Chatprotokoll Von der Allergie zum Asthma

Was viele nicht wissen: Allergischer Schnupfen kann mit der Zeit Asthma auslösen. Was können Allergiker tun, um diese Entwicklung abzuwenden? Die Mediziner Dr. Thomas Ulrich und Dr. Karsten-Thomas Schulz haben Ihre Fragen im Chat beantwortet.


Donnerstag, 28. April, ab 21 Uhr

  • Moderator: Liebe User, ganz herzlich willkommen in unserem Chat zum Thema "Von Allergie bis Asthma". Die Mediziner Dr. Thomas Ulrich und Dr. Karsten-Thomas Schulz beantworten heute Abend Ihre Fragen!
  • Moderator: Herr Dr. Ulrich, Herr Dr. Schulz – auch Ihnen natürlich ein herzliches Willkommen! Und nun wünsche ich uns allen einen aufschlussreichen Chat.
  • Thomas Ulrich: Guten Abend aus dem Harz
  • yolo: Guten abend
  • Sandra: Hallo mein Name ist Sandra meine Mama (52) hat eine starke Allergie gegen Hasel, Erle, Birke und Gräser. Im Internet las ich vor kurzem dass auch Honig helfen kann immun zu werden. Meine Fragen wäre ob dass sinnvoll ist und muss das ein spezialer Honig sein oder reicht ein handelsüblicher aus dem Supermarkt? Passt auch ein Deutschlandhonig? Vielen Dank für Ihre Hilfe
  • Karsten-Thomas Schulz: Honig hat keine wissenschaftlich belegte Wirkung gegen Allergien oder Asthma.
  • johannes: Abend
  • Karsten-Thomas Schulz: Auch von mir einen schönen Abend aus Magdeburg
  • johannes: Ich aus thüringen;)
  • Nina: Kann ich mich auch mit einer Autoimmunerkrankung (Hashimoto Thyreoiditis) gegen Hausstaubmilben- und Birkenpollenallergie desensibilisieren lassen? Wenn ja, geht das auch mit Tablette o nur mit Spritze?
  • Thomas Ulrich: Das ist immer eine individuelle Entscheidung und muss von Fall zu Fall entscheiden werden, insbesondere wenn die Thyroiditis medikamentös behandelt wird
  • Nina: Welches Mittel hilft am besten gegen eine verstopfte Nase bei einer Birkenpollenallergie? Ist es freiverkäuflich o rezeptpflichtig?
  • Karsten-Thomas Schulz: Die Behandlung des Heuschnupfens ist eine Stufentherapie-. Die Therapie sollte nach gesicherter Diagnose in der Blütezeit der bestreffenden Pflanzen symptomatisch erfolgen, präsaisonal sollte dann eine Hyposensibilisierung eingeleitet werden. Frei verkäuflich sind Nasenspays und Augentropfen wie Azelastin oder Livocab oder Tabletten wie Lorano , Ceterizin oder auch andere. Sollte dies nicht kurzfristig helfen, sind verschreibungspflichtige Medikamente zu erwägen.
  • Peter: Hilft Schwarzkümmelöl gegen Pollen-Allergie o kann man sonst nichtmedikamentös etwas gegen die Allergie tun?
  • Thomas Ulrich: es gibt keine wissenschaftlich medizinische Untersuchung zur Wirksamkeit von Kümmelöl
  • Peter: Kann eine Birkenpollenallergie auch extremen Juckreiz der Haut verursachen?
  • Thomas Ulrich: nein
  • Killa: Guten Abend. Ich habe eine Frage zu Hyposensibilisierung. Als erstes hatte ich Allergie auf Roggenpollen. Da habe ich 3 Jahre Hyposensibilisierung gemacht. Die Allergie auf Roggen ist jetzt weg. Dafür ist bei und viel schlimmer eine Allergie auf Birke und Erle, auch mit Asthma, bekommen. Lohnt sich für mich eine neue langdauernde Hyposensibilisierung. Oder muss ich dann erneut mit einem Wechsel rechnen? Dieser Zweifel hat mich bis jetzt davon abgehalten. Danke!
  • Karsten-Thomas Schulz: Wenn Sie auch im Frühjahr typische Heuschnupfenbeschwerden haben, also die Beschwerden zu den allergologischen Befunden paßt, sollte auch hier eine Hyposensibilisierung erfolgen, in der Regel 3-5 Jahre lang. Dies gilt auch, wenn auch schon ein nur leichtgradiges Asthma vorliegt.
  • Sabine: Kann sich ein Asthma auch in Form von Kribbeln im Hals u Schwierigkeiten beim Einatmen zeigen?
  • Thomas Ulrich: ja , hier sollte eine entsprechende Stufendiagnostik, meist beim Lungenarzt, eingeleitet werden.
  • Gerd: Welches neue Mittel wurde ebend in der Sendung angesprochen welches gegen asthmatische Beschwerden hilft?
  • Moderator: Das Präparat ist noch nicht auf dem Markt. Alle Informationen zur Sendung finden Sie hier: http://www.mdr.de/hauptsache-gesund
  • Sylvia: Ich habe COPD A und es wird VERMUTET Belastungsasthama. Dazu chronischen Husten mit Auswurf. Ich vertrage kein Spiriva und kein Foster 100/6. Was gibt es für verträglichere Alternativen?
  • Karsten-Thomas Schulz: Zunächst muß gefragt werden, wie sich die Unverträglichkeit äußert. Bei COPD Grad A sind zunächst auch nur kurzwirksame Betamimetikasprays indiziert (z.B. Fenoterol Berotec oder Salbutamol).Dies Medikamente sind auch bei belastungsinduziertem Asthma wirksam. Ihr Problem muß sicher mit Ihrem behandelnden Arzt persönlich geklärt werden.
