Wirtschaftsbeziehungen Bulgarien - Am Tropf Russlands

Atomkraftwerk Kosloduj in Bulgarien.
Bulgarien hängt vollständig am russischen Energietropf. Die Abhängigkeit ist total. - Die Brennstäbe für das einzige Atomkraftwerk Bulgariens in Kosloduj liefert Russland. Die beiden 1000-Megawatt-Reaktoren in Kosloduj produzieren knapp 40% des bulgarischen Stroms... Bildrechte: IMAGO
Atomkraftwerk Kosloduj in Bulgarien.
Bulgarien hängt vollständig am russischen Energietropf. Die Abhängigkeit ist total. - Die Brennstäbe für das einzige Atomkraftwerk Bulgariens in Kosloduj liefert Russland. Die beiden 1000-Megawatt-Reaktoren in Kosloduj produzieren knapp 40% des bulgarischen Stroms... Bildrechte: IMAGO
Der Schriftzug des Energieunternehmens Gasprom auf einem Hausdach in St. Petersburg.
Und auch mehr als 90% des benötigten Erdgases bezieht Bulgarien aus Russland. Lieferant ist der in Moskau ansässige Konzern "Gasprom". Bildrechte: dpa
Ein Junge sitzt auf einem mit Heu beladenen Pferdefuhrwerk vor einer Tankstelle
Kaum ein Auto würde in Bulgarien rollen ohne russische Importe. Die einzige Raffinerie des Landes, die "Lukoil Neftochim Burgas", betreibt der russische Mineralölkonzern "Lukoil" und verwendet ausschließlich russisches Erdöl. "Lukoil" betreibt auch etliche Tankstellen in Bulgarien. Bildrechte: IMAGO
Wärmekraftwerk Maritsa Ost 3 im Südosten Bulgariens.
Russland liefert auch Kohle für die bulgarischen Kraftwerke. Aus Eigenproduktion könnte Bulgarien nicht einmal die Hälfte seines Bedarfs an Kohle decken.
Wirtschaftsfachleute warnen: Russland könnte in Bulgarien nicht nur den gesamten Energiesektor, sondern auch die übrige Industrie sowie das gesamte öffentliche Leben lahmlegen.
(Im Bild: Wärmekraftwerk Maritza 3 im Südosten des Landes.)
Bildrechte: IMAGO
Eine Fabrik in Bulgarien
Über Tochterfirmen und verschachtelte Holdings sind auch viele russische Firmen Teilhaber oder Besitzer bulgarischer Industriebetriebe. Bildrechte: dpa
Die gelbe Fassade eines Hauses
Das bulgarische Immobiliengeschäft ist weitgehend in russischer Hand. An der Schwarzmeerküste haben sich viele Russen exklusive Wohnungen gekauft, Hotels und Gaststätten in Strandnähe haben russische Eigentümer. Und auch die Gäste stammen überwiegend aus Russland. (Im Bild: Saniertes Wohnhaus im Zentrum von Varna.) Bildrechte: IMAGO
Bulgarische Polizei und tote Mafiamitglieder.
Enge Beziehungen pflegt sogar die Unterwelt - bulgarische und russische Mafia sollen stark verbandelt sein. Die einstige bulgarische Führungselite, die in vielen Bereichen noch immer den Ton angibt, ist in der UdSSR ausgebildet worden. Damals sind viele der Kontakte geknüpft worden, die bis heute fortdauern.
(Im Bild: Zwei erschossene Mafiosi nach einem Schusswechsel zwischen rivalisierenden Clans in der Innenstadt von Sofia.)
Bildrechte: dpa
Rosenernte auf einer Wiese bei Kasanlak.
Bulgariens Handelsbilanz gegenüber dem großen Bruder und größten Handelspartner ist stark negativ. Bulgarien versucht, die Ausfuhren nach Russland auszubauen. Vor allem landwirtschaftliche Produkte werden exportiert. Bildrechte: IMAGO
Junge Mädchen während der Rosenernte im Rosental von Kazanlak, 2001
Den Weg nach Russland findet zuallererst Bulgariens Exportschlager Nummer Eins - Rosenöl. Im Tal der Rosen bei Kazanlak werden Rosen für das teuerste Rosenöl der Welt geerntet. Bildrechte: IMAGO
Weinanbau in einem Weinberg, Bulgarien.
Nach Russland exportiert wird auch Wein aus den großen Weinanbaugebieten im Süden des Landes.
Aber all diese Ausfuhren in Richtung Russland sind nur Kleinigkeiten gegenüber dem riesigen Einfluss, den Moskau auf Bulgariens Wirtschaft ausübt.
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