Stück weit normal, wenn ein vorbestehender Tinnitus bei Müdigkeit und Stress (zu dem auch die Geräuscheinwirkung gehört) lauter wird. Eine Möglichkeit wäre, sich bewusst zu Enstspannen und auch mal die "Notbremse" zu ziehen und sich aus einer solchen Situation zu entfernen. Probleme mit Tinnitus und Geräuschübermepfindlichkeit ents
  • katrin: Sind pulssynchrone Ohrgeräusche Tinitus?
  • Daniel Reinhardt: zB das Hören von Blutfluss kann ein "objektiver" also ein "Von Außen hörbarer" Tinnitus sein. Allerdings gibt es auch pulsierende "subjektive" Tinnitus.
  • Boris Müller: durch Hörprobleme - daher: Lassen sie ihr Gehör testen.
  • zuendi: DANKE, Sie haben Recht, ohne mich zu kennen, aber ich kann Ihre Worte bestätigen! Stress!! Freundliche Grüße zuendi
  • annegret: Hallo, ich habe nur ab und zu ein pfeiffen im Ohr mal links mal rechts muss ich da reagieren und den Arzt aufsuchen.
  • Boris Müller: Hi. Ein Pfeifen ab und zu ist völlig normal. Das haben 45% aller Menschen. Sollten sie beunruhigt sein, dann machen sie doch mal einen "Check up" beim HNO-Arzt ihres Vertrauens. Es ist aber gar kein Grund zur Beunruhigung.
  • klinge: Meinen Tinitus habe ich besiegt. Er ist auch nach einer schweren Krankheit nicht wieder aufgetaucht. Ich bin aber seitdem sehr geräuschempfindlich auf die Frequenz des Brummtons. Meine Therapie: Qi gong gegen Tinitus, konsequent jeden Tag, ca. 1 Jahr lang.
  • Daniel Reinhardt: Das freut mich sehr! Sie haben aber auch etwas Verändert: Entspannung als festen Bestandteil im Leben. Gegen die Hyperakusis (Geräuschüberempfindlichkeit) hilf nur, dass man Geräuschen nicht aus dem Weg geht. Versuchen Sie sich auch in "schöne, angenehme Hörsituationen" zu bringen. Außerdem fördert die starke emotionale Reaktion auf Geräusche die Hyperakusis.
  • Biene11: Also ich habe den Tinitus mit autogenem Training sofort beseitigt.
  • Daniel Reinhardt: Sehr gut!
  • Bini: Bei mir ist vor etwa einem Jahr am linken Ohr eine beginnende Innenohrschwerhörigkeit festgestellt worden, damit habe ich noch keine großen Probleme. Im rechten Ohr habe ich aber immer wieder Klopfgeräusche, wenn Automotoren laufen oder ein Brummi vorbei saust ... was könnte das sein
  • Boris Müller: Hallo Bini: Dass bei lauten Geräusche durch "Hörstress" Geräusche verursachen ist normal. Kein Grund zu Sorge.
  • Petra: Hilft Gingko gegen einen pulssynchronen Tinnitus?
  • Daniel Reinhardt: Es gibt keinen wissenschaftlichen Nachweis, dass Gingko chronischen Tinnitus beseitigen kann. Im übrigen gibt es keine medikamentöse oder andere Therapie weltweit, die einen chronischen Tinnitus verschwinden lassen kann. Für die Durchblutung oder Konzentrationsfähigkeit kann es aber sicher bei manchen Menschen hilfreich sein.
  • ich: Guten abendseit Dezember 2015 bin auch ich disziplinierter Tinnitracks-Nutzer. Täglich 90 Minuten Musik hören ist sehr anstrengend ... Aber man greift nach jedem Strohhalm und zieht die Geschichte 1 Jahr durch ... Gibt es unter den Chat-Teilnehmern ebenfalls Betroffene, die nach HH fahren?? Der Tinnitus hat sich noch nicht veränder - der Test beim Hoerakkustiker gestern ergaben immer noch 7500 Hz. Nun trage ich Testhoergeraete. Biene11 wie geht das mit dem autogenen Training ?? LG Ich
  • Helga: ich habe den Tinnitus seit etwa 10 Jahren. Ich höre ihn insbesondere, wenn's mir nicht so gut geht und auch morgens wenig aufwache. Was kann ich tun?
