Flagge von Republik Moldau Moldawien.
Bildrechte: Colourbox.de

Die Moldauische Sozialistische Sowjetrepublik (MSSR)

Flagge von Republik Moldau Moldawien.
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Die Moldauische Sozialistische Sowjetrepublik, im Wesentlichen das Gebiet des einstigen Bessarabiens, ist ein Ergebnis des Hitler-Stalin-Paktes von 1940. In dessen geheimen Zusatzprotokoll war vermerkt worden: Hinsichtlich Südosteuropa bekundete die Sowjetunion ihr Interesse an Bessarabien, während die deutsche Seite das völlige politische Desinteresse an diesen Gebieten erklärte. Sowjetische Truppen besetzten das zu Rumänien gehörende Bessarabien und es wurde umgehend die Moldauische Sozialistische Sowjetrepublik (MSSR) ausgerufen.

Die MSSR war die zweitkleinste Unionsrepublik in der Familie der sozialistischen Sowjetrepubliken und galt stets als Garten und Weinberg der UdSSR.

der Bahnhof von Chisinau
Der Bahnhof der Hauptstadt Chisinau. Bildrechte: IMAGO

Die Erinnerung an die rumänische Tradition Moldawiens war bis 1989 unerwünscht: Rumänisch, dass die überwiegende Mehrheit der knapp vier Millionen Moldauer sprach, wurde in "Moldauisch" umbenannt und es durften weder Rumänen nach Moldawien, noch Moldauer nach Rumänien reisen. Die Grenzen waren dicht.
1991, nach der Auflösung der UdSSR, erklärte sich die MSSR für unabhängig. Sie trägt seither den Namen Republik Moldawien. Amtssprachen sind Rumänisch, Russisch, Ukrainisch und Gagausisch.

1992 erreichte der östliche Teil des Landes, der überwiegend russischsprachig ist, nach einem mehrmonatigen Bürgerkrieg de facto Unabhängigkeit. Transnistrien wird von keinem Staat anerkannt. Der Konflikt mit der Regierung von Moldau gilt als lediglich "eingefroren".

Zuletzt aktualisiert: 16. Februar 2015, 12:02 Uhr