  • kawaida73: Guten Abend, ich hatte 40 Jahre lang schwere Allergien gegen Gräser, Pollen, Sträucher und Kreuzallergien gegen Obst uvam. Dann habe ich mich entschlossen, als letzte Rettung sozusagen eine Eigenbluttherapie zu machen. Nach der 2. Therapie habe ich so gut wie keine Beschwerden mehr. Ich bin total happy und würde das gern weiterempfehlen. Was halten Sie davon. LG kawaida
  • Thomas Ulrich: als Schulmediziner muss ich sagen, dass es keine wissenschaftlcihe Grundlage für diese Therapie gibt. Aber auch aus meiner Praxis gibt es Fälle , wo Eigenbluttherapie laut Angaben der Betroffenen zur Linderung der Beschwerden geführt hat ... wenn diese Therapie geholfen hat ... man muss aber sagen, dass die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten der Therapie nicht übernehmen.
  • Killa: Gibt es keine Alternative für mich? Auch im Hinblick auf eine jährliche Zunahme der Asthmabeschwerden?
  • Karsten-Thomas Schulz: In Ihrem Fall ist die Hyposensibilisierung sicher indiziert. Sinnvolle Alternativen gibt es hier nicht. Parallel muß natürlich eine dem Schwerer angepasste Therapie des Heuschnupfens und bei Vorliegen auch des Asthma bronchiale durchgeführt werden. Zusätzlich sollen sie vor Betreten des Schlafzimmers die Oberbekleidung wechseln und Duschen. Somit reduzieren sie die Allergenbelastung nachts.
  • Etagenwechsel: Meine Arbeitskollegin hat starke Allergie und nimmt Reactine und Cetirizin weil eins davon nicht hilft. Eigentlich zu viel. Seit diesem Jahr hustet sie andauernd kann das schon ein beginnender Etagenwechsel sein?
  • Thomas Ulrich: eindeutig ja , weitere Diagnostik ist erforderlich
  • tirolerin: Guten Abend, ist es möglich, dass nach einer Hyposensibilisierung gegen Frühblüher im Kindesalter die Allergie als junge Erwachsene besser wird und das allergisch. Asthma geheilt ist?
  • Karsten-Thomas Schulz: Die Hyposensibiliesierung ist wirksam, kann die Symptomatik deutlich bessern. Eine Heilung des Asthmas ist primär nicht möglich, in der Pubertät kann sich aber die Symptomatik deutlich bessern.
  • rosine: 10 Jahre bin ich von einem lunge ärztliche mit Medikamenten gegen ein allergisches Asthma Bronchien behandelt. Jetzt habe ich mich beim anderen lunge ärztliche und der sagt ich habe kein Asthma. Nehme seit 3jahren keine Medikamente mehr.
  • susannemandy: Hallo, ich habe einige Allergien, Heuschnupfen. Ich habe auch Allergien gegen Äpfel, Erdnüsse, Haselnüsse,Penecillin usw. Stimmt es, das man z.b. Apfelmus essen darf, weil er gekocht ist?
  • Thomas Ulrich: ja durch das Kochen werden die allergieauslösenden Eiweiße so verändert, dass keine allergische Reaktion erfolgt
  • heimoh: bei unseren Sohn (8) wurde letztes Jahr eine Birkenpollenallergie diagnostiziert. Er hatte immer leichten Schnupfen. Dieses Jahr ist es schlimmer geworden. Die Augen jucken. In der jetzigen Erkältungszeit ist für mich nicht zu erkennen, ob er einen Erkältungshusten hat od. aber ob es schon Asthma sein könnte. Luftnot hat er nicht.
  • Karsten-Thomas Schulz: Die Abgrenzung zischen Infekt und Allergie muß ärztlich erfolgen, hier spricht die Symptomatik und die Krankengeschichte eher für eine Allergie, auch kann Reizhusten als Asthmaäquivalent auftreten, es muß nicht immer Atemnot hinzutreten.
  • Annett Hoffmann: Hallo, Ich Asthma bronchiale Patient (Birke, Hasel, Beifuß). Birke am schlimmsten. 2 Hypersenibilisierung nicht besonders erfolgreich. Ich möchte die Therapieform mit den vorgestellten Tropfen gern ausprobieren. Wäre das möglich. Ich bin bei einem Pneumologen in Behandlung und mit dem Asthma gut eingestellt.
  • Thomas Ulrich: ein therapieversuch ist möglich , wobei man sagen muss, dass die Therapie mit der "Spritze" derzeit noch als wirksamer eingestuft wird, wichtig ist aber immer ein gut therapiertes Asthma
  • Karsten-Thomas Schulz: Sicher benötigen sie eine umfassende Diagnostik. Es muß geklärt werden, ob alle Ihre Allergiebefunde auch für Ihre Erkrankung relevant sind. sind nur wenige Allergene relevant, dann sollte eine Hyposensibilisierung erwogen werden. eine konsequente antiallergische Therapie ist erforderlich. Hierzu gehören auch Milben-reduzierende Maßnahmen. Läßt man dies schleifen, kann der Etagenwechsel, also ein Asthma daraus entstehen.
  • Christian: In der Sendung wurde Milchschorf u.a. als Auslöser für Asthma benannt. Ist dies so? Falls ja, bis zu welchem Lebensjahr muss der Milchschorf komplett verschwunden sein?
  • Thomas Ulrich: Entschuldigung habe die Frage übersehen, Milchschorf löst kein Asthma aus, Kinder mit diesem Befund erkranken aber häufiger an Asthma als Kinder ohne , hierfür ist das Immunsystem verantwortlich
  • Sabine: Welche Antihistaminika machen nicht müde?
  • Karsten-Thomas Schulz: Dies ist im Einzelfall verschieden. Wenig müde machen Ebastel oder auch Montelucast, letzteres ist aber nur zugelassen, wenn auch ein Asthma bronchiale besteht.
  • Manu: Ich habe über 24 Jahren Hausstauballergie, Gräser, Pollen und andere. Ein Arzt riet mir zur Sensibilisierung,der andere sagt man kann nichts machen, ein weiterer meint: bei einer Sensibilisierung muss ich mit einer Allergie- Verschiebung rechnen, die vorwiegend die Lungen betreffen. Die Allergie-Beschwerden nehmen stetig zu. Was kann ich tun? Welcher Arzt hat recht? Medikamente nehne ich nicht mehr,langfristig half nichts.