  • Daniel Reinhardt: Bitte lesen Sie sich die etwas älteren Posts weiter ober nochmal durch, dort habe ich bereits einige Sachen beschrieben.
  • Michi1983: Guten Abend, habe seit 2000 TT + Hyperakusis (ausgelöst durch Knalltrauma), welcher sich 2012 durch Fahrlässigkeit (Diskobesuch ohne Gehörschutz) verschlimmert hat. Seit 2014 nochmal eine Stufe schlimmer (ohne erkennbare Ursache, evtl. kleiner Hörsturz), die eigene Stimme verstärkt den Ton (ca. 11kHz) beim Sprechen sehr unangenehm. Hörverlust bei ca. 20dB. Welchen Sinn machen Hörgeräte, werden dadurch die beschädigten Sinneszellen nicht endgültig "weichgeklopft"?
  • Boris Müller: Hallo Michi. Sehr häufig wird Tinnitus und ein Hyperakusis über ein eine Hörminderung verursachendes Ereignis ausgelöst. Druch Hörgeräte soll das Hören wieder verbessert werden und durch adäquate Reize nimmt das Gehrin den Tinnitus weniger laut war (wie der Tinnitus in Stille wiederrum oft lauter wahrgenommen wird). Zudem machen Hörgeräte als medizinische Produkte keinen Innenohrschaden. Vielmehr wissen wir, dass der Hörnerv degeneriert wenn wie eine Hörschädigung zu spät versorgen
  • Heiko: Hallo. Bringt eine Behandlung in einer Druckkammer einen positiven Erfolg? Ich habe seit 5 Monaten Tinnitus!
  • Daniel Reinhardt: Wie gesagt, bei einem chronischen Tinnitus (länger als 3 Monate) zeigt leider keine Therapie aktuell, dass sie den T. verschwinden lassen kann.
  • rickyking: Gingo hilft nicht alles schon ausprobiert
  • Richard: Ich höre auf dem linken Ohr die Töne leiser. Wenn ich schraube ist das Ohr für 2 Minuten wieder frei und ich höre gut. Danach ist das Ohr wieder zu.
  • rpm: nach verminderter hörstärke auftreten von zeitweisem tinetus.ist dieses möglich? ein zu einem arztbesuch?
  • Boris Müller: Diese Frage wurde ähnlich schon im Chat beantwortet. Ein Hörcheck beim HNO-Arzt ist in jedem Fall zu empfehlen !
  • bienne11: Kann es sein dass man sich das Geräusch wegdenkt?
  • Daniel Reinhardt: Wenn Sie damit meinen, dass wir eigentlich alle T. haben, dann JA! Das Gehirn filtert bei jedem Menschen jeden Tag, jede Sekunde Geräusche heraus, die für uns keinen Informationsgewinn bringen aber immer da sind. Wie z.B. den T.
  • Auerhahn55: Ich hatte schon Tinnitus zeitweise in der Kindheit, auch einseitig, jetzt habe ich schon viele Jahre den Tinnitus rund um die Uhr in Kopfmitte. Stress und Lärm kommt als Auslöser bei mir nicht in Betracht. Aber meine Halswirbelsäule ist geschädigt, Heuschnupfen bei Frühblühern hatte ich auch. Ich weiß meine Störfrequenz leider nicht. Gibt es da etwas, was nicht 20,-€ im Monat kostet?
  • Daniel Reinhardt: Wie oben beschrieben: Sport und Entspannung, Ablenkung, Stille meiden.
