Kulturhaupstadt Europas Plovdiv: Bulgariens unentdecktes Kulturparadies

Die Dschumaja-Moschee, auch Freitagsmoschee, und der Boulevard Knyaz Aleksander am Abend im Zentrum.
…der Dschumaja-Moschee (links). Das muslimische Gotteshaus aus dem 15. Jahrhundert steht am zentralen Boulevard Knyaz Aleksander, der sich über 1,75 Kilometer quer durch das Stadtzentrum zieht. Bildrechte: dpa
Blick vom Nebet Tepe Hügel über Plowdiw im Sonnenuntergang
Das 343.000-Einwohner zählende Plovdiv  im Süden Bulgariens - das auch die Partnerstadt von Leipzig ist -  ist die älteste durchgehend bewohnte Stadt Europas. Die Spuren bewohnter Siedlungen auf dem heutigen Stadtgebiet reichen bis in das sechste Jahrtausend vor Christus zurück. Bildrechte: dpa
Ein beleuchtetes Rathaus mit Brunnen am Stefan-Stambolov-Platz.
Plovdiv wurde aufgrund seiner zentralen Lage in Südosteuropa über die Jahrtausende von vielen verschiedenen Kulturen beeinflusst. Thrakische, griechische, slawische und osmanische Spuren lassen sich in der Architektur, Kunst und Küche bis heute nachspüren. Bildrechte: dpa
Das antike Theater von Philippopolis in der Altstadt.
Eines der beeindruckendsten Kulturdenkmäler ist das antike Amphitheater, das im zweiten Jahrhundert nach Christus unter dem römischen Kaiser Trajan erbaut wurde. Jahrhundertelange lag dieses vergessen unter einer fünf Meter dicken Erdschicht begraben, bis es 1968 wieder entdeckt und ausgegraben wurde. Heute finden hier in den Sommermonaten regelmäßig Theater- und Konzertveranstaltungen statt. Bildrechte: dpa
Die Kirche der Heiligen Mutter Gottes, Kathedrale der Mariä-Entschlafens-Mutter Gottes, in der Altstadt in der blauen Stunde am Abend.
Daneben lädt die pittoreske Altstadt zum ausgiebigen Flanieren und Entdecken der verschiedenen historischen Einflüsse ein. So steht etwa das Wahrzeichen der Stadt, die orthodoxe "Kathedrale der Heiligen Mutter Gottes", nur wenige hundert Meter entfernt von… Bildrechte: dpa
Die Dschumaja-Moschee, auch Freitagsmoschee, und der Boulevard Knyaz Aleksander am Abend im Zentrum.
…der Dschumaja-Moschee (links). Das muslimische Gotteshaus aus dem 15. Jahrhundert steht am zentralen Boulevard Knyaz Aleksander, der sich über 1,75 Kilometer quer durch das Stadtzentrum zieht. Bildrechte: dpa
Der Boulevard Knyaz Aleksander mit zahlreichen Geschäften.
Der Boulevard rühmt sich aufgrund seiner Ausdehnung mit dem inoffiziellen Titel der "längsten Fußgängerzone Europas". Unter der Straße befinden sich das antike römische Stadion und ein Café. Bildrechte: dpa
Das Restaurant Hemingway am Stefan Stambolov Platz am Abend.
Neben der reichen Historie zieht auch das Nachtleben Besucher aus dem In- und Ausland an. Das findet vornehmlich draußen, besonders im Kneipen- und Restaurantviertel Kapana statt, wo unzählige Terrassen zum Verweilen, Essen und Feiern einladen. Bildrechte: dpa
Das Restaurant- und Kneipenviertel Kapana mit Graffiti.
Das Viertel ist auch die Heimat der Kreativszene der Stadt, die unter Künstlern sehr beliebt ist. In Kapana gibt es viel Streetart, aber auch kleine Galerien und Kunsthandwerksbetriebe zu entdecken. Bildrechte: dpa
Wohnblock im Roma-Viertel Stolipinowo in Plowdiw
Bei seiner Bewerbung um den Titel der Kulturhauptstadt Europas hat Plovdiv seine unterschiedlichen Einflüsse und Facetten besonders in den Fokus gerückt - etwa die Roma-Minderheit, die sich im heruntergekommenen Stadtteil Stolipinovo konzentriert. Sie wird einen der Schwerpunkte des Kulturstadtprogramms bilden. Bildrechte: dpa
Die Skulptur "Milyo der Verrückte" und das Wort "zusammen" werben für die Kulturhauptstadt 2019.
Hunderte Veranstaltungen wird es insgesamt im Jahr 2019 in Plovdiv geben, dass sich den Titel als Kulturhauptstadt Europas mit dem süditalienischen Matera teilt. "Together", also "zusammen", lautet auch das offizielle Motto Plovdivs für dieses Jahr.

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MDR KULTUR | 03.01.2019 | 18:05 Uhr
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