Das Erbe der Angstmacher: Geheimdienste im Osten

Residenzen der Geheimdienste

Ihre Macht sollte sichtbar sein: Die Geheimdienste im Osten hatten ihre Zentralen meist in protzigen Gebäuden. Von dort aus bespitzelten sie die Menschen und hielten sie in Schach.

Bukarest
Rumänien Im alten Teil dieses Hauses saß die 5. Direktion der Securitate. Ihre einstige Aufgabe: der Schutz von hochrangigen Funktionsträgern der Partei, allen voran des Ceausescu-Diktatorenpaares. Das Haus wurde in den Revolutionstagen im Dezember 1989 fast vollständig zerstört und beherbergt heute den rumänischen Architektenverband.
Die Securitate, der rumänische Geheimdienst, hatte Ende der 1980er Jahre ca. 40.000 offizielle und 400.000 inoffizielle Mitarbeiter und gilt als einer der brutalsten des ehemaligen Ostblocks. 1989 wurde die kommunistische Diktatur blutig beendet. Mehr als 1.200 Menschen starben, viele wurden damals von Mitarbeitern der Securitate erschossen.
Bildrechte: MDR/Annett Müller
Bukarest
Rumänien Im alten Teil dieses Hauses saß die 5. Direktion der Securitate. Ihre einstige Aufgabe: der Schutz von hochrangigen Funktionsträgern der Partei, allen voran des Ceausescu-Diktatorenpaares. Das Haus wurde in den Revolutionstagen im Dezember 1989 fast vollständig zerstört und beherbergt heute den rumänischen Architektenverband.
Die Securitate, der rumänische Geheimdienst, hatte Ende der 1980er Jahre ca. 40.000 offizielle und 400.000 inoffizielle Mitarbeiter und gilt als einer der brutalsten des ehemaligen Ostblocks. 1989 wurde die kommunistische Diktatur blutig beendet. Mehr als 1.200 Menschen starben, viele wurden damals von Mitarbeitern der Securitate erschossen.
Bildrechte: MDR/Annett Müller
Bukarest
Am Hauptsitz der Securitate in Bukarest, heute ist hier der Landesverband der Beamten untergebracht, erinnert nichts an die Vergangenheit des Hauses. Die Aufarbeitung der Securitate-Verbrechen begann in Rumänien schleppend. 1999 wurde die Behörde "Nationaler Rat zum Studium der Securitate-Archive" gegründet. Von 2013 an wurden einigen früheren Securitate-Mitarbeiter der Prozess gemacht. 2012 änderte das rumänische Parlament die Strafgesetzgebung ab: Seitdem können Verbrechen gegen die Menschlichkeit nicht mehr verjähren. Doch trotz aller Aufarbeitung bestimmen ehemalige Securitate-Mitarbeiter oder ihre Kinder noch heute oft die Geschicke des Landes. Bildrechte: MDR/Annett Müller
Bukarest
Auch im einstigen Zentralkomitee der Kommunistischen Partei Rumäniens in der Innenstadt von Bukarest soll die Securitate vor 1989 Räume für Verhöre gehabt haben. Heute residiert im Haus das Innenministerium. Bildrechte: MDR/Annett Müller
Hinterhof
Albanien "Haus der Blätter" wird dieses Haus in der albanischen Hauptstadt Tirana genannt. Die ehemalige Abhörzentrale des Geheimdienstes des kommunistischen Landes soll im Januar 2016 als Museum zur Erinnerung an die Schrecken des Sigurimi eröffnet werden. Der albanische Geheimdienst Sigurimi war das am besten organisierte und funktionierende Instrument der Diktatur. Ende der 1980er Jahre hatte er 110.000 Mitarbeiter. Man schätzt, dass rund ein Drittel der Bevölkerung Spitzel waren. Nach zähem Ringen verabschiedete das albanische Parlament im April 2015 ein Gesetz, dass den öffentlichen Zugang zu den Akten ermöglichen soll und nun eine Aufarbeitung möglich macht. Doch viele Akten sind schon vernichtet worden, teils von Funktionären, teils bei den Unruhen in Albanien 1997. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
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KGB-Archiv in Moskau: Kurze Zeit der Offenheit

1991 wurde das Archiv des mächtigen sowjetischen Geheimdienstes KGB geöffnet. Nicht nur KGB-Opfer und deren Angehörige in den Nachfolgestaaten der UdSSR bekamen für kurze Zeit die Chance, ihre Akten einzusehen.

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Über dieses Thema berichtete der MDR auch im TV:

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Krieg der Wölfe - Die Schlacht der Geheimdienste im Kalten Krieg | 28.11., 05.12., 12.12.1994 | 22:00 Uhr