  • HerrHuber: Sehr geehrte Experten, ich kann meinen hochfrequenten TT (Tinnitus) (>10KHZ) durch bestimmte Kieferbewegungen verstärken / verändern, generell auch bei bestimmten Druck auf gewisse Hinterkopfknochen. Ich kann mehrere TT-Frequenzen hören, allerdings nur diese hochfrequente Frequenz beeinflussen. Ist das normal, oder spricht das für eine körperliche Ursache? Warum kann ich nur diesen Ton beeinflussen? Gehör ist ausgezeichnet, ohne jede Schädigung lt. diverser Hörtests und Untersuchung
  • Boris Müller: Hallo. 85% der Tinnitusbetroffenen haben eine Hörminderung. Bei 15 % kann aber auch ein Tinnitus ohne nachweisbare Hörminderung auftreten. Bezüglich der Tinnitusbeeinflussbarkeit wie von ihnen beschrieben würde ich mal einen Physiotherpeuten konsultieren. Ansonsten hilft auch Enstspannung. Welche Frequenzen jetzt von dem Tinnitus-Betroffenen beeinflusst werden kann und welche nicht ist höchst individuell und medizinisch nicht relevant.
  • Jogi: Ich bin seit meiner Kindheit schwerhörig und Hörgeräteträger. Jetzt bin mittlerweile hochgradig schwerhörig und habe seit ein paar Jahre ein Grundrauschen auf dem rechten Ohr. Meine Frage können Hörgeräte Tinnitus mit verursachen bzw. verstärken?
  • Daniel Reinhardt: Nein, das ist mir nicht bekannt.Wie beschrieben ändert sich die Lautstärke des T. objektiv nicht.
  • Carina: Ich habe seit über 1 1/2 Jahren durchgehend einen Tinnitus und seit über einem halben Jahr einen drehschwindel (bis jetzt 5 mal). Bei mir wurde dann Morbus meniere festgestellt. Kann man dagegen was tun?
  • Boris Müller: Hallo Carina: Gegen den Tinnitus selbst helfen ggf (je nach Hörbefund) Hörgeräte/Enstspannung etc. Beim MMeniere gibt es je nach Leidensdruck verschiedene Methoden, vom Paukenröhrchen bis zur sog. Gentamycininstillation. Lassen sie sich am besten von ihrem HNO-Arzt über die Methoden im einzelnen Aufklären.
  • Wolfgang: wozu Hörgeräte, ich höre ja gut, noiser war für tinitus,
  • Daniel Reinhardt: Das verstehe ich. Mit Noisern haben wir auch gemischte Erfahrungen. HGs können auch Menschen helfen, die keinen Hörverlust haben, da sie die Filterfunktion fordern und trainieren.
  • jürgen: Durch meine Aortenbogenaneurysma Op habe ich den Tinnitus. Diesbezüglich war ich im Kopfcentrum. Und die Ärzte sagten irgendwie, mir Kortison zu spritzen. Wie funktioniert das
  • Boris Müller: Hallo Jürgen. Da ich mit ihrem Fall nicht vertraut bin kann ich da nicht so richtig was dazu sagen...
  • hellene: Kann es sein, dass ich das Rauschen eines Blutgefäßes höre und mein Ohrgeräusch gar kein Tinnitus ist?
  • Daniel Reinhardt: Das ist durchaus möglich. Dies kann ein HNO-Arzt herausfinden.
  • Max Freiberg: Ich habe einigen Jahren Tinitus - mal mehr, mal weniger. Ich weiß, dass Stress der Auslöser ist. Ich komme soweit mit dem T. klar und versuche durch Sport einen Ausgleich zu finden. Ich war nach einem leichten Hörsturz vor einigen Wochen beim HNO zum Hörtest; ist soweit alles ok. Meine Frage: Kann man einen T. "verschleppen" wenn man ihn nicht therapiert (ähnlich einer Erkältung), dass er dadurch irgendwann schlimmer wird?
  • Daniel Reinhardt: Nein, verschleppen können Sie ihn nicht.
  • selchen: Kann das Rauschen im Ohr bedeuten, dass bald das Gehör weniger wird?
  • Daniel Reinhardt: Der Tinnitus kann ihr Gehör nicht schädigen!
  • Ulrich: Hallo! Was bringen die Medikamente die in der Werbung stark beworben werden
  • Boris Müller: Hallo. Aktuell gibt es keine Medikamente (ob Ghinkopräparate, Aspirin, Schüsslersalze, Blutverdünner anderer Art, gegen Tinnitus beworbene Nahrungsergänzungsmittel etc.pp.) die gegen Tinnitus wirklich helfen (Abgesehen von einer gewissen Placebowirkung)
  • urbaum: Ich habe einen hochfrequenfen Tinnitus (9.000 Hz) beidseitig. Ich habs aeif November 2015 ein Hörgerät mit einem Programm Weißes Rauschen. Es überdeckt nicht wirklich. Könnte eine höhere Rauschfrequenz helfen?
