Hauptsache Gesund Dresden hat die meisten gemeldeten Hundebisse in Mitteldeutschland

Von den größten Städten in Mitteldeutschland ist Dresden diejenige mit den meisten gemeldeten Hundebissen. Das hat eine Abfrage des MDR-Magazins „Hauptsache Gesund“ bei den Stadtverwaltungen der sechs größten Städten in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ergeben.

In Dresden wurden demnach im vergangenen Jahr 67 Bissattacken von der Stadtverwaltung statistisch erfasst. Auf Platz 2 folgt Magdeburg mit 48 registrierten Hundebissen. Dahinter liegen Erfurt (46 Vorfälle), Halle (26) und Chemnitz (7).

Hundezähne
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Die Stadt Leipzig gab an, keine Zahlen zu Hundebissen zu führen. Die Uniklinik Leipzig spricht von rund 50 zu behandelnden Tierbissen im Jahr 2018 allein in der Kinderchirurgie, die meisten davon durch Hunde oder Katzen.

Nicht überall differenzieren die Stadtverwaltungen in ihren Statistiken, ob andere Tiere oder Menschen gebissen wurden. In Magdeburg gab es 28 Attacken gegen Menschen. In Erfurt waren es 33. In Chemnitz wurden in allen sieben gemeldeten Fällen Menschen attackiert.

Infektionsgefahr bei Bisswunden

Durch Tierbisse übertragene Keime können bei Menschen zu gravierenden Infektionen führen. Dr. Christian Hohenstein sagte dem MDR-Magazin "Hauptsache Gesund": „Katzenbisse sind am gefährlichsten, das sind Hochrisikobisse." Hohenstein ist Chefarzt der Zentralen Notaufnahme am Universitätsklinikum Magdeburg.

Besonders gefährlich sind Katzenbisse

Die spitzen Katzenzähne würden tief ins Fleisch eindringen und steigerten so das Risiko für Komplikationen vor allem an Händen, Füßen und im Gesicht. Denn hier seien meist Gelenke, Sehnen und Knochen betroffen. Hohenstein empfiehlt deshalb: "Immer zum Arzt, wenn die Bisse sich entzünden sollten, also Rötung, Schwellung und zunehmende Schmerzen – dann sofort in die Klinik!"

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Hauptsache Gesund | 11. April 2019 | 21:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 11. April 2019, 16:01 Uhr