  • Karsten-Thomas Schulz: Sicher benötigen sie eine umfassende Diagnostik. Es muß geklärt werden, ob alle Ihre Allergiebefunde auch für Ihre Erkrankung relevant sind. sind nur wenige Allergene relevant, dann sollte eine Hyposensibilisierung erwogen werden. eine konsequente antiallergische Therapie ist erforderlich. Hierzu gehören auch Milben-reduzierende Maßnahmen. Läßt man dies schleifen, kann der Etagenwechsel, also ein Asthma daraus entstehen.
  • Christian: Hallo.
  • jonas: Mein Kind ist 8 Jahre und hat eine pollenallergie.soll seit letztes Jahr täglich ein nasenspray nehmen welches Cortison enthält. Für akute Tage haben wir schmelztabletten. Ist das mit dem nasenspray nötig bzw richtig?
  • Thomas Ulrich: ja das Cortison lindert die Beschwerden wirksamer, es wird nur lokal angewendet
  • SAPine: Guten Abend, ich habe Asthma Bronchiale und bekomme neben Ventolair auch Spiriva Respimat. Jetzt habe ich gelesen, dass das Respimat nicht ganz unumstritten ist. Ich bin 40, habe ein kleines Kind und möchte natürlich die Nebenwirkungen so gering wie möglich halten.
  • Karsten-Thomas Schulz: Respimat ist nicht umstritten, in der Espimat ist es zugelassen zur Zusatztherapie bei Asthma bronchiale, wenn die Kombination aus Betamimetikum und Kortikoid Inhalation (zB. Ventilair) allen nicht helfen. Als Nebenwirkung tritt gelegentlich Mundtrockenheit.
  • Matthias: Kann man mit einer CuraZinkkur ca.Februar bis März eine Beruhigung bei Birken und Weidenalergie beitragen?
  • Karsten-Thomas Schulz: Dies ist wissenschaftlich nicht zu belegen.
  • Moderator: Liebe Chatteilnehmer, bitte haben Sie Verständnis dafür, dass hier heute Abend sicher nicht alle Fragen beantwortet werden können. Unsere Experten tippen sich die Finger wund. Aber lesen Sie doch unser Chatprotokoll, vielleicht wurde eine ähnliche Frage beantwortet.
  • Karsten-Thomas Schulz: In Ihrem Fall muß erneut eine Hyposensibilisierung auch im Hinblick auf di Kreuzallergie erwogen werden. Die sollten sie mit Ihrem Allergologen/Pneumologen besprechen. Eigenbluttherapie ist nicht wissenschaftlich belegt. Das Asthma muß dauerhaft medikamentös mit Inhalation behandelt werden.
  • nicole w.: Hallo, Ich hab das ganze spektrum an allergien von frühling bis zum herbst, zu dem gräserallergie und seit letztem jahr allergisches asthma, ausserdem ist es zu lebensmittelkreuzallergien . Was kann ich machen das es nicht schlimmer oder auch besser wird. Ich nehme flutiform, nasonex und citirizin. Hab schon 2hyposensibiliesieeungen und eine eigenbluttherapie hinter mir, aber alles schon win paar jahre her.
  • Karsten-Thomas Schulz: In Ihrem Fall muß erneut eine Hyposensibilisierung auch im Hinblick auf di Kreuzallergie erwogen werden. Die sollten sie mit Ihrem Allergologen/Pneumologen besprechen. Eigenbluttherapie ist nicht wissenschaftlich belegt. Das Asthma muß dauerhaft medikamentös mit Inhalation behandelt werden.
  • Vendi: Hallo, ich würde gerne wissen, warum man den Asthmatikern für den Akutfall nicht sagt, dass auch Coffein gegen die Bronchialkrämpfe hilft. Das bekommt man quasi überall auch ohne Rezept, wenn man mal den Inhalator vergessen haben sollte. (Mich hat es schon mehrfach davor bewahrt den Rettungswagen holen zu müssen. / Ich muss dazu sagen, ich hab zwar nix mit Medizin gelernt, weiß aber sehr viel über Medizin und Arzneimittel, wodurch ich dann festgestellt habe, dass Coffein und Theophyllin .
  • Thomas Ulrich: prinzipiell ist diese Wirkung des Coffeins richtig, aber hier ist die Dosis entscheidend, auch Theophyllin welches mit dem Koffein chemisch verwand ist führt zu einer geringen Erweiterung der Bronchien, aber aufgrund der Nebenwirkungen (Herzrhythmussstörungen , Übelkeit, Schwindel) wird es eigentlich nicht mehr angewendet, mit den Notfalldosieraerosloen ist eine effektive Notfallbehandlung relativ sicher möglich
  • Killa: Vielen Dank Herr Dr.Schulz. Ich weiß jetzt, was ich tun MUSS.
  • Butzi: Hallo, unsere 3 Kinder haben alle Belastungsasthma und unsere kleine Enkeltochter(8) hat auch Belastungsasthma uns allergisches Asthma. Was können wir tun? Wir leben auf unserem Bauernhof und unsere Kinder sind gesund auf dem Lande in einem Nichtraucherhaushalt aufgewachsen. Selbst auf unsere Pferde reagiert unsere Finja mit Asthma. Was können wir tun? Liebe Grüße Kirsten Morisse
  • Thomas Ulrich: das Asthma entsprechend den Therapieempfehlungen behandeln um Spätfolgen zu vermeiden. Ich empfehle hier durchaus den Lungenspezialisten hinzuzuziehen.
  • Nicoleka: Möchte eine Sensibilisierung gegen wespengift machen. Nehme aber ein Medikament gegen zu schnellen Puls (candesartan). Habe bedenken wegen möglicher Nebenwirkungen oder Komplikationen.
