Russland Vergiftete Stadt - Dserschinsk

Eine Lenin Statue in Dserschinsk (Dzerzhinsk, Russland)
Dserschinsk, benannt nach dem ersten Geheimdienstchef der UdSSR, Felix Dserschinski, liegt 400 Kilometer östlich von Moskau, am Zusammenfluss von Oka und Wolga. Etwas mehr als 290.000 Menschen leben in Dserschinsk. Geprägt wird die Stadt von gut einem Dutzend mehr oder weniger maroder Chemiefabriken, die dafür verantwortlich sind, dass Gewässer und Böden seit Jahrzehnten verseucht sind und immer ein giftiger Nebel über der Stadt hängt. (Im Bild: Lenin-Statue vor Industrieschloten.) Bildrechte: IMAGO
Eine Lenin Statue in Dserschinsk (Dzerzhinsk, Russland)
Dserschinsk, benannt nach dem ersten Geheimdienstchef der UdSSR, Felix Dserschinski, liegt 400 Kilometer östlich von Moskau, am Zusammenfluss von Oka und Wolga. Etwas mehr als 290.000 Menschen leben in Dserschinsk. Geprägt wird die Stadt von gut einem Dutzend mehr oder weniger maroder Chemiefabriken, die dafür verantwortlich sind, dass Gewässer und Böden seit Jahrzehnten verseucht sind und immer ein giftiger Nebel über der Stadt hängt. (Im Bild: Lenin-Statue vor Industrieschloten.) Bildrechte: IMAGO
Dserschinsk
Ökologie hat weder in der UdSSR noch in den Jahren nach dem Ende des kommunistischen Riesenreiches eine Rolle gespielt. Die alten Fabriken wurden auf Verschleiß gefahren und chemische Abfälle einfach in Flüsse und Wälder geleitet. Zwischen 1930 und 1999 sollen mehr als 300.000 Tonnen hochgiftiger Abfälle aus den Chemiefabriken rund um Dserschinsk entsorgt worden sein. Bildrechte: IMAGO
Dmitri Medwedew
2011 kam der damalige russische Präsident Dmitri Medwedew (rechts) nach Dserschinsk und versprach eine rasche Beseitigung der giftigen Altlasten. Vor allem aber kümmerte er sich um die Ansiedlung neuer, vor allem westlicher Fabriken und Unternehmen in der Umgebung von Dserschinsk. Einige, wie etwa "Wella" oder "Liebherr", kamen tatsächlich. Für die Entsorgung der giftigen Abfälle fühlte sich dann aber offensichtlich niemand verantwortlich - 2013 wurde Dserschinsk erneut zur "vergiftetsten Stadt der Welt" erklärt. Auch wenn seither keine weitere Nominierung hinzukam - an den katastrophalen Zuständen hat sich nichts geändert. Bildrechte: IMAGO
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