  • Daniel Reinhardt: Ja wenn Sie die T- Frequenz "besser Treffen" könnte das den T. besser überdecken
  • rickyking: Leide seid Jahren an Tinnitus BS.schriller Pfeifton nur leider hilft ein Rauscher oder Hörgerät nicht. Bin am Ende werde auch als simmulant hingestellt. Was ist noch möglich?
  • Daniel Reinhardt: Weiter oben stehen bereits, hilfreiche Verhaltensweisen. Auf der Besuch einer Selbsthilfegruppe kann helfen einmal mit Betroffenen zu sprechen denen man nicht erst erklären muss, was T. ist und wie sich das anfühlt/hört.
  • Petra: Welche Art Medikamente können Tinnitus als Nebenwirkung haben?
  • Boris Müller: Hallo. Ich weis das in vielen Packungsbeilagen von Medikamenten Tinnitus als Nebenwirkung angegeben wird. Man sollte sich dadurch nicht beunruhigen lassen. Die allermeisten Medikamente, richtig angwandt und dosiert, verursachen oder verstärken keinen Tinnitus.
  • ona16: Ich habe seit einem Hörsturz ein lautes Rauschen im rechten Ohr.Habe Infusionen, cortison bekommen, aber es hat nichts geholfen. Nun nehme ich Padma Basic Tabletten und der Tinnitus ist fast verschwunden. Sobald ich die Tabletten absetze - setzt der Tinnitus wieder ein. Haben Sie eine Erklärung und kennen Sie das Präparat ?
  • Boris Müller: Leider ist mir das Präparat nicht bekannt. Das soll aber keine Rolle spielen. Hauptsache ist doch dass es ihnen hilft !
  • Franz: Habe seit 10J Tinitus u gleichzeitig Geschmacksinnverlusst dazu. Was kann ich tun?
  • Daniel Reinhardt: Schauen Sie nochmal weiter zurück im Chat nach Hilfen bei T.. Für Ihren Geschmackssinn müssten Sie einen Arzt konsultieren.
  • Max Freiberg: Das ist beruhigend. Danke!
  • ute: Ich habe ab in zu ein klopfen im Ohr, ist das auch Tinnitus? Da höre ich im linken Ohr meinen Herzschlag.
  • Daniel Reinhardt: auch Gefäße, die nah an einem Knochen liegen können den Herzschlag hörbar machen. Dies ist aber in der Regel unbedenklich.
  • Daniel Reinhardt: Sie dürfen jede Art von Hintergrundgeräuschen zur Ablenkung ausprobieren. Wenn Sie ihre Frequenz besser treffen, werden Sie auch den T. besser überdecken.
  • Whity: ich leide seit 1999 unter Tinnitus und dazu noch seit etwa 7 Jahren unter Hyperakusis. Nun hat mir mein HNO-Arzt einen Tinnitus-Noiser verschrieben, den ich mir bei einem Hörakustiker „einstellen lassen“ soll. Meine Frage: Genügt es nicht, sich einfach weißes oder rosa Rauschen aus dem Internet runter zu laden und dieses über einige Stunden/Tag anzuhören oder müssen die Hintergrundgeräusche wirklich über einen Noiser mit der eingestellten Tinnitusfrequenz kommen, um einen Erfolg zu
  • Daniel Reinhardt: Daniel Reinhardt: Sie dürfen jede Art von Hintergrundgeräuschen zur Ablenkung ausprobieren. Wenn Sie ihre Frequenz besser treffen, werden Sie auch den T. besser überdecken.
  • ich: Wer hat schon langfristige Erfahrungen mit Tinnitracks Fühle mich als Versuchskaninchen, weil der nur in HH therapiert wird. Was halten Sie von der Therapie??
  • Daniel Reinhardt: Es gibt leider noch keine Langzeitstudien zu TT.