  • Karsten-Thomas Schulz: eine Wespengiftallergie kann lebensbedrohlich sein, muß daher konsequent diagnostiziert und behandelt werden - Hyposensibiliserung. Zudem brauchen sie dringend einen Notfallplan und Notfallmedikamente im Falle eines erneuten Stichereignis. Betablocker und Ace-Hemmer sind kontraindiziert, Candesartan kann zunächst weiter verordnet werden.
  • schnucki: Bei mir,37, kommt seit 3J. immer zäher Schleim von nase in den rachen, muss dann würgen, brechen weil Schleim zw. Nase u. Rachen klemmt. Mrt : geringe Zeichen einer sinusitis ethmoidalis, keine Spiegelbildung, keine schaumigen Komponenten als Hinweis f. ein florides Geschehen, hab manchmal Niesanfälle, der Rotz kommt beim Niesen durch Mund, , Prick o.B.,IGE ges. normal, dadurch Allergie 100% ausgeschl., HNO sagt Mrt alles ok, sieht aber Schleim, hab sämtl. Schleimlöser durch, was tun?
  • Thomas Ulrich: dieser Zustand ist schwierig zu behandeln, Inhalationen können helfen, Seeklima ist eine Möglichkeit
  • Manu: Jahrelang hatte ich schwere Bronchitis. Seit ich ca. 35 Jahre alt bin wurde es weniger und seit einigen Jahren habe ich Ruhe. Muss ich befürchten daß sie zurückkommt? Was kann ich vorbeugend tun?
  • Karsten-Thomas Schulz: Sie sollten nicht rauchen und eine Lungenfunktionsprüfung absolvieren. Haben Sie keine Beschwerden und keine Lungenfunktionseischränkungen, müssen sie sich zunächst keine Sorgen machen.
  • Anna : Hallo, auch ich habe eine Frage an Sie. Ich bin 17 Jahre alt und leide seit meinem 8. Lebensjahr an Asthma (nicht durch Belastung, sondern durch Allergien). Mit 12 hatte ich einen schwereren Asthmaanfall und muss seitdem die Inhalationstherapie Novopulmon (Pulver) einnehmen. Ich nehme also seit knapp 5 Jahren TÄGLICH diese Therapie und komme leider einfach nicht mehr davon weg! Gibt es eine Chance, nicht mehr abhängig zu sein? LG
  • Karsten-Thomas Schulz: Asthma muß eine Dauertherapie erhalten. Wenn sie keine Beschwerden mehr haben und die Lungenfunktion unauffällig ist, ist dies die Folge der konstanten Novopulmoneinnahme. Dies ist keine Therapieabhängigkeit. Im Gegenteil. Wenn sie die Medikation absetzen, droht Verschlimmerung und ein Medikamentenmehrbedarf. Budesonid / Novopulmon ist ausdrücklich für die Dauertherapie geeignet. Es gibt hier seit über 30 Jahren Erfahrungen, das NW-Spektrum ist sehr schmal und harmlos.
  • Icke : Hallo Ich habe seit ca. 1,5 Jahren leichtes Asthma. 80% lufu leider findet der Facharzt keine Ursache mein Verdacht auf Hausstauballergie hat sich nicht bestätigt meine Nase ist ständig verstopft und in Klimaanlagenräumen bekomme ich schlecht Luft nehme symbicort und vorbeugend salbutamol vorm Sport Auch nach Alkohol werden die Symptome wie Heiserkeit und verstopfte Nase mehr Haben Sie eine Idee was für eine Allergie es sein könnte? Die typischen Tests waren alle negativ aber gesamt ige i
  • Thomas Ulrich: so im Chat leider auch nicht, ich denke eine umfangreiche Diagnostik ist erfolgt , beim Asthma besteht immer eine Überempfindlichkeit der Schleimhäute , trotz einer suffizienten Therapie . Eine Allergie auf Alkohol gibt es nicht, hier sind es meist die Zusatzstoffe, z,B, beim Wein.
  • Merle: Kann man mit Antihistaminika einen Etagenwechsel verhindern?
  • Karsten-Thomas Schulz: Alleine nicht, eine Hyposensibilisierung ist sicherer.
  • Haffi: Ich habe Bronchialastma. Zur Zeit hat sich mein Zustand stark verschlechtert. Ich wohne zur Zeit an der Ostsee und hatte im Urlaub das Empfinden, dass es mir im Mittelgebirge besser ging. Ursprünglich stamme ich aus dem Mittelgebirge, dort hatte ich nur gelegentlich Beschwerden. Kann es sein, dass die Schwere der Erkrankung mit der Wohngegend verknüpft ist? Urlaub an der See ist mir immer recht gut bekommen.
  • Karsten-Thomas Schulz: Klimatische Einflüsse können Beschwerden auch verstärken. Wenn dies der Fall ist, ist dies ein Hinweis auf eine nicht ausreichende Asthmakontrolle. Die Therapie muß angepasst werden. Fragen Sie bitte Ihren Arzt. Ein Umzug wird sicher nicht nötig sein.
  • Stefanie : Wie heißt der Luftbilder, der in der Sendung empfohlen wurde und wo kann man ihn kaufen?
  • Moderator: Das sind Plasma-Luftfilter bzw. Luftreiniger. Am besten informieren Sie sich einmal im Internet darüber.
  • Biggi: Hallo, ich habe Sarkoidose, die zur Zeit nicht aktiv ist und Allergisches Asthma. Wie sieht es bei mit mit einer Desensibilisierung aus?
  • Thomas Ulrich: schwierige Frage, da man nicht genau die Ursache der Sarkoidose kennt , kann die Immuntherapie die Sarkoidose möglicherweise beeinflussen, ich würde dies in meiner Praxis nicht durchführen
  • nami: Hallo, ich bin 46 und war bis vor 2 J gesund seitdem verstopfte Nase und Luftatrmnot. Behandlung mit Momethason Spray & Relvar Pulver. Ich habe immer noch Beschwerden. Meine Nase im inneren gerötet trocken und ich sehe meine Nasenmuscheln die rot & groß sind. Ein Bluttest hat moderate Reaktion gegen Milben. Gibt es bessere Medikamente? Kann ich gegen Milben außer der Bettwäsche irgend etwas tun?
