Die Krim: Begehrte Halbinsel im Schwarzen Meer

Krim - Personen mit Russisch als Muttersprache | Anteil in %
Die Halbinsel Krim im Süden der Ukraine. Mit knapp 27.000 Quadratkilometern Fläche ist sie ungefähr so groß wie das Bundesland Brandenburg. Auf der Krim leben viele unterschiedliche Ethnien: U.a. Armenier, Polen, Griechen, Deutsche, Weißrussen, Krimtartaren und Ukrainer. Die Mehrheit der rund 2,3 Millionen Einwohner sind jedoch Russen. Bildrechte: MDR.DE
Krim - Personen mit Russisch als Muttersprache | Anteil in %
Die Halbinsel Krim im Süden der Ukraine. Mit knapp 27.000 Quadratkilometern Fläche ist sie ungefähr so groß wie das Bundesland Brandenburg. Auf der Krim leben viele unterschiedliche Ethnien: U.a. Armenier, Polen, Griechen, Deutsche, Weißrussen, Krimtartaren und Ukrainer. Die Mehrheit der rund 2,3 Millionen Einwohner sind jedoch Russen. Bildrechte: MDR.DE
Ein Schiff legt in Yalta (Ukraine) an
Wegen seines milden, im Süden der Insel sogar mediterranen Klimas, war und ist die größte Halbinsel des Schwarzen Meeres ein beliebter Wohn- und Ferienort. Bildrechte: IMAGO
Der Massandra-Palast für Nikolaus II. auf der Krim nahe Jalta
Auch die Führer der Sowjetunion genossen das milde Klima der Krim. Ebenfalls unweit von Jalta steht der Massandra-Palast. Er diente dem sowjetischen Staats-und Parteichef Stalin und dessen Nachfolgern als Staats-Datscha. Bildrechte: IMAGO
Kinder beim Morgenappell im Ferienlager Artek auf der ukrainischen Schwarzmeer-Halbinsel Krim
Die "Mutter aller Ferienlager": Im Süden der Halbinsel liegt das ehemalige "Allunions-Ferienlager Artek". Noch heute kommen Kinder und Jugendliche, doch die Glanzzeiten sind vorüber. 1925 als Erholungslager für TBC-kranke Kinder gegründet, verbrachten bis zum Ende der UdSSR in Artek Jahr für Jahr zehntausende Kinder aus 60 Nationen ihre Ferien. Bildrechte: dpa
Ein Schiff der Russischen Schwarzmeerflotte.
Und auch das gehört seit Jahrzehnten zur Krim: Kriegsschiffe im Hafen von Sewastopol. Die größte Stadt auf der Krim ist der Hauptstützpunkt der russischen Schwarzmeerflotte. Auch nach der Auflösung der UdSSR blieb der russische Anteil der Flotte aufgrund eines langfristigen Pachtvertrages in der Hafenstadt. Bis März 2014 hatte auch die ukrainische Marine dort ihren Stützpunkt. Bildrechte: imago/ITAR-TASS
Die Ruinen von Chersonesos Taurica auf der Krim.
Die Krim blickt auf eine sehr wechselvolle Geschichte zurück. Die Halbinsel wurde u.a. von Kimmerern, Taurern, Griechen, Skythen, Römern, Byzantinern, Venezianern und Genuesen bewohnt und beherrscht. Steinerne Zeugen dieser Zeit findet man noch heute, wie die Ruinen der antiken Stadt Chersonesos unweit von Sewastopol. Ende des 18. Jahrhunderts annektierte Russland die Krim nach einem Sieg über das Osmanische Reich. Bildrechte: Colourbox.de
Der sowjetische Partei- und Regierungschef Nikita Chruschtschow spricht am 16.01.1963 zweieinhalb Stunden auf dem Parteitag der SED.
1954 "verschenkte" der sowjetische Staats- und Parteichef Chruschtschow die Krim an die Ukrainische Sozialistische Sowjetrepublik. Die wahren Beweggründe sind bis heute unbekannt. Bildrechte: dpa
Krim Meschkov
Rechtsanwalt Jurij Meschkow und die Republikanische Bewegung der Krim sammelten eine viertel Million Unterschriften für ein Referendum zur Unabhängigkeit der Krim außerhalb der Ukraine. Das Krimer Parlament kündigte im Mai 1992 eine Volksabstimmung im August an, doch das Parlament in Kiew legte sein Veto ein. Das Referendum wurde abgesagt. Die Halbinsel wurde zur Autonomen Republik Krim innerhalb der Ukraine erklärt. Zwei Jahre später gewann die Unabhängigkeitsbewegung die Parlaments- und Präsidentschaftswahlen. Jurij Meschkow wurde Präsident der Krim.1995 setzte ihn der damalige ukrainische Präsident, Leonid Kutschma, ab und erklärte die Verfassung der autonomen Republik für nichtig. Bildrechte: IMAGO
Krise
Nach den Umwälzungen in der Ukraine 2013 gewann im Februar 2014 die prorussische Bewegung auf der Krim erneut an Fahrt. Ende Februar besetzten russlandfreundliche Kräfte das Regionalparlament, geschützt durch Truppen ohne Hoheitsabzeichen, die aber nach späterem Moskauer Eingeständnis dem Kreml unterstanden. Bildrechte: imago/Christian Ohde
Sergei Aksyonov
Die Abgeordneten bestimmten Sergei Aksjonow zum neuen Ministerpräsidenten. Bildrechte: dpa
Eine Frau geht in Simferopol (Krim) wählen
Am 16. März 2014 sprach sich auf einem Referendum die Mehrheit der Bürger der Krim für einen Anschluss an Russland aus. Nach ukrainischen Angaben fand die Wahl vor den Läufen russischer Maschinengewehre statt. Die prorussische Seite beteuert, dass es sich um eine freie Wahl gehandelt habe. Die OSCE erklärte das Referendum formal für illegal. Für den Anschluss sollen 97 Prozent der Wähler gestimmt haben. Bildrechte: IMAGO
Soldaten der Ukrainischen Navy
Ukrainische Marinesoldaten vor ihrer Basis in Perevalnoe. Die ukrainische Regierung soll während der Krise auf der Krim einen Schießbefehl erteilt haben. Die Soldaten und Offiziere der ukrainischen Armee, selbst mehrheitlich ethnische Russen, verweigerten den Befehl jedoch. Bildrechte: imago/ITAR-TASS
Ein Vater mit seinem Kind
Seit dem Ende der Sowjetunion sind viele Krimtartaren in ihre alte Heimat zurückgekehrt. Die Krimtartaren waren 1944 auf Befehl Stalins nach Zentralasien deportiert worden, mit der Begründung, sie hätten mit den Nazis kollaboriert. Die Krimtartaren lehnen die Zugehörigkeit der Halbinsel zu Russland auch nach dem umstrittenen Referendum ab. Ihr Widerstand bleibe allerdings gewaltfrei, sagt der nationale Führer der Krimtartaren Mustafa Dschemiljow. Wladimir Putin erklärte im April 2014 die Deportation der Krimtataren für widerrechtlich und rehabilitierte sie offiziell. Bildrechte: IMAGO
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