  • Bine: Infolge einer schweren Erkrankung (Thrombose, fast embolie und Lungenentzündung) bekam ich über Nacht einen Tinitus hochfrequent. Ich mußte danach mehr als 1 Jahr Marcumar nehmen. Jetzt durfte ich auf Ass 100 ausweichen, da ich Faktor V Leiden habe. Beeinflussen Marcumar oder ASS den Tinnitus? Momentan arbeite ich seit November mit der APP.Allerdings ist es für mich schwer die Frequenz zu bestimmen. Macht denn eine stationäre Behandlung Sinn. Mir fehlt die Konzentrationsfähigkeit von früh
  • Boris Müller: Hallo Bine: Normal angewandt und dosiert verursachen diese Medikamente keinen Tinntitus. Wenn sie es alleine nicht schaffen mit dem Tinnitus umzugehen, kann es ratsam sein sich professionelle Hilfe zu holen. Dann wäre z.B. auch eine Tinnitus-Retraining Therapie sinnvoll
  • Moderator: Es lohnt sich bei den Antworten anderer Posts zu schauen, ob die eigene Frage damit beantwortet ist. Denn es sind viele Fragen aufgelaufen. Um so mehr Fragen können so beantwortet werden:-)
  • Helga: In der Sendung habe ich gehört, dass der Tinnitus insbesondere bei Schwerhörigkeit auffällt. Ich aber habe ein sehr gutes Gehör.
  • Boris Müller: Die Frage wir Gehör mit Tinnitus zusammenhängt wurde weiter oben im Chat bereits beantwortet...
  • Daniel Reinhardt: Derartige Therapien sind mir nicht bekannt. Allerdings Geräusche im Allgemeinen zu verwenden, scheint ja auch Ihnen zu helfen und ist auch empfehlenswert
  • Günter: Guten Abend, ich habe von Jugend an ein sehr hohes klirrendes Geräusch in beiden Ohren. Wohl auf Grund eines Knalltraumatas. Durchblutungsfördernde Medikamente brachten keine Hilfe. Geräusche im Alltag relativieren die Belastung etwas. Gibt es Ansätze, den Tinnitus mit eben dieser Frequenz zu behandeln? Ich habe schon einmal einen Ton wahrgenommen, der im Ohr eine Art Resonanz hervorgerufen hat, war sehr unangenehm. Gibt es Ansätze, Einfluß über einen "Klanggenerator" zu nehmen?
  • Daniel Reinhardt: Daniel Reinhardt: Derartige Therapien sind mir nicht bekannt. Allerdings Geräusche im Allgemeinen zu verwenden, scheint ja auch Ihnen zu helfen und ist auch empfehlenswert
  • Moderator: Tipp: Das Protokoll zum Chat gibt es wenige Minuten nach dem Chat bereits zum Nachlesen.
  • Kruseminzchen: Guten Abend, ich bekomme seit 1,5 Jahren das Medikament "GLIVEC" und das Medikament "Torasemid". Können diese Medikamente dazu geführt haben, dass ich seitdem Tinnitus habe? Und, falls ich diese Medikamente einmal absetzen darf, kann ich damit rechnen, dass auch der Tinnitus verschwindet. Freundliche Grüße
  • Boris Müller: Die meisten Medikamente verursachen keinen Tinnitus wenn diese normal angewandt werden - auch Troasemid, wenn auch in den Nebenwirkungen dieses Medikaments Tinnitus angegeben wird. Dementsprechend kann man ihnen nicht versprechen, dass sich nach dem Ab- oder Umsetzten der Tinnitus ändert. UND: Setzen sie nie Medikamente ohne Absprache mit ihrem Arzt ab oder um !!
  • Wolfgang: Viellen Dank ich wusste nicht dass Hörgeräte mit filterfunction tinitus helfen können, haben Sie da erfahrungen
  • Daniel Reinhardt: Das Verstehen und Filtern Lässt sich Trainieren, mit und auch ohne Hörgeräte.Stellen Sie sich Höraufgaben im Alltag: dem tisch nebenan im cafe lauschen, die Schritte auf dem Boden wahrnehmen, dem rauschen des Meeres zuhören. Wenn Sie Ihre Filterfunktion trainieren, kann Ihnen das helfen auch den T. besser in den Hintergrund zu verdrängen
  • breitenbach: Hallo und Guten Abend. Bei mir ist offenbar der HWS-kieferbereich das Problem. Kann mir Osteopathie oder auch Neuraltherapie zu einer Linderung verhelfen?
