Junge Frau mit dunklen Haaren und Schal um den Hals liegt krank allein im Bett
Bildrechte: IMAGO

Hauptsache Gesund | 08.02.2018 | 21:00 Uhr Grippe oder grippaler Infekt?

Anders als ein grippaler Infekt, bahnt sich eine Grippe nicht an. Sie macht sich vielmehr von einem Moment auf den anderen bemerkbar. Gegen die Grippe gibt es nur einen wirksamen Schutz: die Impfung.

Junge Frau mit dunklen Haaren und Schal um den Hals liegt krank allein im Bett
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Der Unterschied zwischen einer Influenza und einem grippalen Infekt ist in der Regel deutlich zu spüren:

Eine Erkältung bahnt sich eher schleichend an und wird von Tag zu Tag schlimmer. Bei einer Influenza fühlt man sich dagegen von einem Moment auf den anderen sehr krank. Starke Kopfschmerzen, hohes Fieber, Gliederschmerzen, trockener Husten und ein allgemein sehr starkes Krankheitsgefühl deuten auf eine Ansteckung mit Influenzaviren hin. Ob sie wirklich vorliegt, ist mit Sicherheit nur durch einen Labortest nachzuweisen.

Ratgeber

Prävention Die acht besten Tipps gegen Grippe

Winterzeit - Grippezeit. Ganz Deutschland niest und hustet. Wussten Sie, dass man vorbeugen kann? Wir haben für Sie die acht besten Tricks zusammengesucht, damit Sie sich in diesem Jahr garantiert nicht anstecken.

Menschenmenge auf einem U-Bahn-Bahnhof
1. Halten Sie Abstand! Während Grippewellen sollten Sie versuchen, Menschenansammlungen meiden. Ist Ihnen das nicht möglich, halten Sie größtmöglichen Abstand zu Ihren Mitmenschen. Hustet oder niest man neben Ihnen, versuchen Sie durch die Nase zu atmen: Die inneren Härchen fangen zumindest einen Teil der Krankheitserreger ab. Bildrechte: Colourbox.de
Menschenmenge auf einem U-Bahn-Bahnhof
1. Halten Sie Abstand! Während Grippewellen sollten Sie versuchen, Menschenansammlungen meiden. Ist Ihnen das nicht möglich, halten Sie größtmöglichen Abstand zu Ihren Mitmenschen. Hustet oder niest man neben Ihnen, versuchen Sie durch die Nase zu atmen: Die inneren Härchen fangen zumindest einen Teil der Krankheitserreger ab. Bildrechte: Colourbox.de
Händewaschen mit Seife
2. Immer schön Hände waschen! Da hatte Mutti ausnahmsweise mal recht: Gründliches Händewaschen ist die wichtigste Grippeprophylaxe. Experten schätzen, dass neun von zehn Infektionen über die Hand weitergereicht werden. Dazu reicht schon das Berühren einer Türklinke, die vorher ein Grippepatient angefasst hatte. Bildrechte: Colourbox.de
Das Gesicht einer Frau unter der Dusche.
3. Regelmäßige Wechselduschen! Mit Wechselduschen oder einer klassischen kalten Dusche nach der eigentlichen warmen Dusche können Sie Ihr Immunsystem stärken. Fangen Sie dazu bei den Füßen an und arbeiten Sie sich langsam (und tapfer) nach oben. Bildrechte: Colourbox.de
Wasser wird aus einer Glaskanne in ein Glas gegossen
4. Viel trinken! Reichlich Wasser oder ungesüßter Tee hält die Schleimhäute feucht. Dadurch entsteht ein wirksames Schutzschild gegen Viren und Bakterien. Versuchen Sie einmal heißes Ingwerwasser: Die Knolle regt das Immunsystem an und sorgt für innere Wärme. Frisch gepresste Säfte liefern zudem wichtige Vitamine. Bildrechte: Colourbox.de
Tabletten
5. Vorbeugen mit Zink und Vitamin C! Zink und Vitamin C spielen eine große Rolle für das Immunsystem. Ergänzen Sie Ihre Ernährung in der kalten Jahreszeit deshalb ruhig mit ein paar Kapseln. Am besten geeignet sind dabei sogenannte Depot-Kapseln, die den Wirkstoff über den Tag verteilt frei setzen. Bildrechte: Colourbox.de
Salz auf einem Holzlöffel
6. Nase spülen! Um auf Dauer gesund zu bleiben, sollten Sie abends Ihre Nase von Viren befreien. Eine Nasenspülung tut genau das und befeuchtet gleichzeitig die Schleimhäute. Dazu müssen Sie sich nicht extra ein Gerät aus der Drogerie kaufen: Stellen Sie sich einfach aus einem Liter Wasser und einem Esslöffel Salz eine Salzlösung her, die Sie aus einem Glas oder einer Tasse aufschnüffeln. Bildrechte: Colourbox.de
Ein geöffnetes Fenster mit Blick auf eine Winterlandschaft und stahlblauen Himmel.
7. Lüften Sie regelmäßig! Heizungsluft trocknet Ihre Schleimhäute aus. Das wiederum macht sie anfälliger für Viren und Bakterien. Sorgen Sie deshalb regelmäßig für frische Luft und bewegen Sie sich so viel wie möglich draußen. Bildrechte: Colourbox.de
ein Mann schläft auf einem Kissen
8. Sorgen Sie für ausreichend Schlaf! Es ist längst erwiesen: Zuwenig Schlaf schadet dem Immunsystem und macht anfällig für alle Arten von Krankheitserregern. Einer Studie der Universität Pittsburgh zufolge erkältet sich, wer weniger als sieben Stunden pro Nacht schläft, dreimal so schnell wie jemand mit mehr als acht Stunden Schlaf. Bildrechte: Colourbox.de
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Schutz durch Impfung

Gegen die "echte” Grippe gibt es einen zuverlässigen Schutz: die Impfung. Wer geimpft ist, schützt nicht nur sich selbst, sondern vermeidet auch die Ansteckung anderer. Die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut empfiehlt die Influenza-Impfung für Erwachsene mit chronischen Herz- Kreislauferkrankungen, chronischen Erkrankungen der Atemwege, chronischen Nierenerkrankungen, Stoffwechselkrankheiten wie Diabetes mellitus, Krankheiten des Abwehrsystems und des Blutes, sowie chronischen neurologischen Erkrankungen. Auch Personen, die durch ihre Arbeit einer Infektion ausgesetzt sind, zum Beispiel medizinisches Personal und Mitarbeiter an Arbeitsplätzen mit regem Publikumsverkehr, raten die Experten vorbeugend zur Impfung.

Generell sollten sich alle Personen über 60 Jahre, Schwangere (gesunde Schwangere ab dem 2. Trimenon, Schwangere mit chronischen Grundkrankheiten zu jedem Zeitpunkt der Schwangerschaft nach kritischer Abwägung von Risiko und Nutzen der Impfung) gegen Influenza impfen lassen. Darüber hinaus kann aber auch jeder andere von der Impfung profitieren. Impfwillige können sich von ihrem Hausarzt beraten lassen.

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Hauptsache Gesund | 08. Februar 2018 | 21:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 09. Februar 2018, 12:31 Uhr