  • Karsten-Thomas Schulz: Hier müssen sicher ein Behandlung der Silbenallergie ggf. auch mit einer Hyposensibilisierung und eine HNO-Vorstellung ( Nasenpolypen/ singbronchiales Syndrom)? erwogen werden. Man muß nach Faktoren suchen, die in der Genese des Asthmas noch nicht richtig erfasst und behandelt wurden. Nach muß man prüfen, ob sie weitere Medikament, z.B. auch das in der Sendung besprochene Polair benötigen. Dies sollten sie mit ihrem Pneumologen besprechen.
  • heidi71: Hallo , mein Peak Flow ist nach Symbicort 160 gerade bei 82% , sinkt aber täglich auf 72% ab . Kann die Wirkung nach 8 Jahre Behandlung mit dem gleichen Medikament nachlassen, oder ist es eine Verschlechterung des Asthma ?
  • Thomas Ulrich: wenn keine Luftnotbeschwerden vorliegen würde ich das an der Zahl nicht festmachen, wenn im Tagesverlauf der wert sinkt, sollte man ev. eine berufliche Belastung denken
  • Tommy: Schon zu DDR-Zeiten habe ich gegen meine Mischpollenallergie KENALOG gespritzt bekommen, später TRIAM. Eine Spritz hat meist für die gesamte Saison ausgereicht. Vor etwa 5jahren wurde mir gesagt, dass diese Spritzen nicht mehr verabreicht verden düften, Seit dieser Zeit bekomme ich Prednisolon, ist aber weniger hilfreich und hat spürbare Nebenwirkungen. Warum dürfen die o.g. Einmalspritzen nicht mehr verabreicht werden?
  • Karsten-Thomas Schulz: Triamcinolon ist hinsichtlich der Nebenwirkung (hochwirksames Kortison, ein Hormon den Nebenniere) sehr kritisch einzusetzen. Mit einer Spritze beeinflussen Sie über Monate Ihr Hormonsystem. Heute gibt es wirksame antiallergische Medikament Nur wenn diese versuchen, ist Prednisolon in Tablettenform zu erwägen. dies ist wesentlich besser steuerbar als Triam. Wegen einer Pollenallergie benötigt man heute sicher kein Triam mehr.
  • marion: Bin seit40 Jahren in Behandlung mitKortison.Tabletten und Pulver.Habe viele Unverträglichkeiten entwickeil u.a.Aspirin.Wie heißt das neue Mittel?Habe zu spät eingeschaltet.
  • Thomas Ulrich: wenn ein Asthma besteht welches mit Kortisontabletten behandelt wird, muss der Lungenspezialist entscheiden, ob eine Indikation für die sog. Antikörper Omalizumab( Xolair) oder Mepolizumab (Nuclala) besteht . Die Indikation für diese Therapie ist aber sehr speziell.
  • irma: Gibt es eine Altersgrenze bis zu der eine Hypersensibilisierung durchgeführt werden darf?
  • Karsten-Thomas Schulz: Nein. die Indikation ist abhängig vom Krankheitsbild und nicht primär vom Alter.
  • Thomas Ulrich: Nucala ist der richtige Name
  • Nicolekahlow: Guten Abend. Kann Akupunktur zur Linderung von Allergien helfen.
  • Karsten-Thomas Schulz: Eine Wirksamkeit ist wissenschaftlich nicht belegt.
  • Johanna: Helfen Antihistaminika auch gegen Atemnot?
  • Thomas Ulrich: nein
  • Melanie : Mein Sohn 7 Jahre leidet an unkontrolliertem Asthma und braucht trotz Dauertherapie mit Serroflo immer wieder mehrere Tage Cortison Tabletten weil Atrovent und Sabutamol nicht gut genug wirkt. Er ist dann ca. 10 Tage sehr krank. Alles geht immer mit sehr starkem Schnupfen los. Lt. Kinder Lungenfachärztin gibt es keine weiteren Medikamente die Ihm helfen könnten. Haben Sie eine Idee was Ihm helfen könnte?
  • Karsten-Thomas Schulz: Wenn wirklich ein unkontrolliertes Asthma vorliegt und die Diagnose vollständig ist und alle Medikamente auch richtig und konsequent angewandt werden, können weitere Behandlungsmöglichkeiten erwogen werden. Lieg eine Allergie gegen ein das ganze Ja relevantes Allergen vor, kann dies z.B.eine Indikation für Polair sein.
  • Amsel: Gibt es gegen nichtallergisches Asthma bronchiale cortisonfreie Therapie.? Ich habe 15 Jahre verschiedene Asthmasprays inhaliert und zuletzt von Alvesco allergischen Hautausschlag bekommen.
  • Thomas Ulrich: nein, Asthma ist eine chronische Entzündung der Bronchialschleimhaut, dies gilt sowohl für das allergische als auch für das nichtallergische Asthma, die Inhalativen Steroide sind daher bei beiden erforderlich um Spätfolgen zu vermeiden und das Risiko für einen Asthmaanfall zu vermindern
  • Kutscher59: Habe durch verschleppte Grippe Astma,komme mit Spray gut zurecht,ist Astma wirklich nie heilbar?Habe schon mal das Spray weggelassen nach 2 Tagen ging es wieder los.
  • Thomas Ulrich: die Frage haben Sie selbst bereits beantwortet, Therapie nicht weglassen, Asthma ist nicht heilbar
  • Gunther: Guten Abend aus Thüringen. Seit vielen Jahren leide ich an Psoriasis und reagiere allergisch auf Gräser, Pollen und Staub (Schnupfen, Augenjucken). Der Etagenwechsel hat m.E. nach noch nicht stattgefunden. Wie kann ich diesen vermeiden bzw. verhindern?