  • Daniel Reinhardt: Eine direkte Einwirkung auf chronischen Tinnitus ist nicht bekannt. Allerdings alles, was Sie Entspannt und gut tut, ist ausgesprochen empfehlenswert bei Tinnitus
  • mona: Helfen bestimmte Mineralien und Vitamine bei Tinnitus ?
  • Daniel Reinhardt: Bei einem chronischen Tinnitus (länger als 3 Monate) gibt es keine Therapie (einschließlich Medikamente) die den Tinnitus verschwinden lassen kann.
  • mona: Helfen bestimmte Mineralien und Vitamine bei Tinnitus ?
  • Daniel Reinhardt: Bei einem chronischen Tinnitus (länger als 3 Monate) gibt es keine Therapie (einschließlich Medikamente) die den Tinnitus verschwinden lassen kann.
  • Daniel: Hallo, seid 1990 habe leide ich an Tinnitus links. Mit den Jahren habe ich ihn angenommen. Bis zum Dezember 2012, ein Hörsturz links schaltete das Gehör links gegen Null. Nun ist der Tinnitus isoliert absolut grausam. Behandelt wurde ich in der HNO der Uni Leipzig. Gibt es eine Möglichkeit zur Linderung? Danke J. Ermel
  • Boris Müller: Hallo. Eine Hörrehabilitation würde ggf. eine Linderung des Tinntus bringen. Hörgeräte oder Hörimplantate habe heute gute Hörresultate. Dies wird z.B. auch in Leipzig an der Uniklinkik angeboten. Die oben im Chat erwähnten Methoden wir Entspannungsverfahren sind auch sinnvoll
  • Birgit: Hallo.wenn es ruhig wird hab ich ein zirpen im ohr wie eine grille.was bzw welche ursachen kann das haben?
  • Boris Müller: Wenn sie das nur haben wenn es sehr ruhig ist, ist das völlig normal. 95% der Hörgesunden geben an, in absoluter Ruhe Ohrgeräusche aller Art wahrzunehmen.
  • Maria: habe seit 6 Jahren Tinitus und eine Hörüberempfindlichkeit. Gibt es Arzenei z,B Gingium und Thiobitum
  • Boris Müller: Eine Medikamentöse Therapie gegen Tinnitus ist mir nicht bekannt.
  • Carl: Hilft ein Hörgerät gegen Tinnitus auch, wenn man keine Hörminderung hat oder bringt ein Hörgerät in dem Fall nichts?
  • Daniel Reinhardt: Es kann auch Menschen ohne Hörminderung helfen, durch mehr/andere Außengeräusche, das Tinnitus -Geräusch zu überdecken. Sie werden nicht um einen Trageversuch kommen, also es einmal ausprobieren. Aber bitte NIE ein Hörgerät kaufen, mit dem Sie nicht 100% zufrieden sind! Ansonsten die beschriebenen Möglichkeiten Hörfiltertrainings ausprobieren.
  • Herr Rüb: Mir wurde von meiner HNO Ärztin Ginkgotabletten verschrieben. Helfen diese evtl? Bis jetzt noch keine Besserung
  • Boris Müller: Hallo Herr Rüb. Bezüglich Medikamenten gegen Tinnitus wurde weiter oben im Chat schon ausführlich Stellung bezogen.
  • ona16: Hat jemand auch Erfahrungen mit Padma Basic gemacht ?
  • Boris Müller: siehe bitte weiter oben im Chat. Danke !
  • selchen: Kann das Rauschen und der Tinitus den Grad der Behinderung beeinflussen.
  • Daniel Reinhardt: Soweit ich informiert bin, höchstens zusätzlich zu anderen Beschwerden. Tinnitus ist formal gesehen ein Symptom und keine Krankheit. Mir wäre es aber auch lieber, wenn es anders wäre .
