Osteuropa

Pskow - eine der ärmsten Städte Russlands

Burganlage in Pskow
Die Stadt Pskow hat mehr als 210.000 Einwohner. Sie liegt ganz im Westen Russlands - nur 50 Kilometer von der Grenze Estlands und damit auch der EU entfernt. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Burganlage in Pskow
Die Stadt Pskow hat mehr als 210.000 Einwohner. Sie liegt ganz im Westen Russlands - nur 50 Kilometer von der Grenze Estlands und damit auch der EU entfernt. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Armut in Russland
Pskow zählt offiziell zu den ärmsten Kommunen im russischen Riesenreich. Die Hilfsorganisation "Food for Life" verteilt drei Mal die Woche Essen an Bedürftige in der Stadt. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Helferin verteilt Essen
Der Wohlstand im rohstoffreichen Riesenland ist ungleich verteilt. Große Teile der Bevölkerung sind arm - mehr als 20 Millionen Menschen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Helferin verteilt Lebensmittel
Vor allem Rentner und alleinerziehende Mütter sind auf Hilfe angewiesen. In Pskow kommen sie regelmäßig in die Essensausgabe von "Food for Life". Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Sergej Wlaskow sitzt im Auto
Doch die Mittel sind begrenzt. Der Leiter der Wohltätigkeitsorganisation "Food for Life", Sergej Wlaskow, hat Essen für maximal 50 Menschen pro Tag. Für mehr reichen die Spendengelder nicht. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Mann verpackt Lebensmittel
Seit einigen Jahren macht den Armen in Russland die drastische Verteuerung von Lebensmitteln enorm zu schaffen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Verfallenes Haus in Pskow
Dass die wirtschaftliche Lage in Pskow nicht die beste ist, davon zeugt auch das Stadtbild - in der Stadt gibt es auffallend viele marode Bauten und kaputte Häuser. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Soldat sitzt in Park vor Kirche
Auch viele Betriebe stehen still. Investoren sind nicht in Sicht. Die wichtigsten Arbeitgeber, die die Stadt am Leben halten, sind Zoll und Militär. Deshalb sind auch auffällig viele Uniformierte auf den Straßen zu sehen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Andrej Semjonow
Mangels Großinvestoren ist der Aktivist Andrej Semjonow auf Kleinspenden angewiesen. Der IT-Spezialist leitet die Wohltätigkeitsorganisation "Generation" und organisiert seit fünf Jahren Wohltätigkeitskonzerte. Sein Projekt "Gütiger Rock" soll die Spendenbereitschaft in breiten Schichten der Bevölkerung stärken. Semjonow sagt: "Mit jedem Konzert wächst unser Publikum. Mit Hilfe sozialer Netzwerke schaffen wir die fehlende Spendenkultur in Russland."
Auffällig sind aber auch viele Militärs, die in der Stadt anzutreffen sind. Ein großer Militärstützpunkt und der Zoll halten die Stadt finanziell am Leben.
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Sängerin am Mikrofon auf Bühne
Ein Konzert im Rahmen der Reihe "Gütiger Rock". Rockbands aus der russischen Provinz treten in einem Club auf und versuchen Spenden für die Bedürftigen zu sammeln. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Fans feiern bei Rockkonzert
Vor allem bei den jungen Pskowern kommt diese Initiative gut an. Ihr Gründer Andrej erklärt die schlechte wirtschaftliche Situation in seiner Stadt vor allem durch viel Bürokratie und hohe Steuern, die Investoren abschrecken würden. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Männer bauen in Werkstatt Möbel
Das in den Konzerten gesammelte Geld kommt unter anderem dieser Werkstatt zugute. Hier versucht man, Menschen mit geistiger Behinderung in die Arbeitswelt zu integrieren - ein für Russland einmaliges Projekt. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Junge Frau arbeitet mit schleift Holzklotz
Die meisten Spenden für das Vorzeigeprojekt kommen aber aus Deutschland. Andrej Semjonow: "Mit unseren begrenzten Ressourcen können wir nicht viel bewegen. Unsere Projekte dienen lediglich dazu, unsere Machthaber und unsere Gesellschaft auf solche Probleme hinzuweisen." Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Jugendliche tanzen unter einer Brücke
Die Jugend von Pskow - nebenbei bemerkt einer der ältesten Städte Russlands - hofft auf eine bessere Zukunft. Das Graffiti auf der Brücke lautet: "Wir sollten nicht wie alle sein, denn wir sind jetzt schon wie alle." | Über dieses Thema berichtete der MDR auch im TV: 01.03.2018 | 19:30 Uhr Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
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