  • Karsten-Thomas Schulz: Die Allergie soll konsqunt symptomatisch behandelt werden, die Indikation für eine Hyposensibilisierung sollte geprüft werden.
  • bero: Mein Enkel 2jahre alt, hat seit 2tagen hohes Fieber bis 40,5, ihm traenen die Augen und läuft die Nase. Nach gäbe von fieberhaft verhält er sich ganz normal und spielt. Dann wenn der Saft nachlässt Geht alles von vorne los. Hat ein Kind bei Heuschnupfen Fieber?
  • Karsten-Thomas Schulz: Dies muß beim Kinderarzt überprüft werden.
  • heidi71: Hallo , bei der Behandlung mit Spiriva respimat hatte ich sehr trockene brennende Augen , auch die unteren Atemwege fühlten sich sehr trocken an. Ist das Medikamet für mich damit evtl. zu hoch dosiert ?
  • Thomas Ulrich: hier sehe ich keine Zusammenhang der Spiriva Respimat sollte morgends mit 2 Zügen inhaliert werden
  • SAPine: Vielen Dank für Ihre Antwort und einen schönen Abend.
  • SAPine: Guten Abend, bin bin 40 habe Asthma Bronchiale und bekomme Ventolair und Spiriva Respimat. Können Sie bestätigen, dass die Gabe in dieser Form nicht ganz unumstritten ist? Ich habe Angest, das direkt meinen Arzt zu fragen, da ich ungern seine Therapie in Frage stellen möchte, aber trotzdem besorgt bin.
  • Karsten-Thomas Schulz: Dies ist eine zugelassene Therapie und nicht umstritten.
  • Ina: Mein Sohn 8 hat seid 3 Jahren Heuschnupfen, letztes Jahr vermehrt auf Birke, Aust es normal das es von Jahr zu Jahr wechselt? Dieses Jahr ging es wieder mit Sugenjucken an und Schnupfen und leicht husten jetzt schon seid 3 Wochen, kann es damit zusammenhängen?
  • Karsten-Thomas Schulz: Die Beschwerden sprechen für eine Allergie. Dies soll untersucht und behandelt werden.
  • Fatma1212: Hallo, ich würde gerne wissen, ob die Impfungen, speziell die 6 Fachimpfung, eine Überreaktion des Immunsystems hervorrufen kann, wodurch auch eine Allergie entstehen kann?
  • Thomas Ulrich: wissenschaftich nicht bewiesen, der Impfvorteil überwiegt, lassen sie ihr Kind impfen !!
  • Kitty: Hallo, ich habe Asthma, nehme schon Foster, Atrovent, Prednisolon und Antiallergika ein. Da mein Asthma instabil ist, wird keine Hyposensibilisierung durchgeführt. Wieso? Und kann man was anderes machen?
  • Karsten-Thomas Schulz: eine Hyposensibilsierung sollte ab mittelschwerem Asthma nicht oder nur unter besondern Umständen durchgeführt werden. Wenn alle Triggerfaktoren bekannt sind, die Therapie konsequent und korrekt genommen wird, sollte die Indikation zur Xolairtherapie geprüft werden.
  • andrea: Schönen guten Abend. Meine Tochter leidet von Geburt an Probleme mit bronchialasthma. Mit 21 Jahren,14 Tage nach der Geburt ihres Sohnes,hatte sie eine Lungenembolie und Schlaganfall. Wie kann ich für sie einen Arzt bekommen,der sie einmal richtig untersuchen kann und ihr passende Medikamente verordnet.Sie nimmt sehr viel von ihrem Notfallspray,was nicht gesund sein kann.
  • Karsten-Thomas Schulz: Sprechen Sie Ihren Hausarzt an und bitte ggf. um die Überweisung zum Lungenarzt. Die Lungenembolie steht eher nicht im Zusammenhang mit dem Asthma.
  • Manu: Meine Mutter hat eine schwere Birkenpollenallergie. Der Arzt meint sie ist für eine Sensibilisierung zu alt. Meine Mutter ist 65 Jahre. Ist eine Sensibilisierung möglich oder hat der Arzt recht? Was raten sie meiner Mutter?
  • Thomas Ulrich: schwierige Frage, man kann sage, das das Immunsystem im Alter sich schlechter zu beeinflussen lässt , Im Alter werden natürlich auch gehäuft Medikamente z.B gg. Blutdruck verordnet, die eine sog. Kontraindikation für die Hyposensibilisierung darstellen. Eine "Altersgrenze " für die Hypo besteht aber nicht
  • phycho: Einmal Asthma immer Asthma?
  • Thomas Ulrich: bei entsprechend qualifizierter Diagnose im Prinzip ja
  • Uta: Mein Mann ist COPD-Patient. Gibt es dafür auch eine - wie im Fernsehbeitrag gezeigt - eine entsprechende andere Alternative als Prednisolon, Spiolta, Daxas etc. diese Mittel nimmt er ständig.
  • Thomas Ulrich: nein derzeit nicht, aber worüber man nachdenken sollte ist z.B Lungensport
  • Anna1: Kann ich meine Abhängigkeit von meiner Novopulmon-Inhalationstherapie bekämpfen? Leider muss ich seit 5 Jahren täglich das Kortison einnehmen und schaffe es einfach nicht, davon wegzukommen! LG
  • Karsten-Thomas Schulz: Asthma bedarf einer Dauertherapie mit z.B. Novopulmon. Es ist ein Therapiebedarf einer chronischen Erkrankung und keine Medikamentenabhängigkeit. Wenn keine oder nur wenig Beschwerden bestehen, ist dies der Therapieerfolg, versuchen sie nicht, das Novopulmon abzusetzen.
  • Stefanie : Ich würde gerne wissen wie der RaumFilter aus der Sendung hieß und wo man ihn kaufen kann. Ich habe eine Birkenpollenallergie.