  • noisy: kann eine Entfernung von einem haar auf den Trommelfell (hn0) eine 3 wöchige Tieftonschwerhörigekeit auslösen. mir wurde nur anhand der hörkuve und Echo hören, schallig hören gesagt es ist Meniere. schwankSchwindel nach links hab ich 1 mal im jahr, dauert dann ca. 4 Wochen
  • Boris Müller: Hallo. Wenn die Entfernung Fachmännisch erfolgte, sind solche Begeleiterscheinungen sehr unwahrscheinlich. Bezüglich des Morbus Meniere wurde im Chat bereits Stellung bezogen
  • Whity: Mein Tinnitus wird in der Kälte sehr viel schlimmer. Es dauert dann einige Stunden, bis er wieder sich wieder "normal" anhört. Ist dadurch ein Rückschluss auf die Tinnitusursache möglich?
  • Boris Müller: Ein Tinnitus der sich bei Kälte verändert ist mir bislang in all den Jahren noch nicht begegnet.
  • Jogi: Danke für die Antwort. Wie kann ein HNO-Arzt bei Tinnitus helfen? Bei meinem habe ich immer das Gefühl ich nerve ihn mit dem Thema. Lapidar heißt es "Konzentrieren Sie sich nicht so darauf und lernen Sie damit zu Leben. Einerseits hat er ja Recht, aber Frust meinerseits entsteht schon.
  • Daniel Reinhardt: und der Frust kann Teil der Aufrechterhaltung des T. sein. Die Antworten hier im Chat sind nur sehr begrenzt möglich. In unserer "Tinnitus-Woche" werden alle von mir bereits aufgeführten Themen vertieft. Es ist immer wichtig sich zu erinnern: Der Tinnitus stellt für Sie keine Gefahr da, er kann Ihnen nichts tun. Es ist die Stressreaktion, die auf die Wahrnehmung folgt, die die Probleme nach sich zieht.
  • mallorca2: Habe den Tinnitus beideitig vor knapp eineinhalb Jahren während der Chemotherapie bekommen. Nach drei Tagen mit Ginko bgegonnen, half nicht. Nach einem Jahr mit Globuli leichte Besserung, nicht mehr so laut, aber nicht weg. Mache Entspannungstraining und Regulationstraining. Tut gut, geht aber nicht weg.
  • felix: Hallo, ich habe schon seid einigen Monaten ein brummendes dröhnendes Geräusch im li. Ohr. Dadurch habe ich Schlafstörungen. Also kein hoher Ton. Durch starke aggressive Parodontitis ist mein Kiefer ziemlich angegriffen. Kann der Tinnitus auch daher kommen. MFG Regina salomon
  • Boris Müller: Hallo. Das kann u.U. sein. Lassen sie das am besten vom Zahnarzt behandeln. Trotzdem sollten sie unbedingt ihre Ohren untersuchen lassen. Bezügliche der Schlafstörung folgende Tipps: Regelmäßiger Schlafrythmus, nur zum Schlafen ins Bett gehen (z.B. nicht noch im Bett lesen oder arbeiten), ausreichende Aktivitäten über den Tag (Sport?) damit man müde ist und Abends kein Alkohol Kaffee und Zigaretten mehr in den Stunden vor der Nachtruhe.
  • Daniel Reinhardt: Die Tinnitus Frequenz liegt sehr häufig genau dort, wo derjenige am schlechtesten hört. Sie hören also nicht schlechter, weil Sie den Tinnitus hören, sondern Sie hören erst schlechter und können deswegen den Tinnitus so gut Wahrnehmen.
  • Kruseminzchen: Nochmal zum Medikament "GLIVEC". Kann diese orale Chemotablette einen T. auslösen?
  • Boris Müller: Chemotherapeutika können über eien Hörtoxische Wirkung eine Hörminderung und darüber dann einen Tinnitus auslösen. Alle Chemotherpeutika könne das...wenn es auch eher selten der Fall ist.
  • Wolfgang: ich habe 'Verstehen und filtern' mit Achtsamkeitsübung trainiert. nicht gehlofen. Denke aber, dass bei mir konkrete gehörfrequence geschädigt ist und vielleicht bei filtrieren dieser Frequence entlastet und geheit wird Ist es eine schlechte Hypothese von mir?
