Nüsse
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Hauptsache Gesund | 13.12.2018 | 21:00 Uhr Heilsame Nüsse

"Ein Apfel am Tag hält den Doktor fern", heißt es. Gleiches lässt sich auch über Nüsse sagen. Wir erklären, was in den einzelnen Nussarten steckt, welche Wirkung sie haben und warum die Walnuss besonders hervorsticht.

von Marlen Schernbeck

Nüsse
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In der Advents- und Weihnachtszeit sind Nüsse besonders beliebt. Aber auch unter Ernährungsexperten genießen sie einen guten Ruf. Verschiedene Untersuchungen haben gezeigt, dass sich der Verzehr von Nüssen positiv auf die Blutzucker- und Fettwerte auswirkt. Die Walnuss ist besonders reich an wertvollen Inhaltsstoffen, erklärt der Jenaer Ernährungswissenschaftler Stefan Lorkowski: "Das Fett der Walnuss besteht zu rund 75 Prozent aus mehrfach ungesättigten Fettsäuren, die Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen und die Blutlipide verbessern. Außerdem finden sich in der Walnuss etliche für unsere Gesundheit wichtige Mineralstoffe, wie Zink, Magnesium, Eisen und Calcium, sowie Vitamin E und zahlreiche B-Vitamine, die wichtige Funktionen in unserem Stoffwechsel übernehmen." Übrigens: Diese Schutzwirkung wird nicht aufgehoben, wenn die Nüsse geröstet sind.

Wirkung auf den Darm

Die Jenaer Ernährungswissenschaftlerin Wiebke Schlörmann hat zudem herausgefunden, dass Walnüsse das Wachstum von Darmkrebszellen unterdrücken können. Das Forscherteam um Schlörmann hatte im Reagenzglas gemahlene Walnüsse mit Verdauungsenzymen gemischt und anschließend die verdauten Nüsse auf Krebszellen gegeben. Sie stellten fest, dass die Anzahl der Krebszellen abnahm. "Die gesundheitsfördernde Wirkung von Nüssen beruht unter anderem darauf, dass die körpereigene Abwehr zur Entgiftung von reaktiven Sauerstoffspezies aktiviert wird. Außerdem wird durch die Verdauungsprodukte in den behandelten Krebszellen der sogenannte programmierte Zelltod der Krebszellen ausgelöst", erklärt Schlörmann.

Die einzelnen Nüsse und ihre Wirkung

verschiedene Nuss-Arten
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Walnüsse enthalten einen hohen Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren, die Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen. Mineralstoffe wie Zink und Magnesium, Vitamin E sowie zahlreiche B-Vitamine übernehmen wichtige Funktionen im Stoffwechsel.

Cashewnüsse sind reich an Magnesium und Kalium, die für den Muskelaufbau benötigt werden. Das enthaltene Eisen spielt eine entscheidende Rolle für den Sauerstofftransport.

Haselnüsse enthalten besonders viel Vitamin E und schützen somit die Zellen. Zudem sorgt der hohe Vitamin A-Anteil für gesunde Schleimhäute und scharfes Sehen.

Macadamia-Nüsse weisen viel Eiweiß sowie wertvolle Spurenelemente auf. Sie helfen gegen trockene Haut und aktivieren die natürliche Hautregeneration.

Mandeln beugen Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor und senken den Cholesterinspiegel. Botanisch gesehen gehören sie allerdings nicht zu den Nüssen, sondern zum Steinobst.

Leckere Nuss-Rezepte von Ernährungsexpertin Nicole Lins

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Hauptsache Gesund | 13. Dezember 2018 | 21:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 18. Dezember 2018, 11:11 Uhr