  • Moderator: Das war ein Plasma-Luftfilter oder -Luftreiniger. Am besten informieren Sie sich im Internet, wo Sie ihn kaufen können.
  • Manu: Welche Facharztrichtung empfehlen sie bei ausgeprägten Allergien? Ich habe den Eindruck, dass "einfache" Allergologen damit überfordert sind.
  • Karsten-Thomas Schulz: Allergologie ist ein Querschnittfach. Je nach Symptomatik sind Hautärzte, HNO-oder Lungenärzte, ggf. sich der Kinderarzt die richtigen Ansprechpartner.
  • Karsten-Thomas Schulz: Nejn. Hier ist her der Heuschnupfen die Ursache.
  • Icke : Vielen Dank trotzdem ich forsche weiter!
  • Annaa: Vielen Dank für ihre Antwort! :) Liebe Grüße aus Berlin. (Anna)
  • Regina: Kann der Pricktest positiv sein und der Bluttest von den getesteten Substanzen negativ? Was wäre demnach die Diagnose?
  • Thomas Ulrich: ja das ist in einigen Fällen möglich, wenn eine entsprechende Symptomatik mit dem Prickelt "übereinstimmt, ist es unerheblich ob im sog Bluttest das gleiche Ergebnis besteht.
  • Marisa: Kann man durch eine Schilddrüsen-Op asthmatische Probleme bekommen? Mir wurde im Feb. 2015 die Schilddrüse entfernt. Vor 2 Monaten wurde bei mir Belastungsastma festgestellt. Ich habe allerdings auch seit mehreren Jahren Heuschnupfen.
  • Karsten-Thomas Schulz: Nejn. Hier ist her der Heuschnupfen die Ursache.
  • Annette: Hallo! Bei meiner Tochter, 8 Jahre, wurde vor 2 Jahren eine Gräserallergie festgestellt. Vom Kinderarzt wurden keine weiteren Maßnahmen angeregt. Uns wurden lediglich Medikamente zur Symptomlinderung verschrieben. Ist eine weitere Behandlung erforderlich und welche würde sich für eine 8-jährige eignen
  • Karsten-Thomas Schulz: Eine Hyposensibilsierung sollte erwogen werden, diese ist ab 6 Jahren zugelassen.
  • Gunther: Wenn jemand seit mehreren Jahrzehnten unter Heuschnupfen und allergischem Asthma leidet, Hyposensibilisierungen keinen Erfolg brachten, kann dann die Bioresonanztherapie helfen und wird sie angeraten?
  • Thomas Ulrich: wissenschaftlich nicht bewiesen, von den gesetzlichen Krankekasssen werden die Kosten nicht übernommen, sie können es aber durchaus versuchen
  • Johanna: Hilft eine Nasendusche gegen die Pollenallergie?
  • Karsten-Thomas Schulz: Eventuell ja. Sie reduziert die Allergenlast.
  • chrissi0673: Ich hab eine Pollenallergie und hab letzten Herbst ein Hyposensibilisierung mit Tabletten(Grazax)begonnen.Wie ist denn Ihre Erfahrung mit dieser Form der Hyposensibilisierung?
  • Thomas Ulrich: ich bevorzuge die Therapie mit Spritzen , meine Erfahrungen mit Grazax sind aber gut
  • hummel: Mache ich etwas ferkehr bekomme keine Antwort.
  • Moderator: Noch einmal unser Hinweis: Bitte haben Sie Verständnis, dass hier heute Abend nicht alle Fragen beantwortet werden können. Lesen Sie gern unser Chatprotokoll. Vielleicht wurde eine ähnliche Frage bereits beantwortet.
  • Manu1: Vielen Dank für die Beantwortung meiner Fragen. Ich wünsche Ihnen und den ganzen Team einen schönen Abend.
  • Martha: Hallo, ich bin ein Nucala-Patient, 2x wurde es mir verabreicht, aber nun verschreiben es weder Hausarzt noch Pulmologe oder das Fachkrankenhaus, weil es so teuer ist. Gibt es eine Alternative?
  • Karsten-Thomas Schulz: Wenn die Indikation sicher nachgewiesen ist, ist das Medikament auch verordnungsfähig. Fragen Sie in der Klinik, in der die Therapie begonnen wurde, wo diese fortgesetzt werden kann.
  • Sina: Wie kann man einen Etagenwechsel verhindern, wenn man für eine Hyposensibilisierung nicht in Frage kommt?
  • Karsten-Thomas Schulz: eine konsequente symptomatische Therapie und wenn möglich eine Allergenkarenz sind wichtig. Zudem sollten Sie lungenärztlich überwacht und ggf. behandelt werden.
  • Ann: Halllo das geht garnicht das man hier fragen stellen kann. Aber man keine Antwort griegt
  • Moderator: Die Fragen werden von den beiden Ärzten beantwortet, die Antworten finden Sie im Chatprotokoll.
  • 6651: Ich habe auch eine Allergie auf Birkenpollen mit Asthma. Ich fange Ende Februar /Anfang März mit einem Antihistaminika "terfenadim" an, habe dann so einen gewissen Spiegel, komme dadurch gut über diese Zeit. Im Gepäck habe ich dann so ein Notfall spray bei ganz akuten beschweren. Ist das eine Lösung oder ist das nicht so gut mit dem Medikament?
  • Thomas Ulrich: das Asthma sollte mit inhalativen Steroiden eigentlich nicht nur saisonal behandelt werden , hier bitte noch einmal den Lungenarzt konsultieren, das Antihistaminikum dient eigentlich nur der Symptomlinderung ist aber gut wirksam
  • Tomi: Ab wann wird eine Xolair-Behandlung durchgeführt? Habe seit vielen Jahren starkes und instabiles Asthma. Zur Behandlung der Allergie bekomme ich allerdings nur Fexofenadin 120mg, Avamys Nasenspray und Predni.
  • Karsten-Thomas Schulz: Sicher nachgewiesenes instabiles Asthma mit konsequenter Therapie mit langwirkenden Betamimetika/inhalativem Kortikoid hochdosiert, ggf. Prednisolon und ganzjährig Allergen ab 6. Lebensjahren.