  • Daniel Reinhardt: Daniel Reinhardt: Die Tinnitus Frequenz liegt sehr häufig genau dort, wo derjenige am schlechtesten hört. Sie hören also nicht schlechter, weil Sie den Tinnitus hören, sondern Sie hören erst schlechter und können deswegen den Tinnitus so gut Wahrnehmen.
  • rickyking: Hallo,bei mir ist es auch so mit der Kälte da wird er schlimmer und auch bei wetterwechsel.
  • Moderator: Liebe Chatter, die Zeit ist wieder gerast. So ist es zeit, die letzten Fragen zu stellen.
  • Jogi: Vielen Dank für Ihre Antwort, ich werde am Ball bleiben in dieser Sache und einige Ratschläge hier im Chat ausprobieren.
  • rickyking: Danke allen die so zahlreiche Tipps gegeben haben und voallem den Experten und dem Team.
  • Peter: Zahlt das Hörgerät bei Tinnitus ohne Hörminderung die Krankenkasse o muss man das selbst zahlen?
  • Boris Müller: Hallo. Wenn die Hörminderung ausgeprägt genug ist zahlt die KK in jedem Fall den Festbetrag. Wenn man aber "zu gut" hört für die "klassische" Hölrgeräteverordnung gibt es aber noch die Möglichkeit, Hörgeräte gegen Tinnitus zu verschreiben. Diese Option sieht der Heil- und Hilfsmittelkatalog vor. Man muss dann aber die Hörgeräte gegen Tinnitus eine Zeitlang ausprobieren und wenn die Wirkung gegen Tinnitus nachgewiesen werden ka
  • Boris Müller: nn man auch Hörgeräte gegen Tinnitus verordnen
  • meta: mein gehör ist getestet ich bin nicht schwerhörig der helle Dauerton stört mich sehr kann ich in die Jenaer Klinik mich behandeln lassen und bezahlt es die Krankenkasse
  • Daniel Reinhardt: Sie müssen hier in Unserer Poliklinik einen Termin zur Voruntersuchung ausmachen. Alles weitere wird Ihnen hier erklärt. Wenn für Sie die Therapie hier in Frage kommt, trägt die Krankenkasse ohne weitere Beantragung alles was hier am Zentrum stattfindet und Therapiebestandteil ist. Es ist ein tagesklinischer Aufenthalt, eventuelle Übernachtungskosten müssten selbst getragen werden, Fahrtkosten kann man bei der KK geltend machen.
  • rickyking: Danke für den Tipp
  • Whity: Nochmals kurz zur Verschlimmerung des Tinnitus bei Kälte, Herr Müller: Kann dies nicht mit einer Gefäßveränderung zusammenhängen?
  • Boris Müller: Rein theoretisch ja. Müsste man aber interdisziplinär untersuchen. So im Chat ist es natüzlich schwierig mit "Ferndiagnose" bei solch komplexem Sachverhalt..
  • Wolfgang: Vielen Danke muss ich mith HNO über geeignete hörgerät sprechen, was auch Tinitus hilft
  • Moderator: Die Zeit ist schon wieder um. Ich bedanke mich bei den Experten und allen Chattern. Ich wünsche allen noch einen schönen Abend.
  • noisy: Wie kann man Meniere diagnostizieren. wenn man also 3 Wochen Schwindel isoliert hat und die beiden andren Symptome (echohören, Doppelthören, Tiefe töne weg zeitlich später hat, dann ist es kein menieren?
  • Boris Müller: Zu einem Morbus Meniere gehören: Hörminderung im Tieftonbereich im Anfall, über Minuten bis Stunden dauernder Drehschwindel und Verstärkung eines Tinnitus. Besteht nur eines der Symptome ist es noch kein MM. Es wird zwar auch mal von "Monosymptomatischem Morbus Meniere" geschrieben. Diese Bezeichnung ist aber wissenschaftlich nicht anerkannt und obsolet.
  • Boris Müller: Vielen Dank für die Interessanten Fragen !!!!!