Blick in einen Kräutergarten
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Hauptsache Gesund | 09.08.2018 | 21:00 Uhr Gesundmacher aus dem Garten

Die Beete der Hobbygärtner sind jetzt voll mit Tomaten, Zucchini und Kräutern. Wer nicht alles gleich essen kann, kann die gesunde Kost auch trocknen, einlegen und einfrieren. Wie es geht, zeigen wir hier.

Blick in einen Kräutergarten
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Gartenkräuter lassen sich gut konservieren. Kurz vor der Blüte haben die meisten Kräuter den höchsten Aromagehalt. Die beste Erntezeit ist vormittags, wenn der Morgentau abgetrocknet ist, aber die heiße Mittagssonne noch nicht auf die Pflanzen brennt.

Topfkräuter ein Kräutertopf passt eigentlich auf jede Fensterbank. Doch viele Kräutertöpfe aus dem Supermarkt haben nur eine kurze Lebensdauer. Woran liegt’s? Meist an der Bewässerung. Zu viel Wasser führt zu Schimmelbildung, bei zu wenig vertrocknen die Kräuter. Ein normaler Topf braucht etwa 100 ml am Tag, Schnittlauch verträgt etwas mehr. Wer lange Freude an seinen Topfkräutern haben möchte, sollte sie nach dem Kauf in einen größeren Topf umtopfen oder auf mehrere Töpfe verteilen.

Töpfe mit verschiedenen Kräutern
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Trocknen

Kräuter mit festen Stängeln und herben Aromen lassen sich am besten durch das Trocknen haltbar machen. Dazu zählen beispielsweise Rosmarin, Minze, Salbei oder Bohnenkraut. Am besten bindet man die Kräuter zu kleinen, lockeren Sträußchen und hängt sie kopfüber an einem dunklen, warmen Ort auf, gern auch auf dem Dachboden. Vorher sollte man die Blätter noch auf Schädlinge kontrollieren. Je nach Umgebungstemperatur dauert das Trocknen fünf Tage bis drei Wochen.

Bund frischer Kräuter auf blau lasiertem Holztisch.
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Wer nicht so viel Zeit hat, kann die Kräuter auch im Backofen bei etwa 40 Grad trocknen. Dazu die Pflanzenteile locker auf einem Backblech mit Backpapier ausgelegen und in den Herd schieben. Dabei die Tür einen Spalt offen lassen und am besten einen Holzlöffel dazwischen klemmen, damit der Wasserdampf entweichen kann. Die Blätter sind richtig trocken, wenn sie beim Anfassen rascheln und die Stängel leicht brechen.

Einfrieren

Petersilie
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Schnittlauch, Petersilie oder Dill eignen sich wie alle Kräuter mit weichen Blättern und Stängeln eher zum Einfrieren. Einfach die frischen Kräuter waschen, abtropfen lassen und klein hacken. Anschließend kleine Portionen in einen Eiswürfelbehälter packen, etwas Wasser darüber gießen und ab ins Tiefkühlfach. Die gefrorenen Kräuterwürfel nicht auftauen, sondern direkt am Ende des Kochvorgangs ins Essen geben. Eingefrorene wie getrocknete Kräuter sind etwa eine Saison haltbar.

In Öl einlegen

Gesundes Speiseöl
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Kräuter und Öle sind ein perfektes Paar: Die fettlöslichen Aromastoffe der Kräuter werden von Speiseölen gut aufgenommen und so konserviert. Gut geeignete Kräuter sind Rosmarin, Thymian oder Salbei. Was die Wahl des Öls angeht, sind der Experimentierfreude keine Grenzen gesetzt. Olivenöl bringt seinen typischen Eigengeschmack mit, wer eher ein geschmacksneutrales Öl möchte, sollte zu Rapsöl greifen. Feste Kräuter wie Rosmarin können vor dem Aufgießen etwas angedrückt werden, um die Aromaausbeute zu erhöhen. Alle Kräuter sollten vollständig mit Öl bedeckt werden, um Schimmelbildung zu vermeiden. Nach etwa zwei bis drei Wochen an einem warmen Ort hat das Öl den Kräutergeschmack angenommen und kann gefiltert werden. Kühl und dunkel gelagert, hält es sich einige Monate.

Rezepte von Aurélie Bastian

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Hauptsache Gesund | 09. August 2018 | 21:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 09. August 2018, 06:00 Uhr