  • Manuela: Darf man mit mittelstarkes bis schweres Asthma im Labor arbeiten (Chemiestudium)?
  • Karsten-Thomas Schulz: Dies ist abhängig, wie stark die Exposition gegen Irritation ist und ob die Therapie das Asthma stabilisiert.
  • Monika: Kommt eine Hyposensibilisierung gegen Pollen infrage, wenn man L-Thyroxin gegen eine Schilddrüsenunterfunktion einnimmt?
  • Thomas Ulrich: bei gut "eingestellten " Werten ist eine Hypo möglich
  • Mina: Ist Foster schon das stärkste Asthmamittel?
  • Thomas Ulrich: nein, es kommt nicht auf die Stärke sondern auf die Wirksamkeit an
  • Heike: Ich habe seit 28 Jahren Asthma, nehme zur Zeit 2x täglich Formatris 6 Mikrogramm u. 2X2 Hub Novopulmon 200. PEF liegt bei 86 %, MEF 50 zw. 48 und 66%- ich habe in den letzten 2 Jahren einen Großteil meiner körperlichen Leistungsfähigkeit verloren und kann als ehemalige Leistungssportlerin mich körperlich nur noch gering belasten und leide extrem unter Erschöpfung. Ich spüre ständig Druck auf meinen Lungen, besonders auf der linken Seite. Kann das Asthma Schuld sein?
  • Karsten-Thomas Schulz: Dies wäre möglich und muß abgeklärt werden. Weiterhin muß man andere Erkrankungen ausschließen, die auch Luftnot verursachen könnten ( z.B.andere Lungenerkrankungen, Schilddrüsen-oder Herzerkrankungen). Wenden si sich bitte an Ihren Lungenarzt.
  • Karl: Welches Antihistaminikum belastet die Leber am wenigsten?
  • Karsten-Thomas Schulz: Man kann zunächst lokal wirkende 'Heuschnupfenmittel ( Nasenspray und Augentropfen) wir Livocab oder Azelastin anwenden.
  • Hey: Einen schönen guten Abend
  • Hey: Meine Frau hatte gestern einen Allergieschok durch einen wesbenstich bekommen ist jetzt immoment im kh was können wir nach den kh Aufenthalt tuhen das sie nicht mehr so allergisch reagiert
  • Karsten-Thomas Schulz: Nach dem Klinikaufenthalt muß eine Allergiediagnostik erfolgen, dann wahrscheinliche eine Hyposensibilsisierng. Sofort muß Ihre Frau mit einem Notfalles ausgerüstet sein, was sie immer!! bei sich trägt und sofort anwendet, wenn wieder ein Wespenstich erfolgen sollte (noch vor auftreten von Symptomen). Paralle muß der Notarzt verständigt werden. Lassen Sie sich noch von der Klinik zu einem Allergologen überweisen.
  • Karl: Hilft auch normales abschwellendes Nasenspray o muss es ein spezielles sein?
  • Karsten-Thomas Schulz: Immer antiallergische Nasensprays. Die Schnupfenmittel wie Imidim o.a. führen schon nach kurzer Zeit zu einer unspezifischen Rhinitis und zu Dauerschupfen!!
  • Karlotta: Was ist die hilfreichste Therapie wenn man eine Erkältung hat und gleichzeitig einen Heuschnupfen? Soll man die Allergiemittel weiterhin anwenden (und Paracetamol gegen die Erkältung)?
  • Karsten-Thomas Schulz: Antiallergische Medikation weiter, Vorsicht bei Paracetamol bei Asthma, da es Schmerzmittelunverträglichkeiten bei Asthma gibt.
  • Hey: Danke schön Herr Schulz und einen guten Abend nach
  • Anne: Wann werden Atrovent und Respimat zur Behandlung von Asthma eingesetz? Und wogegen hilft es genau?
  • Thomas Ulrich: der respimat ist eigentlich das sog " Device", der Inhalator, mit dem verschiedene Medikamente inhaliert werden, beim Asthma wird der Wirkstoff Tiotropium, "Spiriva" beim Asthma angewendet und ist erst relativ neu dafür zugelassen, es müssen aber vorher bereits Inhalative Steroide und andere bronchienerweiternde Medikamente keinen ausreichended Therapieerfolg, eine sog. Asthmakontrolle , gebracht haben. Atrovent kann als Notfallspray in besonderen Fällen angewendet werden
  • Manu1: Kann eine schwere Hausstauballergie (+Gräser,Pollen ...) auch zu einer Magen- und Darmerkrankung führen, die die Lebensqualität beeinflusst?
  • Thomas Ulrich: hier kann eine sog Kreuzallergie der Pollen bestehen, welche die Beschwerden erklären
  • Manu1: Welche Augensalbe empfehlen sie für den Dauergebrauch bei allergischen Symptomen. Bebanthen reicht nicht aus.
  • Karsten-Thomas Schulz: Eher Augentropfen wie Livocab oder Azelastin, wenn es wirklich eine allergische Ursache hat. Kortisonhaltige Medikamente nur durch Verordnung vom Augenarzt, da hier die Hornhaut leiden kann.
  • Moderator: Liebe User, unser Chat neigt sich nun dem Ende entegegen. Vielen Dank für Ihre zahlreichen Fragen. Und ein großes Dankeschön an Dr. Ulrich und Dr. Schulz, dass Sie sich heute Abend Zeit für die Beantwortung der Fragen genommen haben!
  • Moderator: Nun wünsche ich Ihnen allen noch einen angenehmen Abend und würde mich freuen, Sie beim nächsten „Hauptsache gesund“-Chat an dieser Stelle begrüßen zu dürfen.
  • Thomas Ulrich: Eine Gute Nacht auch von mir !
  • Karsten-Thomas Schulz: Gerne, Ihn allen auch einen schönen Abend.
  • Vendi: Vielen Dank auch von mir.